Ein Acker, auch Feld genannt, ist ein landwirtschaftlich genutzter Boden, der regelmäßig zum Beispiel mit einem Pflug bearbeitet und mit einer Feldfrucht bestellt wird.
Die Bezeichnung Ackerkrume bezieht sich auf ein veraltetes Wort für die oberste Schicht des Erdbodens und wird meist nur noch poetisch gebraucht. [1] [2]. Die Ackerscholle oder kurz Scholle ist eigentlich ein großes Erdstück, das durch den Pflug aufgeworfen wurde. Letzterer Begriff wird auch veraltend als Metapher für Heimat gebraucht.[3]
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Das Wort Acker geht zurück auf das indogermanische agro und bezeichnete zunächst nur das Land außerhalb von Ansiedlungen, wo man das Vieh zur Weide und auch zur Düngung des Bodens hintrieb. Verwandt damit sind das griechische agros und das lateinische ager, die beide Feld meinen [4]. Ackern bedeutet die Erde wenden, den Boden kehren. Zu Ackerland siehe auch Esch (Flur). Wiesen und Weiden gehören nicht zu den Ackerflächen. Das Bestellen der Flächen wird auch gelegentlich als beackern bezeichnet.
Als Grenzmarkierung, Rain zwischen den Flächen dienten natürliche, nur schwer veränderbare Merkmale wie z. B. Bäume, Hecken, Bachläufe, Wege oder künstliche Grenzzeichen wie z. B. Gräben, Lesesteinhaufen oder Mauern, Gatter und Zäune. Auch Grenzsteine zur Markierung der Flurstücksgrenzen waren und sind üblich.
Acker ist ein Teil der Landwirtschaftsfläche. Nach dem Objektkatalog unterscheiden die Behörden Ackerland, Acker-Grünland, Ackerhackrain, Grünland-Acker und Grünland-Hackrain.
In den 1950er Jahren wurde die Ertragskraft der Äcker durch die Katasterämter geschätzt (Schätzungskarte). Sie sind Grundlage der Besteuerung durch die Finanzämter. Ackerland kostete 2006 in den alten Bundesländern durchschnittlich 16.000 Euro pro Hektar und in den neuen 4040 Euro. Durch Erschließung kann bei Sachzwängen Ackerland in Bauland umgewidmet werden. Dadurch steigt der Quadratmeter-Preis oft um das Zehnfache.