Warning: fopen(./wiki_cache/1228190456-##-Al_Sieber.htm) [function.fopen]: failed to open stream: Permission denied in /home/bollydir/public_html/mumbaiforums/de/content.php on line 302

Warning: stream_set_write_buffer(): supplied argument is not a valid stream resource in /home/bollydir/public_html/mumbaiforums/de/content.php on line 303

Warning: fwrite(): supplied argument is not a valid stream resource in /home/bollydir/public_html/mumbaiforums/de/content.php on line 304

Warning: fclose(): supplied argument is not a valid stream resource in /home/bollydir/public_html/mumbaiforums/de/content.php on line 305

Warning: fopen(./wiki_meta/1228190456-##-Al_Sieber.htm) [function.fopen]: failed to open stream: Permission denied in /home/bollydir/public_html/mumbaiforums/de/content.php on line 315

Warning: stream_set_write_buffer(): supplied argument is not a valid stream resource in /home/bollydir/public_html/mumbaiforums/de/content.php on line 316

Warning: fwrite(): supplied argument is not a valid stream resource in /home/bollydir/public_html/mumbaiforums/de/content.php on line 317

Warning: fclose(): supplied argument is not a valid stream resource in /home/bollydir/public_html/mumbaiforums/de/content.php on line 318

Warning: fopen(./wiki_cache/1228190457-##-Al_Sieber.htm) [function.fopen]: failed to open stream: Permission denied in /home/bollydir/public_html/mumbaiforums/de/content.php on line 302

Warning: stream_set_write_buffer(): supplied argument is not a valid stream resource in /home/bollydir/public_html/mumbaiforums/de/content.php on line 303

Warning: fwrite(): supplied argument is not a valid stream resource in /home/bollydir/public_html/mumbaiforums/de/content.php on line 304

Warning: fclose(): supplied argument is not a valid stream resource in /home/bollydir/public_html/mumbaiforums/de/content.php on line 305

Warning: fopen(./wiki_meta/1228190457-##-Al_Sieber.htm) [function.fopen]: failed to open stream: Permission denied in /home/bollydir/public_html/mumbaiforums/de/content.php on line 315

Warning: stream_set_write_buffer(): supplied argument is not a valid stream resource in /home/bollydir/public_html/mumbaiforums/de/content.php on line 316

Warning: fwrite(): supplied argument is not a valid stream resource in /home/bollydir/public_html/mumbaiforums/de/content.php on line 317

Warning: fclose(): supplied argument is not a valid stream resource in /home/bollydir/public_html/mumbaiforums/de/content.php on line 318
Al Sieber :: Directory - All you ever wanted to know about Al Sieber

Al Sieber

All you want to know about Al Sieber

Albert Sieber im Februar 1874 in Arizona. Aufnahme von Flanders & Penelon, Photographic Artists.
Gedenkplatte am Fuße des Gedenksteins am Roosevelt Lake, Gestiftet von der Gila County Historical Society.

Albert Sieber (* 27. Februar 1843 in Mingolsheim[A 1] im Kraichgau, Baden; † 19. Februar 1907 am Apachen-Trail in Gila County, Arizona, Vereinigte Staaten) war ein deutscher Auswanderer, der als Soldat im Bürgerkrieg sowie als Kundschafter (Scout) und Dolmetscher in der United States Army aktiv war. Unter anderem wurde er mit der Gefangennahme des Häuptlings der Chiricahua-Apachen Geronimo und Cochise beauftragt, nachdem beide gegen General Oliver Otis Howard kämpften.

Er diente unter den Departements-Befehlshabern bzw. Generalen George Stoneman, George Crook, August Valentine Kautz, Orlando Bolivar Willcox, Benjamin Henry Grierson und Nelson Appleton Miles.

Sieber wurde von Historikern zu den herausragendsten Gestalten der Grenzgeschichte Arizonas gezählt und neben Persönlichkeiten wie John Clum oder Mangas Coloradas gestellt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

[Bearbeiten] Familie

Sieber wurde am 27. Februar 1843 als 13. von 14 Kindern geboren. Er wurde am 1. März 1843 in der St.-Lambertus-Kirche in Mingolsheim getauft. Sein Vater Johannes, von Beruf Müller, starb im Alter von 46 Jahren am 16. September 1845 in Mingolsheim.[1] Seine Mutter Eva Katharina (geborene Fischer geb. am 10. Februar 1802), stammte aus Rauenberg.[2] Sie starb Ende September 1889 in Minneapolis. Sechs Kinder starben bereits im Kindesalter.

[Bearbeiten] Auswanderung

Johannes (1823–1909), der älteste Sohn, war ein Revolutionsteilnehmer bei der Badischen Revolution. Auf seiner Flucht erreichte er Le Havre. Er informierte seine Mutter, dass er eine Möglichkeit gefunden hatte, nach Nordamerika auszuwandern. Die Mutter verkaufte notgedrungen ihr Hab und Gut an Verwandte und Nachbarn. Im Herbst 1849 machte sie sich mit den restlichen sieben Kindern auf nach Le Havre. Von hier emigrierte die ganze Familie nach Nordamerika.

[Bearbeiten] Kindheit

Sieber wuchs in Lancaster, in der Nähe des Conestoga-Flusses[A 2], auf – in jenem Gebiet, in dem die berühmten Conestoga-Planwagen[A 3] gebaut wurden, die zahllose Pioniere in den Westen brachten. Alberts Schwester Theresia heiratete um 1856 in Minneapolis den Schweizer Einwanderer Henry Oswald.[3] Daraufhin zog die ganze Familie nach Minneapolis in Minnesota.[4]

[Bearbeiten] Kriegszeit

Albert meldete sich mit neunzehn Jahren während des Amerikanischen Bürgerkrieges am 4. März 1862 in die „1. Minnesota Infantry Company B“[A 4] und wurde dort als „Albert Sebers“ in den Unterlagen geführt.

Sieber hat in den Schlachten von Antietam (am 16. und 17. September 1862), Fredericksburg (am 13. Dezember 1862) und Chancellorsville (vom 1. bis 4. Mai 1863) auf der Seite der Nordstaaten gekämpft.

[Bearbeiten] Chancellorsville

Schlacht bei Chancellorsville

In der Schlacht bei Chancellorsville (1.–4. Mai 1863) war Sieber zur selben Zeit wie Carl Schurz (US-amerikanischer Politiker) und der ebenfalls bekannte Deutsche Friedrich Hecker aus Eichtersheim, Baden. Hecker war im 24. Regiment der Illinois Volunteers unter Führung des aus Sinsheim, Baden, stammenden deutschen Generals Franz Sigel in der Schlacht verwundet worden.

[Bearbeiten] Gettysburg

Vorkommnisse im Krieg. :Die Ernte des Todes.
Gettysburg, Juli 1863

Zwei Monate später, am 2. Juli 1863, es war der zweite Tag der Schlacht von Gettysburg, an dem sein Regiment, welches zu mehr als 60 Prozent deutscher Herkunft war, zur Verteidigung des „Cemetery Hill“[A 5] eingesetzt wurde. Das Erste Minnesota-Regiment war das einzige Regiment an Ort und Stelle. Der Gegenangriff dieser 262 Mann gegen eine mehr als fünffache Übermacht forderte einen Preis von rund 220 Verwundeten und Gefallenen des Ersten Minnesota-Regiments. Albert Sieber war an Kopf und Bein schwer verwundet. Er kam ins Lazarett und brauchte eine halbjährige Genesungszeit.

Nachdem er seine Kräfte wiedererlangt hatte, nahm er bis zur Unterzeichnung des Friedensvertrags von Appomattox seinen Dienst als Wachmann in einem Kriegsgefangenenlager in Elmira, New York, auf. Er wurde nach Kriegsende am 15. Juli 1865 ehrenhaft aus der Armee entlassen.

[Bearbeiten] Wanderschaft

Nach dem Krieg erkundete er um 1866 die Silberminen in Nevada und die Goldfelder von Kalifornien. Weil er keinen Erfolg hatte, schloss er sich 1868 einigen Männern an, die Pferde nach Arizona trieben.

Von 1868 bis 1871 fand er eine Anstellung als Vorarbeiter auf der Ranch von C. C. Bean im Williamson Valley in Arizona. Hier gab es nur wenige verstreute Siedler, die aber unter den ständigen Angriffen der Apachen zu leiden hatten. Von den Soldaten konnten sie nur wenig Schutz erwarten, sie mussten zur Selbsthilfe greifen. Sieber errang sich bald einen Namen unter den Weißen, weil er die Verteidigung gegen die Apachen organisierte. Als Führer der Siedler brachte er den Indianern eine empfindliche Schlappe bei, tötete eine Anzahl von ihnen, verjagte den Rest und rettete Hab und Gut der Siedler samt ihrem Vieh.

[Bearbeiten] Scout

Im Jahr 1871 wurde er von General George Crook als Armeescout und Chef der Kundschafter eingestellt. Crook kämpfte bereits ebenso wie Sieber in den Schlachten von Antietam und Gettysburg. Neben Sieber standen noch andere bekannte Scouts wie Tom Horn[A 6], Mickey Free, Archie McIntosh[A 7] und Joe Felmer unter Crooks Befehl. Bis zum 1. Dezember 1890 diente Al Sieber als Chief-Scout in Arizona, zu einer Zeit, als dieser Posten zu den gefährlichsten in den Staaten gehörte. Er war verantwortlich für 86 Hualapais Apachen-Scouts. Als Kundschafter, Dolmetscher, Führer des Militärs und Verhandlungsführer zwischen den verschiedenen Indianerstämmen wurde Sieber zu einer legendären Gestalt und zu einem der berühmtesten Pfadfinder der Grenzgeschichte des Territoriums Arizona. Er kannte die bedeutendsten Führer der Apachen: Eskiminzin [5], Geronimo, Cochises Sohn Naiche, Chiricahua-Loco und Chato.

In den Apachen-Kämpfen soll er persönlich 50 Indianer getötet haben (...having killed more Apaches than Daniel Boone, Jim Bridger, and Kit Carson together...), selber wurde er 29 mal durch Kugeln oder Pfeile verwundet. Er wurde bekannt als „das Bleichgesicht, das keine Angst kannte“.

Als am 6. April 1873 Crook die Übergabe des Yavapai Chalipun mit 2300 Indianern nach Camp Verde begonnen hatte, blieb Sieber dort, um bei deren Verwaltung zu helfen.

Im Februar 1875 wurde Sieber gebeten, bei der Umsiedlung von 1500 Indianern der Yavapais und der Tonto Apaches vom Camp Verde nach San Carlos (Arizona) zu helfen, da das vorübergehende Lager Verde geschlossen wurde. Dies war ein äußerst gefährliches Betreiben, und es war größtenteils nur Sieber zu verdanken, dass es erfolgreich verlief. Diese Überführung, welche am 27. Februar 1875 begann und unter dem brutalen Kommando von Commissioner L. E. Dudley ausgeführt wurde, war eine der tragischsten in der Geschichte von Arizona. Im Winter durchgeführt, traf es hauptsächlich ältere Menschen, Frauen und Kinder. Die Indianer wurden gezwungen, durch die Hochwasser führenden Flüsse, über Bergpässe und durch enge Canyons, bei sehr schlechtem Wetter über 300 km (180 Meilen) bis zur San Carlos Reservation zu laufen. Während dieses Transfers wurden ungefähr 25 Kinder geboren und eine wirkliche Tragödie hat nahe der Mazatzal Berge stattgefunden. Viele hundert Indianer, die genaue Zahl ist nicht bekannt, starben in Schnee und Kälte. Noch heute wird an dieses Ereignis jedes Jahr mit dem Yavapai-Apache Exodus Day[6] gedacht. Es war die unglaubliche Tapferkeit von Sieber, der geholfen hatte, ein noch entsetzlicheres Massaker zu verhindern.

Nach der Ankunft blieb Sieber größtenteils in diesem Gebiet von San Carlos. Im Sommer von 1875 wurden weitere achthundert Apaches zur Umsiedlung von Fort Apache in die Indianerreservation San Carlos gezwungen.

Al Sieber wurde schon am 11. Juni 1883 mit der Gefangennahme von Geronimo beauftragt, nachdem dies zuvor schon jahrelang mit hunderten von Soldaten ergebnislos versucht worden war. Obwohl er zu dieser Zeit auf Patrouille nach Mexiko war, glückte es ihm und vielen anderen Scouts nicht, Geronimo aufzuspüren. Lt. Charles B. Gatewood und John Clum waren es, denen es gelang, mit einigen Apachenscouts Geronimo zur Aufgabe zu bewegen. Geronimo stellte sich endgültig erst am 4. September 1886.

Georg Crook beschrieb ihn 1884 folgendermaßen:

„Er ist sechs Fuß [ca. 1,80 Meter] groß, wiegt 190 Pfund [zwischen 90 und 100 kg] und scheint nur aus Knochen und Muskeln zu bestehen. Augen und Haar sind dunkel, sein Aussehen ist nicht außergewöhnlich. Er kann mit seinen Scouts sechzig Meilen am Tag zurücklegen, darüber hinaus ist er ein unvergleichlicher Gewehrschütze. Seine Furchtlosigkeit ist berühmt.“

Georg Crook, 1884

[Bearbeiten] Verwundung

Apache Kid, ein ehemaliger Scout Siebers, der es 1882 zum Rang eines Sergeant brachte, war unter Weißen aufgewachsen und der Sohn des Apachen-Häuptlings Toga-De-Chuz, welcher 1887 von Indianern in der San Carlos Reservation getötet wurde. Apache Kid, wie der damals ca 27jährige Ski-Be-Nan-Ted später genannt wurde, wollte die Mörder verfolgen, erhielt aber nicht die Erlaubnis, die Reservation zu verlassen. Daraufhin stahl er sich heimlich fort und brachte die Mörder seines Vaters um. Als er zurückkehrte, sollte er von Sieber festgenommen und zu seiner Verurteilung gebracht werden. Widerstrebend gehorchte der alte Scout Sieber und erklärte dem jungen Mann den Grund seines Kommens. Was dann am 1. Juni 1887 geschah, ist mit letzter Sicherheit nicht mehr geklärt worden. Es scheint aber, dass gegen den Willen von Ski-Be-Nan-Ted seine Begleiter das Feuer auf Sieber eröffneten, ihn niederschossen und danach in die Berge flohen. [A 8]

Sieber überlebte, doch fünf Monate lang musste er sich liegend unter der brennenden Sommerhitze von Arizona in seiner Wohnung auskurieren. Die Kugel zertrümmerte sein linkes Bein; eine Amputation ist ihm erspart geblieben, es blieb aber gelähmt und war verkrüppelt. Trotz seiner eingeschränkten Beweglichkeit nahm er nochmals die Verfolgung auf, konnte aber auch keine Spur von Apache Kid finden.

Siebers Entlassung aus dem Militärdienst (1890) ging eine vier Jahre langen Auseinandersetzung mit dem Agenten John Bullis voraus, die schon vor dem Verhaftungsversuch von Apache Kid begann. Sieber setzte sich für die Indianer auf San Carlos ein, die von dem Agenten betrogen und schlecht behandelt wurden.

[Bearbeiten] Die letzten Jahre

Al Sieber erhielt lange keinen Dank, keine Bezahlung im Alter und fand nach seiner Entlassung nur noch wenig Beachtung. Er ließ sich in Globe (Arizona) nieder und verdiente sich erfolgreich seinen Lebensunterhalt mit der Wertschätzung von Minen, die er früher ausfindig gemacht hatte. Albert Sieber hat nie geheiratet, seinem Lebensstil war es nicht dienlich, verheiratet zu sein. Stets bemühte er sich um die Apachen, die zuverlässige Arbeit leisteten.

Roosevelt Staudamm

Als 1905 mit dem Bau des Roosevelt-Staudammes begonnen wurde, übernahm Sieber, unter Rheuma leidend, die Leitung der Apachen, welche die Straßenarbeiten an der Tonto Road, ca. 76 Meilen (um die 120 km) nordöstlich von Phoenix (Arizona), verrichteten.

Am 2. Februar 1906 wurde Albert Sieber von Dr. R. F. Palmer für ein medizinisches Gutachten untersucht, damit er eine Pension empfangen konnte. Dieses Protokoll ist überliefert und beschreibt Sieber folgendermaßen:

„Sieber ist ein Mann von 62 Jahren, 198 lbs (=amerikanische Pfund), 5 Fuß 11 ½ Zoll groß, Brustumfang 38 zu 40 Zoll, Unterleib 40 Zoll. Allgemeine Erscheinung ist das von einem Mann, der ein Leben der Extreme geführt hat. Langsames Gehen mit einem starken Hinken auf dem linken Bein und mit offensichtlicher Steifheit in allen Gelenken“. Das linke Bein ist 3 Zoll kürzer als das Rechte. Weiterhin werden diverse Narben (Verwundungen) dokumentiert. Sieber berichtete, dass er in der Indianerreservation San Carlos(Arizona) am 1. Juni 1887 (von Apache Kid's Begleitern) verwundet wurde.“

Originaltext:

“Mr. Seiber is a man of 62 years, 198 lbs, 5.11 1/2 ft. Chest measures 38 to 40 inches. Abdomen 40 in. General appearance is that of a man who has led a life of exposure. Walks slowly with a decided limp on the left leg, and with apparent stiffness in all of the joints. He presents the following wounds and scars:“ „Head, About middle of R. Occipito-parietal suture is a depression which will admit the tip of a finger. Said to have been caused by a shell wound at Gettysburg, July 2nd 1863. Right leg, Extant surface at about middle of leg is a circular scar 1 in diameter. Another scar between the knee cap and head of fibula, oval in form, 1 3/4 in long. Said to be entrance and exit of bullet received at Gettysburg July 2nd 1863. Left leg is 3 inches shorter than right. An old ulcer 2 1/2 in diameter over lower third of tibia inner surface and a similar ulcer 1 3/4 in diameter over external surface. Said to have been received at San Carlos June 1st 1887. 5 in of tibia said to have been removed at the time and many small pieces have ulcerated through at various times since.”

Dr. R. F. Palmer

[Bearbeiten] Die letzte Spurensuche

Viele Ereignisse drehten sich in Globe um den berühmten alten Pfadfinder Al Sieber. Sogar in seinem letzten Lebensjahr wurde Sieber in ein dramatisches Ereignis mit einbezogen.[7]

Am 31. Januar 1907 wurde Laura Morris und ihre Tochter Arminta Ann (viereinhalb Jahre alt) brutal mit einem Messer nahe an dem im Bau befindlichen Roosevelt Damm ermordet. Arizona Ranger Jim Holmes ersuchte Al Sieber um Hilfe bei der Aufklärung des Falles. Sieber nahm zwei Apache Scouts[A 9] zur Unterstützung mit. Da es zuvor geregnet hatte, waren die Scouts in der Lage, den Fußspuren des Mörders zu folgen. Sie kamen zu einer Pfütze, in welcher der Mörder seine Hände gewaschen hatte. Durch ihre Scout-Erfahrungen konnten sie aus den Spuren lesen, dass der Mörder etwas von diesem Punkt aus weggeworfen haben muss. Sie warfen einige Steine in die vermutete Richtung. Als sie nachkontrollierten, wo die Steine heruntergefallen waren, fanden sie die Mordwaffe. Sie kannten das Messer und wussten, dass es einem gewissen „William Baldwin“ gehörte. Dadurch war der Mord von Sieber rasch aufgeklärt.

[Bearbeiten] Tod

Acht Tage vor seinem 64. Geburtstag war Al Sieber immer noch mit dem Bau an der Tonto Road beschäftigt. Am 19. Februar 1907 (Dienstag) wurde er bei der Beseitigung eines großen Felsbrockens getötet, als dieser herunterrollend alles unter sich zermalmte.

Die genauen Details seines Todes sind undeutlich. Es finden sich folgende vier Versionen:

[Bearbeiten] Version A

Roosevelt Staudamm von der Stauseeseite aufgenommen
Auf den Seiten der Karl May-Stiftung[8] wird sein Tod wie folgt geschildert:
„Als 1905 mit dem Bau des Roosevelt-Staudammes begonnen wurde, übernahm Sieber die Leitung der Apachen, die die Straßenarbeiten verrichteten. 1907 wurde während des Baus eine Felsspitze weggesprengt, die einen großen Geröllblock zurückließ; dieser balancierte unsicher auf einem kleineren Stein. Sieber hatte sich während der Apachenkriege nicht gescheut, auf Indianer zu schießen, aber er erkannte hier die Gefahr und hielt die Apachen zurück, um selbst den Stützstein herauszuschlagen. Wegen seines lahmen Beines konnte er nicht schnell genug zurückspringen und wurde von dem nachstürzenden Fels getötet. Das geschah am 19. Februar 1907. Mit militärischen Ehren wurde er in Globe beigesetzt. Als sein Tod in Phoenix bekannt wurde, verschob die gesetzgebende Versammlung ihre Sitzung auf den folgenden Tag, um damit seinem Andenken Ehre zu erweisen. Auf dem Friedhof in Globe errichtete ihm die Territorialbehörde ein Denkmal[A 10]; ein zweites wurde ihm an der Stelle, an der er gestorben war, gesetzt[A 11] - hierfür gaben die Apachen die Anregung, und sie halfen bei der Aufstellung. Der Berg, auf dem dieses Denkmal steht, trägt den Namen »Sieber«.[A 12] Bei den Apachen blieb der »Mann aus Eisen« unvergessen.“[A 13]

[Bearbeiten] Version B

Thrapps Schilderung (Chief of Scouts) auf Seite 400/401:

Todesstelle von Al Sieber an der Tonto Road.
„19. Februar 1907, den ganzen Tag untergruben die Apachen einen runden Monolith mit einem Gewicht von circa fünf oder sechs Tonnen. Sie schaufelten den Weg frei, um ihn den Hang herunter zu rollen. Am Abend war das Werk immer noch nicht vollendet und sollte auf den nächsten Tag verschoben werden. Sieber hasste es, eine Arbeit nicht zu beenden. Also sollte noch einmal versucht werden, den Stein den Abhang hinter zu rollen. Der Felsbrocken gab aber nicht nach. Der alte Scout rief „wartet eine Minute, ich will nachschauen, wo das Problem liegt (engl. Wait a minute, I'll see what's the trouble)“. Sieber humpelte unter Schmerzen langsam den Hang herunter, nahm einen Knüppel zu Hilfe und schlüpfte außer Sichtweite der Arbeiter unter den großen Monolithen. Plötzlich bewegte sich der Felsbrocken, stürzte hangabwärts und ebnete alles auf seinem Weg ein. Dreißig Indianer erstarrten vor Schreck. Sie rannten den Berg runter und fanden den zerquetschten Körper des alten Mannes. Aber es war zu spät, Al starb lautlos. Er starb, wie er lebte, ohne Furcht, ohne Gejammer, ohne Geschrei und ohne Beschwerde. Al Sieber, Einwanderer, Soldat, Gesetzesmann, Kundschafter, Indianerkämpfer - ein Mann beendete sein letztes Abenteuer.“[A 14]

[Bearbeiten] Version C

Die Seiten 128f. in „Nicht nur Helden - Nicht nur Schurken“ von Armin M. Brandt beschreiben den selben Tag folgendermaßen:
„Am 19. Februar 1907 mußte für dieses Projekt eine Sprengung[A 15] vorgenommen werden, da ein Felsen auf die Straße zu stürzen drohte. Die Lunte war bereits gezündet, als Sieber einige indianische Arbeiter sah, die nicht in Deckung lagen. Schreiend humpelte er ihnen entgegen und versuchte sie auf die drohende Gefahr aufmerksam zu machen. Kaum hatten sich die Apache in Sicherheit gebracht, als die Explosion erfolgte. Ein Gesteinsregen[A 16] ging auf Al Sieber nieder, der den Tod fand. Sein Leichnam wurde nach Globe gebracht und mit militärischen Ehren beigesetzt.“[A 17]

[Bearbeiten] Version D

W. H. Napier schrieb am 1. August 1956 seinem Kameraden aus der 14. Arizona Cavalery Marvin C. Hepler: „Al Sieber wurde getötet … War es ein Unfall? Viele der alten Kämpfer schüttelten den Kopf. Er hatte viele Feinde unter den Apachen“.
Adam Marty, ein Kamerad seit ihren Tagen in der B Company, hat in seinem Notizbuch am Todestag die folgende Aufzeichnung gemacht:
„Chef der Pfadfinder unter Crook in Arizona, durch (Apache-)Kid getötet“.
Vielleicht wussten beide etwas genaueres von Al Siebers Tod, was heute nicht mehr zu ergründen ist.

[Bearbeiten] Begräbnis/Gedenksteine

Seine Beerdigung fand mit militärischen Ehren am Freitag, dem 22. Februar 1907 in Globe (Arizona) Cemetery Gila County statt.

Der Grabstein wurde von der Territorial-Behörde als Andenken erstellt und kann heute noch in Arizona besucht werden.[9] Sieber liegt inmitten weiterer bekannter Männer begraben, so zum Beispiel Phin Clanton, Sheriff Henry Thompsen, Ed Shanely und Frank A. Nash.

Aus dem Felsen, der ihn erschlug, wurde ein zweiter Gedenkstein gefertigt und an der Stelle von Siebers Tod errichtet. Dies war neben der Tonto-Road Route 188, auf dem alten Apache Trail in Gila County, Arizona. Hierfür gaben die Apachen die Anregung und halfen auch bei dessen Aufstellung mit. Bei der Erweiterung der Tontoroad wurde dieser Stein an den Straßenrand versetzt. Im Jahr 2002 wurde er durch einen neuen, auf einem Podest stehenden Gedenkstein ersetzt.

[Bearbeiten] Seiber-point

Will Barnes vom U.S. Board of Geographic Names, setzte sich dafür ein, dass Al Sieber für seine Taten posthum von der Regierung geehrt wurde. 1932 war es dann soweit, ein Aussichtspunkt wurde benannt. Unglücklicherweise wurde er als „Seiber-Point“ falsch geschrieben und so in den Landkarten verzeichnet.

Diese Bergspitze liegt an der nordöstlichen Ecke des Grand Canyon (Koordinaten: 36° 18' N, 111° 57' W).

[Bearbeiten] Filme über die Person Al Sieber

Mehrere Filme behandeln sein Leben und Kämpfen mit den Apachen:

[Bearbeiten] Literatur

Al Sieber wurde in verschiedenen Büchern und Zeitschriften beschrieben:

  • John G. Bourke: On the Border with Crook. University of Nebraska Press, Lincoln 1891, ISBN 0809435837
  • Frank C. Lockwood: More Arizona Characters… University of Arizona, 1943
  • Dan L. Thrapp:[A 18] Al Sieber: Chief of Scouts. University of Oklahoma Press, Norman 1964, ISBN 0-8061-2770-8
  • Dan L. Thrapp: The Conquest of Apacheria. University of Oklahoma Press, Norman 1967, ISBN 0-8061-1286-7
  • Benjamin Capps: Die großen Häuptlinge. Time Life Magazine, 1978, S. 81 und 89
  • Armin M. Brandt: Nicht nur Helden - Nicht nur Schurken. Wäser, Bad Segeberg 1981, ISBN 3-87883-005-X
  • John S. Goff: Arizona Biographical Dictionary. Black Mountain Press, Cave Creek 1983
  • Ben T. Traywick: Legendary Characters of Southeast Arizona. Red Marie's, Tombstone 1992
  • Rächer ohne Gnade. Aus dem Leben des Aache Kid. Bastei, Bergisch Gladbach 2007 (Western-Legenden Heft 87)

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Anmerkungen

  1. Geburts- und Taufeintrag von Albert Sieber im Taufbuch der Pfarrei St. Lambertus (Mingolsheim)
  2. W:Conestoga River
  3. W:Conestoga Wagon
  4. 1st Minnesota Infantry
  5. W:Cemetery Hill
  6. W:Tom Horn engl. WP; Tom Horn, deutsche Seite
  7. Army scout Archie McIntosh
  8. Apache Kid ergab sich und wurde 1889 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Bei Haftantritt tötete er das Bewachungspersonal und floh. Dem Militär gelang es trotz hoher Prämien, (einige behaupten 500 US-Dollar, andere 5000 US-Dollar) nicht, ihn aufzuspüren und zu fangen.
  9. Der eine wurde „Rabbit“ der andere „Yesterday“ genannt.
  10. Berichtigung gegenüber dem Karl-May-Stiftungs-Text: Das Denkmal der Territorialbehörde ist nur der Grabstein
  11. Das 2. Denkmal steht zwischen dem Roosevelt-Lake und dem Straßenrand der Tonto-Road 'Route 188'(auch Apache Trail)
  12. Der „Berg“ (ohne Denkmal) ist der Aussichtspunkt „Seiber-point“(siehe oben).
  13. auch in diesem Bericht wird berichtet, dass die Mutter um 1856 starb, was ebenso falsch ist; siehe unter Berichtigungen bei Dan L. Trapp!
  14. Berichtigungen gegenüber Dan L. Thrapps Buch „Chief of Scouts“: # Das Geburtsdatum mit 26 bzw. 29. Februar 1844 ist falsch, (auch auf dem Grabstein), richtig ist lt. Kirchenbuch der 27. Februar 1843. # Die Mutter stammt nicht aus Rauenburg, sondern aus Rauenberg. # Die Großmutter war eine geb. Gerner nicht Gorner und stammte auch aus Rauenberg. # Die Hochzeit von Johann Sieber und Eva Katharina Fischer war 1822 in Rotenberg (der Nachbarort von Rauenberg), nicht in Rothenburg.
  15. Berichtigung: Es war keine Sprengung
  16. Berichtigung: Es war kein Gesteinsregen, sondern ein Monolith, der umstürzte!
  17. Berichtigung: In dem Buch wird weiter berichtet, dass die Mutter um 1856 starb. Das ist nicht richtig! Albert's Mutter, Catharina Fischer starb Ende September 1889 mit 87 Jahren bei ihrer Tochter Theresia Oswald in Minneapolis. Sie wurde am 1. Oktober 1889 in St. Antony Cemetery, Minneapolis beigesetzt, somit waren die Geschwister 1856 nicht Vollwaise wie im Buch beschrieben.
  18. Dan L. Thrapp in The New York Times (Bericht vom 4.Mai 1994)

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. B. Strominski: Ortsfamilienbuch Mingolsheim. Ende 2008 (in Vorbereitung)
  2. Klaus Rössler: Familienbuch (Ortssippenbuch) Rauenberg mit Rotenberg (Rhein-Neckar-Kreis). Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, ISBN 3-89735-280-X
  3. Page 283 OSWALD, H Einwanderung von der Schweiz > CLAN
  4. Genealogische Recherchen: Briefwechsel und ungezählte E-Mails (Deutschland, USA, Kanada, Schweiz, Australien)
  5. Exkiminzin in Indianer-wiki.org
  6. Yavapai-Exodus-Day
  7. Newspaper: Arizona Silver Belt 1907
  8. Der sterbende Widerstand
  9. Grab von Albert Sieber bei FindAGrave.com
  10. Die Bestie der Wildnis bei der IMDb
  11. 'Massai – Der große Apache bei der IMDb
  12. Scouts (1979) bei der IMDb; Eine zweite Verfilmung 1980 als „Ich, Tom Horn“ mit Steve McQueen als Tom Horn (jedoch ohne „Al Sieber“- Darsteller) - Sieber wird nur im Text angesprochen - .
  13. Geronimo - Eine Legende bei IMDb; Berichtigung zum Film Der Filmtod von Al Sieber bei "Geronimo - Eine Legende" (in Mexiko erschossen) ist frei erfunden und stimmt nicht mit seinem tatsächlichen Tod überein!)

[Bearbeiten] Weblinks


  • Ads

           
eXTReMe Tracker