Als Bundeshaus (franz. Palais fédéral, ital. Palazzo federale; lat. gemäss Aufschrift am Fries Curia Confoederationis Helveticae) wird das Schweizer Regierungs- und Parlamentsgebäude in Bern bezeichnet.
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Das Gebäude wurde 1902 nach Plänen des Architekten Hans Wilhelm Auer (1847–1906) unter ausschliesslicher Verwendung von Schweizer Materialien fertiggestellt.
Es besteht eigentlich aus drei Gebäudeteilen:
Das typische Merkmal des Bundeshauses ist die Dachkonstruktion des Hauptgebäudes: Die drei Kuppeldächer. Diese sind aus Kupfer angefertigt und waren dementsprechend früher einmal Kupferfarbig, da das Kupfer aber mit der Zeit oxidierte, hat sich eine grünliche Patina gebildet die bis heute geblieben ist.
Die ungewöhnlich reichhaltige Ausstattung des Gebäudes mit dekorativen Natursteinen, überwiegend aus Schweizer Vorkommen, findet bei den Gebäudeführungen Erwähnung und wird in einer eigens dafür konzipierten Publikation dargestellt (s.u.). Darunter befinden sich u.a. die Kalksteine Marbre d'Arvel, Châble Rouge, Rouge de Rhône, St. Triphon und der Marmor Marbre de Saillon.
Das Bundeshaus West – in dessen Innenhof der Bernabrunnen steht – und das Bundeshaus Ost beherbergen einen kleinen Teil der Bundesverwaltung, namentlich die Zentralen der meisten Departemente (Ministerien) sowie im Bundeshaus West das Sitzungszimmer des Bundesrates (das „Chalet fédéral“), wo sich der Bundesrat, die Schweizer Regierung, zu seinen wöchentlichen Sitzungen trifft.
Das eigentliche Parlamentsgebäude (im Volksmund auch „Ochseschüür“ – Ochsenstall – genannt) beherbergt unter seiner markanten Kuppel die wichtigsten Räume der Bundesversammlung, namentlich:
Um die Gleichheit der beiden Kammern der Bundesversammlung zu unterstreichen, wurde die grosse Kuppel des Gebäudes über der grossen Eingangshalle und nicht über einem der beiden Säle errichtet.
Westlich der Bundeshäuser steht der Bernerhof, ein ehemaliges Hotel, das heute ebenfalls von der Bundesverwaltung und seit der Renovation 2005 auch repräsentative Räume beherbergt. Daran anschliessend befindet sich die Schanze.
Östlich der Bundeshäuser steht das Hotel Bellevue-Palace. Auch es gehört dem Bund und ist seit der Schliessung des Hotels Schweizerhof das einzige Fünf-Sterne-Haus in der Stadt Bern.
Weitere Gebäude im Umkreis der Bundeshäuser werden ebenfalls durch die Bundesverwaltung genutzt, so beispielsweise das Bundeshaus Nord, gegenüber dem Bundeshaus Ost, oder das Bundesmedienhaus, gegenüber dem Bundeshaus West.
Am 3. April 2007 wurde an der Bundesgasse eine diplomatische Vertretung der EU-Kommission in Bern feierlich eröffnet. [1]
Vor dem Bundeshaus liegt der von 2003 bis 2004 neu gestaltete Bundesplatz.
Seit Mai 2006 wird das Bundeshaus, gemäss dem Motto „in altem Glanz erstrahlen“, für rund 96 Mio. Schweizer Franken renoviert. Die Bauarbeiten sollen bis 2008 abgeschlossen sein.
Koordinaten: 46° 56' 48" N, 7° 26' 39" O