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Frankfurt am Main :: Directory - All you ever wanted to know about Frankfurt am Main

Frankfurt am Main

All you want to know about Frankfurt am Main

Wappen Karte
Wappen von Frankfurt
Frankfurt am Main (Deutschland)
DEC
Frankfurt am Main
Wahlspruch: Stark im Recht
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Kreis: Kreisfreie Stadt
Fläche: 248,31 km²
Einwohner: 659.021
(Stand: 31. Dezember 2007)
Bevölkerungsdichte: 2.654 Einwohner je km²
Ausländeranteil: 24,6 %
(Stand: 31. Dezember 2007)
Arbeitslosenquote (Stadtgebiet): 6,4 %
(Stand: Juni 2008)
Verschuldung: 1,26 Mrd. € (1.881 € pro Kopf)
(Stand: Dezember 2007)
Höhe: 112 m ü. NN
Postleitzahlen: 60001–60599 (alt: 6000)
65901–65936 (alt: 6230)
Vorwahlen: 069
06101 (Harheim, Nieder-Erlenbach)
06109 (Bergen-Enkheim)
Geographische Lage: 50° 07′ N, 8° 41′ O Koordinaten: 50° 07′ N, 8° 41′ O
Kfz-Kennzeichen: F
Gemeindeschlüssel: 06 4 12 000
UN/LOCODE: DE FRA
NUTS-Region: Frankfurt am Main
(DE712)
Stadtgliederung: 16 Ortsbezirke,
46 Stadtteile,
118 Stadtbezirke
Offizielle Website: www.frankfurt.de
Politik
Oberbürgermeisterin: Petra Roth (CDU)
Bürgermeisterin: Jutta Ebeling (Grüne)
Regierende Parteien: CDU, Grüne

Goethes Geburtshaus im Großen Hirschgraben
Der Römer ist Frankfurts Rathaus und Wahrzeichen.
Frankfurter Skyline, im Vordergrund Main und Flößerbrücke

Frankfurt am Main ist mit über 659.000 Einwohnern die größte Stadt Hessens und nach Berlin, Hamburg, München und Köln die fünftgrößte Deutschlands.

Seit dem Mittelalter gehört Frankfurt zu den bedeutendsten urbanen Zentren Deutschlands. 794 erstmals urkundlich erwähnt, war es seit dem Hochmittelalter Freie Reichsstadt und bis 1806 Wahl- und Krönungsstadt der römisch-deutschen Kaiser. Von 1816 bis 1866 war Frankfurt Sitz des Deutschen Bundes und 1848/49 des ersten frei gewählten deutschen Parlaments.

Heute ist Frankfurt ein bedeutendes europäisches Finanz-, Messe- und Dienstleistungszentrum. Die Stadt ist Sitz der Europäischen Zentralbank, der Deutschen Bundesbank, der Frankfurter Wertpapierbörse und der Frankfurter Messe. Durch ihre zentrale Lage gehört sie mit dem Frankfurter Flughafen, dem Hauptbahnhof und dem Frankfurter Kreuz zu den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten Europas.

1875 zählte Frankfurt erstmals über 100.000 Einwohner, 1928 zum ersten Mal mehr als 500.000. In der engeren Stadtregion leben heute etwa 1,8 Millionen, im gesamten Rhein-Main-Gebiet 5,8 Millionen Einwohner.

Eine Besonderheit Frankfurts ist die Skyline, deren Wolkenkratzer zu den höchsten Gebäuden Europas gehören.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Name

Die Legende der Frankenfurt

Frankonovurd bzw. Vadum Francorum lautet der Name der Siedlung auf dem Domhügel in den beiden ersten urkundlichen Erwähnungen 794 in althochdeutscher und lateinischer Sprache. Beides bedeutet Furt der Franken, eine Felsbarriere im Untergrund des Mains, die es ermöglichte, an dieser wahrscheinlich etwas oberhalb der Alten Brücke gelegenen Stelle den Fluss – der damals viel breiter war als heute – bei normalem Wasserstand gefahrlos zu überqueren. Die Furt hatte in der Römerzeit wohl noch keine strategische Bedeutung gehabt, da die von Mainz aus in das Innere Germaniens führenden Straßen den Domhügel und die sumpfige Mainniederung umgingen.

Nach dem Abzug der Römer um das Jahr 260 war der Domhügel von den Alamannen übernommen worden. Etwa um 530 lösten die Franken die Alamannen in der Herrschaft über das Untermaingebiet ab. Wahrscheinlich nutzten die neuen Herrscher die Furt nun als wichtigen Verkehrsweg, den ihre Handelspartner deshalb mit dem Namen Frankenfurt belegten.[1]

Bereits im Mittelalter erzählt der Chronist Thietmar von Merseburg eine bis heute bekannte Legende von der Gründung der Stadt durch Karl den Großen.[2] Er bringt sie in Verbindung mit den Sachsenkriegen:

„Die Herkunft dieses Ortsnamens soll dir nicht länger unklar bleiben, lieber Leser. Deshalb will ich dir jetzt erzählen, was ich von glaubwürdigen Männern darüber gehört habe. Unter der Regierung Kaiser Karls des Großen, des Sohnes König Pippins, kam es zwischen den Seinen und unseren Vorfahren (den Sachsen) zum Kriege. In diesem Kampfe wurden die Franken von den Unsrigen besiegt. Als sie nun, unkundig einer Furt, über den Main zurück mußten, ging vor ihnen eine Hirschkuh hinüber und zeigte ihnen so durch Gottes Erbarmen gleichsam den Weg. Ihr folgten sie und erreichten frohen Mutes das rettende Ufer. Danach heißt der Ort Frankfurt. Als sich der Kaiser auf diesem Feldzuge schon von den Feinden überwunden sah, wich er als erster zurück und erklärte: ‚Es ist mir lieber, daß die Leute mich schmähen und sagen, ich sei von hier geflohen, als ich sei hier gefallen. Denn so lange ich lebe, darf ich hoffen, die mir angetane schwere Schmach zu rächen.‘“

Thietmar von Merseburg: Chronicon VII, 75

Tatsächlich führte Karl der Große niemals in der Maingegend Krieg gegen die Sachsen. Auch der Name der Frankfurter Vorstadt Sachsenhausen, als vermeintlicher Ort der Ansiedlung gefangener Sachsen durch den siegreichen Kaiser, ist nur eine Legende. Sachsenhausen wurde wahrscheinlich nicht vor dem 12. Jahrhundert besiedelt.

Andere Legenden um den Namen und die Gründung Frankfurts sind heute weniger bekannt. Sie dienten vor allem in der frühen Neuzeit dazu, die Bedeutung Frankfurts mythisch zu überhöhen. Der Humanist Johannes Trithemius prägte im 15. Jahrhundert den Namen Helenopolis als Synonym für Frankfurt, das bis ins 18. Jahrhundert gelegentlich von anderen Humanisten genutzt wurde. Der Ursprung des Namens ist unklar. So soll Helenopolis eine Gründung des Helenos, eines Sohnes des Priamos, gewesen sein, der sich nach der Flucht aus Troja hier niedergelassen habe. Frankfurt hätte danach den gleichen mythischen Ursprung wie Rom, dessen legendäre Gründer Romulus und Remus Nachfahren geflohener Trojaner waren. Andere Autoren führten den Namen auf die Kaiserin Helena, die Mutter Konstantins des Großen, zurück.

Nach Trithemius soll um das Jahr 130 nach Christus ein gewisser Francus, ein Herzog der Hogier, die alte Stadt Helenopolis wiederhergestellt und nach seinem Namen Franckenfurt genannt haben.[3]

[Bearbeiten] Wappen

Stadtwappen ca. 1925–1936 von Hans Leistikow

Blasonierung: Das Wappen zeigt in Rot einen golden gekrönten silbernen Adler, in Gold und Blau bewehrt und bezungt.[4]

Der Frankfurter Adler geht auf den einköpfigen Reichsadler aus dem dreizehnten Jahrhundert zurück. Als Zeichen der Abhängigkeit der Reichsstadt zum Reich trägt der Adler eine Krone. Im Jahre 1841 entwarf der Bildhauer Eduard Schmidt von der Launitz die heutige Darstellung des Wappens. Allerdings sollte eine radikal vereinfachte Version des Grafikers Hans Leistikow das Wappen in den 1920-Jahren ersetzen[5]: Oberbürgermeister Ludwig Landmann wollte sich nach dem Zeitgeist richten und setzte sich für diese expressionistische Fassung des Adlers ein. Der Bevölkerung missfiel der Vorschlag allerdings. 1936 wurde das alte Wappen wieder eingeführt. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgten erneut verschiedenen Darstellungsweisen des Adlers, bis 1952 die Hauptsatzung das Wappen von 1936 festlegte. Der Leistikow-Adler wird heute nur noch in Einzelfällen, z. B. auf der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt oder auf der Fahne des Instituts für Stadtgeschichte, verwendet.

[Bearbeiten] Geographie

Frankfurt und Nachbargemeinden

[Bearbeiten] Geographische Lage

Die Stadt liegt auf beiden Seiten des Untermains südöstlich des Taunus in Südwestdeutschland zentral im wichtigsten Wirtschaftsraum Deutschlands. Im Süden verfügt Frankfurt über den größten Stadtwald Deutschlands. Ihren höchsten natürlichen Punkt hat die Stadt an der Berger Warte auf dem Berger Rücken im Stadtteil Seckbach mit 212 Meter über Normalnull. Ihr tiefster Punkt liegt am Mainufer in Sindlingen bei 88 Meter über Normalnull. Die Stadt liegt am nördlichsten Rand der Oberrheinischen Tiefebene, die von Basel bis ins Rhein-Main-Gebiet reicht.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden und Kreise

Frankfurt grenzt im Westen an den Main-Taunus-Kreis (Städte und Gemeinden Hattersheim am Main, Kriftel, Hofheim am Taunus, Kelkheim (Taunus), Liederbach am Taunus, Sulzbach (Taunus), Schwalbach am Taunus und Eschborn), im Nordwesten an den Hochtaunuskreis (Städte Steinbach (Taunus), Oberursel (Taunus) und Bad Homburg vor der Höhe), im Norden an den Wetteraukreis (Städte Karben und Bad Vilbel), im Nordosten an den Main-Kinzig-Kreis (Gemeinde Niederdorfelden und Stadt Maintal), im Südosten an die Stadt Offenbach am Main, im Süden an den Landkreis Offenbach (Stadt Neu-Isenburg) und im Südwesten an den Kreis Groß-Gerau (Städte Mörfelden-Walldorf, Rüsselsheim, Raunheim und Kelsterbach).

[Bearbeiten] Klima

Klimadiagramm 1961–1990[6]

Die ältesten Temperaturmessungen stammen aus dem Dezember 1695 und sind in der Chronik des Achilles Augustus von Lersner überliefert. Seit 1826 existieren kontinuierliche Messreihen[7], wenn auch für unterschiedliche Stationen. Heute bestehen in Frankfurt mehrere Stationen des Deutschen Wetterdienstes, darunter diejenige am Flughafen, deren Messreihen bis ins Jahr 1949 zurückreichen.

Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet liegen am nördlichen Ende der Oberrheinischen Tiefebene, die klimatisch zu den wärmsten Regionen in Deutschland zählt. Die Jahresmitteltemperatur liegt mit 9,7 °C (Langjähriges Mittel für den Referenzzeitraum 1961–1990) über der anderer deutscher Metropolen (Berlin 8,9 °C, Hamburg 9,0 °C, München 7,6 °C).

Das Frankfurter Klima ist deshalb insgesamt recht mild. In der Zeit von November bis Januar gibt es tagsüber im Mittel nur ein bis zwei Sonnenstunden. Im Winter liegt die mittlere Tageshöchsttemperatur im Januar bei etwa 3,8 °C, die mittlere nächtliche Tiefsttemperatur bei −1,1 °C (Referenzzeitraum 1971–2000). Schnee liegt im Januar im Mittel an etwa sieben Tagen; Die Schneehöhe liegt nur selten über zehn Zentimeter und der Schnee bleibt meist auch nicht lange liegen. Nur im Taunus nordwestlich der Stadt liegt im Winter häufiger Schnee.

Der Sommer ist mit Höchstwerten um 25° C (an durchschnittlich zehn Tagen im Jahr auch über 30 °C) recht warm. Dazu ist es leicht wechselhaft mit gelegentlichen Schauern oder Gewittern, jedoch ist dies mit täglich sieben bis acht Stunden auch die sonnenreichste Zeit. Vor allem in der Innenstadt kann es im Sommer manchmal recht schwül werden.

Die wärmsten Monate sind Juni bis August mit durchschnittlich 17,1 bis 19,4 °C und die kältesten Dezember bis Februar mit 1,6 bis 2,7 °C im Mittel. Die Extremwerte liegen bei −21,6° C im Januar 1929 und +39,2 °C im August 2003.

Die durchschnittliche Jahrestemperatur stieg im Mittel der Jahre 1971 bis 2000 um 0,4 auf 10,1 °C, die mittlere jährliche Niederschlagsmenge betrug 611 Millimeter. In der Innenstadt liegen die mittleren Temperaturen aufgrund des Mikroklimas um etwa 0,6 °C höher als am Flughafen, während die Niederschläge im Lee des Taunus geringer sind als im Umland.

Die vorherrschende Windrichtung ist West. Der meiste Niederschlag fällt im Juli mit durchschnittlich 63 Millimeter, der geringste im Februar mit 38 Millimeter im Mittel der Jahre 1971 bis 2000.[8]

[Bearbeiten] Stadtgliederung

[Bearbeiten] Stadtteile und Bezirke

Eingemeindungen von Frankfurt am Main

Die Stadt ist in 46 Ortsteile und diese wiederum in 118 Stadtbezirke aufgeteilt. Der flächengrößte Ortsteil ist Sachsenhausen-Süd. Die meisten Stadtteile sind eingemeindete Vororte oder auch ehemalige Städte (zum Beispiel Höchst). Einige, wie das Nordend, entstanden während des rasanten Wachstums der Stadt in der Gründerzeit. Andere wiederum entstanden aus Siedlungen, die bisher anderen Stadtteilen angehörten, wie beispielsweise Dornbusch und Frankfurter Berg.

Die 46 Ortsteile sind zu 16 Ortsbezirken zusammengefasst, die jeweils einen Ortsbeirat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden haben.

[Bearbeiten] Eingemeindungen

Bis 1866 bestand das Stadtgebiet von Frankfurt am Main aus dem Stadtbezirk mit den heutigen Stadtteilen Altstadt, Innenstadt, Bahnhofsviertel, Gutleutviertel, Gallus, Westend, Nordend. Ostend, Riederwald und Sachsenhausen einschließlich des Frankfurter Stadtwaldes sowie aus dem Landbezirk mit den acht Dörfern Bornheim, Hausen, Niederursel (zur Hälfte mit dem Großherzogtum Hessen), Bonames, Nieder-Erlenbach, Dortelweil, Oberrad und Niederrad. Nach der Annexion der Freien Stadt Frankfurt durch Preußen bildete deren ehemaliges Territorium den Stadtkreis Frankfurt. Ab 1877 wurden die Gemeinden des Stadtkreises, 1910 auch des 1885 gebildeten Landkreises Frankfurt, nach und nach in die Stadt Frankfurt eingegliedert. Die letzte Eingemeindung erfolgte 1976. Von den ehemaligen Frankfurter Dörfern gehört heute nur Dortelweil nicht wieder zum Stadtgebiet.

Siehe auch:

[Bearbeiten] Stadtbild

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Panoramaansicht vom Maintower. Die Blickrichtungen sind Osten (links), Süden (Bildmitte) und Westen (rechts).
Panoramaansicht vom Maintower. Die Blickrichtungen sind Osten (links), Süden (Bildmitte) und Westen (rechts).

[Bearbeiten] Altstadt und Innenstadt

Rekonstruierte Häuser an der Ostseite des Römerbergs
Stadtzentrum mit Hauptwache, Zeil und Katharinenkirche
Alte Stadtbibliothek

Wie bei vielen anderen deutschen Großstädten hat sich Frankfurts Stadtbild nach dem Zweiten Weltkrieg radikal geändert. Dies war bedingt durch die enormen Bombenschäden des Krieges und den darauf folgenden modernen Wiederaufbau, dem die Stadt ein autogerechtes Straßennetz und eine moderne, aber nicht innenstadttypische Altstadtbebauung verdankt. Von der ehemals größten zusammenhängenden Altstadt Deutschlands ist nur noch wenig übrig geblieben, von über 4.000 Fachwerkhäusern überlebte nur eines weitgehend unversehrt, das Haus Wertheym am Fahrtor. Um die vorletzte Jahrhundertwende wurden Straßendurchbrüche geschaffen (Braubachstraße) und ganze Quartiere abgerissen (Judengasse). Die Überreste der historischen Altstadt befinden sich rund um dem Römerberg, einem der bekanntesten Stadtplätze der Bundesrepublik. Die Grenzen des Stadtviertels Frankfurt-Altstadt entsprechen dem Verlauf der alten Stadtmauer des 12. Jahrhunderts, der sogenannten Staufenmauer. Dies entspricht etwa den Straßenzügen Neue Mainzer Straße-Kaiserstraße-Roßmarkt-Zeil-Kurt-Schumacher-Straße. In der Altstadt befinden sich auch der Frankfurter Kaiserdom und die berühmte Paulskirche. Ein Grafiker, der das alte Frankfurt des 17. Jahrhunderts detailgetreu in Stadtansichten darstellte, war Matthäus Merian.

Die heutige Innenstadt, 1333 als Neustadt gegründet, erlebte im frühen 19. Jahrhundert starke Veränderungen. Die barocke Stadtbefestigung mit ihren großen Bastionen, die seit dem 17. Jahrhundert die Alt- und die Neustadt umfassten, wurde geschleift und stattdessen die Wallanlagen als ringförmiger Park um die alte Stadt geschaffen. Das Fischerfeld wurde bebaut. Der Stadtplaner Georg Heß verfasste ein Statut, in dem geregelt wurde, wie die Neubauten aussehen sollten. Er verlangte, dass sich die Bauherren an den Stil des Klassizismus zu halten hätten. Ein Beispiel für den Frankfurter Klassizismus ist die 1820 bis 1825 entstandene und 1944 zerstörte Alte Stadtbibliothek, die als „Literaturhaus“ 2005 im Originalzustand wiederaufgebaut worden ist. In der Wallservitut wurde 1827 festgelegt, dass die in Spazierwege umgewandelten Wallanlagen nicht bebaut werden dürfen. Diese Bestimmung gilt noch heute, auch wenn die Stadt einzelne Ausnahmen zugelassen hat (Alte Oper, Schauspielhaus, Hilton-Hotel).

Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Hauptwache zum Mittelpunkt der Stadt. Die Zeil wurde zur Hauptgeschäftsstraße. Die 1678–1681 am Eingang der Zeil errichtete barocke Katharinenkirche, heute die größte evangelische Kirche Frankfurts, ist eng mit der Familie Goethe verbunden.

Die radikalste bauliche Veränderung vollzieht Frankfurt im Moment an der Einkaufsstraße Zeil. Dort entsteht derzeit auf dem ehemaligen Gelände der Telekom zwischen dem Eschenheimer Tor und der Zeil ein exklusives Einkaufszentrum, zwei Hochhäuser mit Büro- und Hotelnutzung sowie die Rekonstruktion des Palais Thurn und Taxis (erbaut 1727–1741, zerstört 1944) in einem dem Original ähnlichen Zustand. Für das PalaisQuartier genannte Projekt wurde u. a. das Fernmeldehochhaus, eines der ersten Frankfurter Hochhäuser aus dem Jahr 1956, abgerissen. Die Fertigstellung des Gebäudeensembles ist für Herbst 2009 geplant. Auf dem direkt nördlich angrenzenden Grundstück wurde das 1953 errichtete Rundschau-Haus der Frankfurter Rundschau abgerissen um Wohn- und Geschäftshäusern Platz zu machen. Das gesamte 2,25 Hektar große Areal wird vom niederländischen Projektentwickler Bouwfonds MAB bis 2010 neu bebaut.

[Bearbeiten] Gründerzeitliche Bezirke

Friedberger Warte im Nordend

Seit etwa 1830 entstanden außerhalb der Wallanlagen die Stadtteile Westend, Nordend und Ostend. Nach dem Bau des Hauptbahnhofes entstand in den 1890er-Jahren auch das Bahnhofsviertel auf dem Gelände der drei zuvor direkt westlich an den Anlagenring angrenzenden Westbahnhöfe.

Als Wohngebiete wuchsen vor allem die drei erstgenannten Stadtteile sowie das südlich des Mains gelegene Sachsenhausen enorm. Die Frankfurter Bürger wollten an die frische Luft. Heute lebt gerade mal ein Prozent der Bevölkerung innerhalb der ehemaligen Stadtmauern. Die Bebauung erfolgte entlang breiter Ausfallstraßen wie der Eschersheimer Landstraße oder der Bockenheimer Landstraße. Üblicherweise wurden vier Stockwerke im Wilhelminischen Gründerzeit-Stil gebaut – und dabei die Gebäude des Klassizismus größtenteils abgerissen und ersetzt. Die 1877 und 1895 eingemeindeten Stadtteile Bornheim und Bockenheim wurden in dieses Stadtbild integriert, erhielten neue Straßen und einen Anschluss an die Frankfurter Straßenbahn, konnten aber bis heute ihren eigenen Charakter bewahren. Anfang des 20. Jahrhunderts unter Oberbürgermeister Franz Adickes entstand der Frankfurter Alleenring, eine stark befahrene Ringstraße, welche die gründerzeitlichen Stadtviertel miteinander verband. Er folgt in weiten Bereichen etwa dem Verlauf der alten Frankfurter Landwehr.

Neben den Wallanlagen erhielt die Stadt im 19. Jahrhundert weitere Grünanlagen. Im Stadtteil Nordend-Ost befindet sich zum Beispiel der Bethmannpark mit seinem chinesischen Garten des Himmlischen Friedens. Im Nordend sind auch der Holzhausenpark und der Günthersburgpark gelegen. Weiter westlich im Stadtteil Westend-Nord liegt der Grüneburgpark, im Ostend der Ostpark.

[Bearbeiten] Höchst und die äußeren Stadtteile

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Panorama des Mainufers in Höchst
Panorama des Mainufers in Höchst

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden in mehreren Schritten die nördlich der Innenstadt gelegenen Stadtteile eingemeindet. Einige dieser Stadtteile hatten bereits bis 1866 zum Besitz der Freien Stadt Frankfurt gehört, andere waren zuvor nie mit Frankfurt verbunden. Um 1914 gehörte Frankfurt zu den flächenmäßig größten Städten Deutschlands. In den neuen Stadtvierteln errichtete Ernst May in den 1920er-Jahren große Wohnsiedlungen außerhalb des Alleenrings, die das Neue Frankfurt symbolisieren: Dazu gehören die Siedlung Römerstadt und die Siedlung Westhausen im Norden, die Siedlung Bornheimer Hang im Osten, die Hellerhofsiedlung sowie die Heimatsiedlung im Süden.

Das Stadtgebiet wuchs 1928 durch Eingemeindungen weiter. Die Stadt Höchst am Main bereicherte Frankfurt um eine Altstadt, die noch heute sehr gut erhalten ist und seit 1972 unter Denkmalschutz steht. Das älteste Gebäude Frankfurts befindet sich ebenfalls dort, die Justinuskirche. Die spätesten Eingemeindungen fanden 1972 und 1977 im Nordosten statt. Diese Stadtteile haben sich zum Teil bis heute ihren ländlichen Charakter bewahrt (Kalbach, Harheim, Nieder-Eschbach und Nieder-Erlenbach; dazu im Osten Bergen-Enkheim).

[Bearbeiten] Grüngürtel

Das Enkheimer Ried im Stadtteil Bergen-Enkheim

Der seit 1994 ausgewiesene Frankfurter Grüngürtel ist ein ringförmig um den Stadtkern gelagertes Landschaftsschutzgebiet. Es umfasst mit 8.000 Hektar etwa ein Drittel des Frankfurter Stadtgebiets und soll den weiteren Landschaftsverbrauch durch zersiedelnde Bebauung verhindern. Teile des Grüngürtels gehen nahtlos in den noch größeren Schutz- und Erholungsraum „Regionalpark RheinMain“ über.

Zum Grüngürtel gehört auch der 4.902 Hektar große Frankfurter Stadtwald im Süden der Stadt. Dieser zählt zu den größten innerstädtischen Wäldern in Deutschland und bedeckt die südlichen Teile von Schwanheim, Niederrad, Sachsenhausen und Oberrad sowie den nördlichen Teil des Stadtteils Flughafen.

Daneben zählen die Schwanheimer Düne, das Niddatal, der Lohrberg, der Huthpark, das Enkheimer Ried, das Seckbacher Ried, der Fechenheimer Mainbogen und zahlreiche Kleingartenanlagen zum Grüngürtel.

Der Palmengarten Frankfurt ist ein seit 1871 bestehender international renommierter Botanischer Garten, der etwa 2500 Pflanzenarten kultiviert. Direkt an diesen anschließend befinden sich der Botanische Garten Frankfurt und der Grüneburgpark. Diese drei Gärten bilden die größte innenstadtnahe Grünanlage Frankfurts.

[Bearbeiten] Geschichte

Hauptartikel: Geschichte von Frankfurt am Main

Stadtansicht (etwa 1612)

Frankfurt am Main wurde erstmals am 22. Februar 794 in einer Urkunde Karls des Großen für das Regensburger Kloster St. Emmeram erwähnt. In dem in Latein verfassten Dokument heißt es: „… actum super fluvium Moin in loco nuncupante Franconofurd“ – „gegeben (ausgestellt) am Flusse Main in einem Orte, genannt Frankfurt.“ Eine kontinuierliche Besiedlung des Domhügels ist allerdings schon seit jungsteinzeitlicher Zeit nachgewiesen. Am selben Ort entstand in der Folge ein römisches Militärlager und in merowingischer Zeit ein fränkischer Königshof. 843 wurde Frankfurt die zeitweise wichtigste königliche Pfalz der Ostfranken und Ort von Reichstagen. 1220 wurde Frankfurt freie Reichsstadt.

Die Goldene Bulle von 1356 bestätigte Frankfurt ab 1356 als ständige Wahlstadt der römischen Könige, nachdem hier schon seit 1147 die meisten Königswahlen stattgefunden hatten. Ab 1562 wurde der Kaiser auch in Frankfurt gekrönt, als letzter 1792 der Habsburger Franz II.

1806 mit dem Ende des Alten Reiches fiel Frankfurt unter die Herrschaft des Fürstprimas Karl Theodor von Dalberg, der es mit seinen Fürstentümern Regensburg und Aschaffenburg zu einem selbständigen Staat innerhalb des Rheinbunds vereinigte. 1810 trat Dalberg Regensburg an Bayern ab und wurde mit den Gebieten von Hanau und Fulda entschädigt. Zusammen mit der Stadt Frankfurt und dem Aschaffenburger Gebiet bildete dieser Territorialkomplex schließlich von 1810 bis 1813 das kurzlebige Großherzogtum Frankfurt.

Mit dem Zusammenbruch des napoleonischen Systems wurde Frankfurt am 14. Dezember 1813 von den siegreichen Alliierten einer provisorischen Verwaltung unter dem Präfekten Friedrich Maximilian von Günderrode unterstellt.

Die Nationalversammlung in der Paulskirche 1848

Auf dem Wiener Kongress plante das Königreich Bayern die Annexion Frankfurts, doch beschloss der Kongress am 8. Juni 1815 die Wiederherstellung Frankfurts als Freie Stadt innerhalb des Deutschen Bundes. Es war damit neben Hamburg, Bremen und Lübeck eine von vier Freien Städten, die ihre traditionelle Stadtfreiheit bis in die Zeit der Moderne behaupten konnten. Der Bundestag des Deutschen Bundes richtete sich in Frankfurt ein. 1848 kam es in den deutschen Staaten zur Märzrevolution. Die einberufene Nationalversammlung tagte in der Frankfurter Paulskirche.

Im Preußisch-Österreichischen Krieg 1866 blieb Frankfurt bundestreu. Die öffentliche Meinung stand eher auf Seiten Österreichs und des Kaisers, obwohl es auch in Frankfurt schon länger Stimmen gab, die aus wirtschaftlichen und außenpolitischen Gründen für einen freiwilligen Anschluss an Preußen plädierten. Am 18. Juli wurde die Stadt von der preußischen Rheinarmee besetzt und mit schweren Kontributionen belegt. Am 2. Oktober annektierte Preußen die Stadt, die damit endgültig ihren Status als unabhängiger Staat verlor; Frankfurt wurde dem Regierungsbezirk Wiesbaden der Provinz Hessen-Nassau zugeordnet, die Zahlung der Kontributionen erlassen. Als versöhnendes Symbol wurde 1871 in Frankfurt der Deutsch-Französische Krieg mit dem Frankfurter Frieden offiziell beendet.

Für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt zu einem Industriezentrum mit raschem Bevölkerungswachstum war die Annexion vorteilhaft. Frankfurt gemeindete im Laufe der nächsten Jahrzehnte zahlreiche umliegende Orte ein und verdoppelte seine Fläche gegenüber der Zeit vor 1866. Damit wurde es schließlich sogar Anfang des 20. Jahrhunderts für kurze Zeit Deutschlands flächengrößte Stadt.

Blick auf den Dom und die zerstörte Altstadt im Mai 1945

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden 11.134 Juden aus Frankfurt deportiert und ermordet. Im Zweiten Weltkrieg zerstörten alliierte Luftangriffe etwa 70 Prozent der Gebäude, darunter fast die komplette Alt- und Innenstadt. Das bis 1944 nahezu geschlossen mittelalterliche Stadtbild – in dieser Form bereits damals einzigartig für eine deutsche Großstadt – ging dadurch verloren, da der Wiederaufbau in den 1950er-Jahren sich nicht an den alten Strukturen orientierte. Weite Teile der einstigen Altstadt werden bis heute von den damals entstandenen nüchternen Zweckbauten und Verkehrsachsen geprägt.

Nach Kriegsende richtete die amerikanische Militärregierung in der Stadt ihren Hauptsitz ein. Anschließend wurde Frankfurt zum Verwaltungssitz der Trizone. Bei der Wahl zur Bundeshauptstadt unterlag Frankfurt gegen Konrad Adenauers Favoriten Bonn.[9] Ein Parlamentsgebäude war in Frankfurt bereits gebaut worden. Es beherbergt heute den Hessischen Rundfunk. In der Nachkriegszeit entwickelte sich die Stadt erneut zu einer wirtschaftlichen Metropole und wurde 1998 Sitz der Europäischen Zentralbank.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Zur Entwicklung der Einwohnerzahl siehe Einwohnerentwicklung von Frankfurt am Main (Tabelle mit Diagramm).

[Bearbeiten] Religionen

Hauptartikel: Religionen in Frankfurt am Main

Der Kaiserdom ist die größte Kirche der Stadt
Westendsynagoge, die größte Frankfurter Synagoge
Nuur-Moschee, die erste Moschee in Frankfurt

Als multikulturelle Vielvölkerstadt verfügt Frankfurt über zahlreiche religiöse Gruppierungen, von denen längst nicht alle offiziell registriert sind.

Bereits im siebten Jahrhundert existierte an der Stelle des Domes eine kleine Kirche. Seit Ende des 12. Jahrhunderts entstanden in rascher Folge zahlreiche weitere Kirchen und Kapellen, teils als Stiftungen Frankfurter Bürger, teils als Ordensniederlassungen.

1533 führte die Freie Reichsstadt die Reformation ein. Nach dem Augsburger Interim von 1548 wurden die katholischen Stiftskirchen und Klöster in Frankfurt an die katholische Kirche zurückgegeben, um den Konflikt mit dem katholischen Kaiser zu vermeiden und die städtischen Privilegien (vor allem die Messen und die Kaiserwahlen) nicht zu gefährden. Die wenigen verbliebenen Katholiken hatten seit dem Augsburger Religionsfrieden von 1552 Glaubensfreiheit, konnten jedoch bis 1806 nur in Ausnahmefällen das Bürgerrecht erwerben. Aus Frankreich kamen sogenannte Réfugiés, verfolgte Hugenotten, die die erste Gemeinde von Réfugiés in Deutschland im Jahre 1554 entstehen ließen. Die Reformierte Kirche durfte in Frankfurt erst ab 1786 eigene Kirchen errichten. 1866 schloss sie sich mit der lutherischen Kirche zu einer Frankfurter Landeskirche zusammen. Durch Zuwanderung im 18., vor allem aber im 19. und 20. Jahrhundert konnten die Katholiken zahlenmäßig nahezu wieder zu den Protestanten aufschließen.

Frankfurts evangelisch-lutherische Gemeinden gehören seit 1945 zur Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (außer Bergen-Enkheim, das zur evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gehört). Die katholischen Gemeinden gehören zum Bistum Limburg, außer Bergen-Enkheim (Bistum Fulda), sowie Harheim, Nieder-Erlenbach und Nieder-Eschbach (Bistum Mainz).

Neben den beiden großen christlichen Konfessionen sind auch orthodoxe Kirchen, altorientalische Kirchen, Freikirchen und andere christliche Glaubensgemeinschaften in Frankfurt vertrete, darunter die Altkatholische Kirche, die Neuapostolische Kirche und die Zeugen Jehovas.

Eine Jüdische Gemeinde wird in Frankfurt erstmals 1150 erwähnt. Zweimal, 1241 und 1349, wurden die Frankfurter Juden im Mittelalter Opfer von Pogromen. Von 1462 bis 1796 mussten sie in einem Ghetto, der Judengasse, leben. Erst 1806 wurden sie den übrigen Konfessionen gleichberechtigt. 1864 gewährte Frankfurt den Juden als einer der ersten deutschen Staaten die uneingeschränkte Gleichberechtigung.

Um 1930 lebten etwa 28.000 Juden in Frankfurt. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden fast alle deportiert oder vertrieben, die vier großen Synagogen während der Novemberpogrome 1938 zerstört. 11.134 Frankfurter Juden wurden während des Holocaust ermordet. Bei Kriegsende hatten nur etwa 160 in der Stadt überlebt. Bereits kurz nach Kriegsende wurde von deportierten osteuropäischen Juden eine neue jüdische Gemeinde gegründet. Sie ist heute mit ungefähr 7.200 Mitgliedern eine der großen Gemeinden in der Bundesrepublik. Größte Frankfurter Synagoge ist die Westendsynagoge.

Die 1959 in Sachsenhausen erbaute Nuur-Moschee der Ahmadiyya Muslim Dschamaat war die erste Moschee Frankfurts und die dritte Deutschlands. Inzwischen gibt es in Frankfurt eine Reihe weiterer Moscheen verschiedener islamischer Glaubensgemeinschaften.

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) hat ihren Hauptsitz für das Gebiet Europa Mitte in Frankfurt am Main und zwei Gemeinden in Höchst und Eckenheim. Der Frankfurt-Tempel in Friedrichsdorf war 1987 der erste mormonische Tempel in der damaligen Bundesrepublik. Außerhalb Frankfurts, in Hofheim-Langenhain, liegt seit 1964 auch das einzige Haus der Andacht der Glaubensgemeinschaft der Bahai in Europa.

[Bearbeiten] Politik

Petra Roth

Hauptartikel: Politik in Frankfurt am Main

Die Satzung von Frankfurt und die Hessische Gemeindeordnung bestimmen heute den konstitutionellen Aufbau der Stadt.

Frankfurt wird zurzeit von einer Koalition aus CDU und Grünen unter Oberbürgermeisterin Petra Roth regiert.

Aktuelle Themen, mit denen sich Magistrat und Stadtverordnete befassen, sind unter anderem der bevorstehende Ausbau des Frankfurter Flughafens oder der sogenannte Hochhausrahmenplan.

Frankfurt ist seit der Bundestagswahl 2002 in die Wahlkreise 183 und 184 aufgeteilt. Direktmandate bekamen Gregor Amann (SPD) und Erika Steinbach (CDU). Über die Landesliste zogen Hans-Joachim Otto (FDP) und Joschka Fischer (Grüne) (Nachrücker zum 01. September 2006 Omid Nouripour), sowie Wolfgang Gehrcke (Die Linke) in den Bundestag ein.

Siehe auch: Liste der Stadtoberhäupter von Frankfurt am Main

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

Städtepartnerschaften gibt es mit folgenden Städten[10]:

Ferner besteht seit 1967 eine Partnerschaft zwischen dem damals noch selbständigen Stadtteil Nieder-Eschbach und der Stadt Deuil-la-Barre (Frankreich).

Freundschaftsverträge gibt es mit folgenden Städten:

Seit 2006 besteht zudem ein Städtekontakt mit der südchinesischen Stadt Shenzhen zur Förderung der wirtschaftlichen Kooperation, seit März 2007 auch mit Tianjin.

[Bearbeiten] Stadthaushalt

Frankfurt hatte nach einer großzügigen öffentlichen Baupolitik in den 1980er-Jahren unter den CDU-Oberbürgermeistern Walter Wallmann und Wolfram Brück zeitweise die höchste Pro-Kopf-Verschuldung (ohne Stadtstaaten) Deutschlands (1993: 4.600 Euro pro Kopf). Die Verschuldung ging allerdings danach deutlich zurück, vor allem seit Mitte der 1990er-Jahre aufgrund des damaligen Sparkurses des Magistrats und seit 2000 aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung und einer vergleichsweise gemäßigten Ausgabenpolitik.

Aktueller Haushalt (2006): Die Verschuldung lag im Jahr 2006 bei nur noch rund 2.200 Euro pro Kopf und damit auf dem sechsten Platz unter den fünfzehn größten deutschen Städten (Bremen etwa 17.000, Berlin etwa 16.000, Hamburg etwa 13.000, Köln etwa 3.800, München rund 2.700 Euro pro Kopf).[11] Die hohen Steuereinnahmen und eine besonnene Steuerpolitik führen allmählich zu einem konsolidierten Haushalt, was eine Seltenheit in Deutschland darstellt.

Eckdaten Haushalt 2007[12]:

  • Gesamtvolumen: 2,54 Milliarden Euro (aktuell 2,89 Milliarden Euro)
  • Personalkosten der Stadt: 458 Millionen Euro
  • Ausgaben insgesamt: 2,49 Milliarden Euro

Nach Berechnungen von 2007 wuchs die Frankfurter Wirtschaftswelt wesentlich stärker als erwartet, so wird nun ein Überschuss von 350 Millionen Euro eingenommen.[13]

  • Die Stadt ermittelte an Besitztümern unter anderem:

1.145 Kilometer Straße; 44.266 Grundstücke; etwa 1.800 Gebäude; 58,6 Kilometer U-Bahn-Gleise; etwa 2.500 Pflanzenarten im Palmengarten; etwa 4.500 Tiere aus 580 Arten im Zoo; 4.902 Hektar Stadtwald.

Am 13. Juni 2008 veröffentlichte die Stadt ihre Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2007, mit der die Umstellung auf kaufmännische Buchführung eingeleitet wird. Die Stadt Frankfurt verfügt demnach über ein Vermögen von 12,52 Milliarden Euro, wovon 11,8 Milliarden auf das Anlagevermögen entfallen. Das städtische Eigenkapital liegt bei 8,29 Milliarden, das entspricht einer Eigenkapitalquote von 66,2 Prozent. Die Verbindlichkeiten lagen bei 1,8 Milliarden, die im Wesentlichen zur Deckung von Pensionsansprüchen gebildeten Rückstellungen bei 1,2 Milliarden.[14]

[Bearbeiten] Wirtschaft und Standortfaktoren

Das Bankenviertel von der Zeilgalerie aus gesehen
Flughafen Frankfurt am Main

Laut einer 2001 erstellten Rangliste der Universität Liverpool kann Frankfurt als die produktivste Stadt Europas (nach Bruttoinlandsprodukt pro Kopf) gelten (vor Karlsruhe, Paris und München).[15] Die Stadt ist heute eine der reichsten und leistungsfähigsten Metropolen Europas. Das macht sich auch an der hohen Anzahl internationaler Unternehmensvertretungen bemerkbar. In einer jährlichen Studie (2007) von Cushman & Wakefield wurde Frankfurt als der drittbeste Standort (nach London und Paris) für internationale Konzerne in Europa bewertet.[16]

[Bearbeiten] Arbeiten in Frankfurt

Der Frankfurter Flughafen ist die größte Arbeitsstätte Deutschlands. Frankfurt hat mit 922 Arbeitsplätzen auf 1000 Einwohner die höchste Arbeitsplatzdichte Deutschlands. Die hohe Zahl von ca. 600.000 Arbeitsplätzen bei nur etwa 650.000 Einwohnern führt dazu, dass Frankfurt die Stadt mit den meisten Einpendlern in Deutschland ist.

Die hohe Wirtschaftskraft der Stadt schlägt sich in den Kassen umliegender Städte und Gemeinden des Speckgürtels hauptsächlich im Vordertaunus nieder, die von überdurchschnittlichen Steuerzahlungen ihrer in Frankfurt verdienenden Pendler profitieren. Frankfurt selbst hat mit 2.119 Euro die höchsten Steuereinnahmen pro Einwohner unter den 50 größten Städten.[17] Die Stadt hat zudem das höchste Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner sowie pro Erwerbstätigen unter allen deutschen Großstädten.[18]

[Bearbeiten] Lebensqualität

Laut einer aktuellen Studie[19] belegt Frankfurt in einer Rangliste internationaler Großstädte mit der höchsten Lebensqualität weltweit den siebten, in Deutschland (nach Düsseldorf und zusammen mit München) den zweiten Platz. Andererseits steht Frankfurt seit Jahren an der Spitze der Kriminalitätsstatistik aller Kommunen in Deutschland. 2006 wurden 16.378 Delikte je 100.000 Einwohnern registriert.[20] Allerdings fließen unter anderem sämtliche am Flughafen registrierten Straftaten (z. B. Schmuggel und Passvergehen) mit in die Statistik ein.

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

Entgegen einer landläufigen Meinung sind in Frankfurt nicht nur Finanzunternehmen ansässig. In kaum einer anderen deutschen Stadt gibt es so viele international führende Unternehmen aus den verschiedensten Branchen, darunter Chemiekonzerne, Werbeagenturen (u. a. die Deutschland-Zentrale von Saatchi & Saatchi sowie eine Niederlassung von JWT), Softwareunternehmen und Call-Center. Die Konzernentwicklung sowie weitere bedeutende Abteilungen der Deutschen Bahn und die Tochtergesellschaft DB Netz befinden sich in der DB-Zentrale im Gallus. Frankfurt galt durch die Hoechst AG jahrelang als „Apotheke der Welt“. Der Industriepark Höchst ist einer der drei größten Standorte der chemischen und pharmazeutischen Industrie in Europa. Auch finden sich in Frankfurt die Deutschland-Zentralen von großen Lebensmittelkonzernen wie Nestlé und Ferrero, sowie der Sitz der größten Brauereigruppe Deutschlands, der Radeberger Gruppe. Mit PricewaterhouseCoopers hat eine der vier größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften ihren Deutschland-Sitz in Frankfurt. Von den verbliebenen drei haben KPMG und Deloitte Touche Tohmatsu eine Niederlassung in Frankfurt, Ernst & Young hat eine Niederlassung jenseits der Stadtgrenze in Eschborn. Einige der größten Unternehmensberatungen wie McKinsey, Boston Consulting Group und Bain & Company sind ebenfalls in der Stadt vertreten.

[Bearbeiten] Finanzsektor

Frankfurt am Main ist als internationaler Finanzstandort und Börsenplatz weltweit bekannt. Im Frankfurter Bankenviertel in der Innenstadt befinden sich die Unternehmenszentralen der drei größten deutschen Banken [21]. Die Zentrale der Deutschen Bank liegt an der Mainzer Landstraße in der Nähe der Taunusanlage. Der Konzernsitz der Commerzbank ist das zweithöchste Bürogebäude Europas. Die Dresdner Bank wird ebenfalls von Frankfurt aus geleitet. Sie gehörte seit 2001 der Allianz SE mit Sitz in München an, 2008 wurde sie von der Commerzbank übernommen. Bis Ende 2009 wird der Name „Dresdner Bank“ wegfallen und durch den Namen des neuen Eigentümers ersetzt werden.

Die DZ Bank ist eines von zwei Zentralinstituten des genossenschaftlichen Finanzsektors. Die fünftgrößte Bank Deutschlands hat ihren Sitz an der Mainzer Landstraße im Westend.

Ebenso findet sich die größte deutsche Direktbank, die ING-DiBa, in Frankfurt. Zudem haben einige bedeutende Privatbanken ihren Hauptsitz in Frankfurt, diese sind u. a. die SEB AG, das Bankhaus Metzler, Hauck & Aufhäuser, Delbrück Bethmann Maffei, die BHF-Bank, die Corealcredit Bank und die DVB Bank.

Zu den großen Privatbanken kommen noch die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), DekaBank, Union Investment, Rentenbank, Frankfurter Sparkasse und Frankfurter Volksbank. Die meisten der beinahe 300 weiteren Banken sind keine inländischen Unternehmen.

Mit den von der Deutsche Börse AG betriebenen Handelsplattformen Frankfurter Wertpapierbörse und XETRA ist Frankfurt der zweitgrößte Aktienmarkt Europas und wickelt den Löwenanteil des deutschen Wertpapierhandels ab. Gemessen an der Marktkapitalisierung ist die Deutsche Börse AG die größte Börse der Welt.

[Bearbeiten] Automobilhersteller

Frankfurt ist Sitz zahlreicher Deutschland- und Europazentralen ausländischer Automobilkonzerne, wie Fiat (mit Alfa-Romeo und Lancia) und Kia. Vor den Toren der Stadt residieren neben Opel in Rüsselsheim auch noch Jaguar und Saab, im angrenzenden Mörfelden hat Seat Deutschland seinen Hauptsitz. Der japanische Hersteller Mazda betreibt in Oberursel ein Designzentrum. In Offenbach am Main ist der Sitz der Nord-Europa-Zentrale sowie der Entwicklungs- und Designabteilung von Honda und der europäischen Vertriebszentrale von Hyundai.

Darüber hinaus ist auch die Zulieferindustrie stark vertreten. So ist die Continental AG mit Produktions-, Verwaltungs- und Entwicklungsstandorten in Frankfurt, Eschborn, Schwalbach, Karben und Friedberg vertreten. Die Automobil-Hersteller und Zulieferer der Region haben sich im Automotive Cluster Rhein Main Neckar zusammengeschlossen.

[Bearbeiten] IT- und Telekommunikationsunternehmen

Frankfurt ist der Sitz zahlreicher Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche. Dazu zählen große konzerngebundene Unternehmen wie T-Systems, DB Systel und Sparkassen Informatik. Die Telekommunikationsdienstleister Colt und Level 3 sowie der Telekommunikationsausrüster Avaya haben hier ihre Deutschlandzentrale. Das Internationale Netzmanagement-Center (INMC) am Europaturm koordiniert und sichert den Betrieb des globalen Sprach- und Datennetzwerkes der Deutschen Telekom AG. Die Firma Crytek ist ein renommierter Hersteller von Computerspielen, ebenso haben Atari-Deutschland und Konami-Europe hier ihren Sitz. Eine besonders hohe Konzentration von IT-Unternehmen findet sich in ehemaligen Industriegebieten entlang der Hanauer Landstraße, der Mainzer Landstraße und der Gutleutstraße. Im Großraum Frankfurt finden sich IT-Unternehmen vor allem in Bad Homburg, Eschborn, Kronberg, Langen und Neu-Isenburg.

[Bearbeiten] Verbände und Normenkommissionen

Auch Verbände wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI), der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) mit der angeschlossenen elektrotechnischen Normenkommission (DKE im DIN und VDE), der Bundesverband des Deutschen Versandhandels und der Verband der deutschen Automobilhersteller (VDA) siedelten sich in Frankfurt an. Der VDA richtet auch alle zwei Jahre die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt aus. Zudem hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der auch die Buchmesse organisiert, seinen Sitz in Frankfurt. Die DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V., eine gemeinnützige wissenschaftlich-technische Gesellschaft, verleiht zahlreiche wissenschaftliche Preise und organisiert alle drei Jahre zusammen mit der Messe Frankfurt die Achema, die weltgrößte Messe für Chemische Technik, Umweltschutz und Biotechnologie.

[Bearbeiten] Gewerkschaften

Die Arbeitnehmerseite ist in Frankfurt mit dem Hauptsitz der Gewerkschaften IG Metall, der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer und der IG Bauen-Agrar-Umwelt vertreten.

Ein Wahrzeichen der Stadt: der