Ein Gradnetz dient zur eindeutigen Festlegung von Punkten auf einer Rotationsfläche (z. B. Kugel oder Ellipsoid)
Ähnlich wie in der Ebene ein rechtwinkeliges Koordinatensystem definiert werden kann, kann man auch auf der Kugeloberfläche ein derartiges Gitter definieren. Dieses besteht aus:
Voraussetzung ist, dass die Pole und der Mittelpunkt der Erde bekannt sind.
Breiten- und Längenkreise werden in Graden gezählt:
Diese Zählweise ähnelt den in der Mathematik allgemein üblichen Kugelkoordinaten. Außerdem hat sie den Vorteil, dass sie unabhängig vom Radius der Kugel ist. Durch Angabe der Länge und der Breite ist jeder Punkt auf der Kugel eindeutig definiert.
Das Gradnetz der Erde kann bei der Erstellung einer Landkarte mit auf der ebenen Karte abgebildet werden. Je nachdem welche Kartenprojektion verwendet wird, wird eine Masche des Gradnetzes als Quadrat, Rechteck, Trapez oder Sektor eines Kreisrings dargestellt.
Anstelle des Gradnetzes kann in Karten auch ein anderes Koordinatensystem als Gitternetz eingetragen sein und für Ortsangaben verwendet werden. So wird z. B. vom Militär das sogenannte UTM-Gitter (MGRS) verwendet.