Das Graffiti-Writing hat ein vielfältiges Sprach- und Technikrepertoire entwickelt. Obwohl die meisten Writer mit dem Jargon vertraut sind, bezeichnen sich viele trotzdem einfach nur als "Maler" statt als "Writer" und sprechen von "Dosen", nicht von "Cans". Des Weiteren können sich Ausdrücke auch regional unterscheiden.
[Bearbeiten] #
Ein Piece im 3D-Style von
DAIM
- 3D-Style
- Beim 3D-Style/-Stil werden die Konturen der Buchstaben ohne Outlines allein durch Licht- und Schattensetzung definiert. Besonders durch die Entwicklungen von DAIM (Hamburg), Delta (Niederlande) und Erni (USA) ist mittlerweile der 3D-Style weltweit in der Writing-Szene etabliert.
[Bearbeiten] A
- Aerosol
- Stoffgemisch aus einem gasförmigen Medium und homogen darin verteilten festen bzw. flüssigen Bestandteilen (sog. Schwebstoffe). Hier Druckgas und Farblack
- Aerosol-Junkie
- Scherzhafte Selbstbezeichnung einiger Sprayer
- All City King
- Writer, der in der ganzen Stadt gemalt hat, und dadurch überall präsent ist mit seinen Bildern und dementsprechend Fame (Ruhm) erlangt hat
- ätzen
- siehe Etching
[Bearbeiten] B
- Babu
- Ausdruck in der Writersprache für Bahnpolizei/Bahnpolizist
- Background
- Hintergrund des Pieces. Ursprünglich bestand dieser meistens aus Bubbles/der Cloud oder einfarbigen Flächen, heute werden oft auch ganze Bildkompositionen, Landschaften oder grafisch aufwändige Farbverläufe gesprüht.
- Backjump
- Auf ein bewegliches Objekt zu sprayen, während dieses kurzzeitig zum Stehen kommt (z. B. auf einen Zug an einer Haltestelle)
- Backpiece
- Auf den Rücken einer Jacke aufgenähtes Stück bemalten Stoffes bzw. aufgemaltes Piece zu Erkennungszwecken
- Backspin
- Graffiti und HipHop-Magazin aus Hamburg, der Begriff stammt allerdings aus dem Deejaying und B-Boying und nicht aus der Writer-Sprache
- Battle
- (Ursprünglich) gewaltfreier, künstlerischer Graffiti-Wettkampf zwischen Writern oder Crews. Der Sieger erntet Fame (Ruhm) und gilt anschließend allgemein als der bessere Writer. Neutrale Schiedsrichter werden aus unbeteiligten Crews herangezogen. Bewertet wird dabei vorrangig der Style, es gibt aber auch andere auf Quantität ausgerichtete Formen des Battle.
- Bench (Bank)
- War ursprünglich ein Treffpunkt für Writer auf Bahnhöfen um nach vorbeifahrenden bemalten Zügen Ausschau zu halten, diese zu fotografieren, darüber zu diskutieren sowie Neuigkeiten und teilweise auch Blackbooks auszutauschen. Dabei lernten jüngere Writer auch viel von den erfahreneren (Knowledge). Heutzutage ist das Benching ein eher selten und meist allein praktizierter Zeitvertreib, wenn z. B. Trainwriter auf ihre vorher bemalten Züge warten.
- biten
- Das Kopieren, Nachahmen eines fremden Styles oder gar Namens aus Unkenntnis oder mangelnder Kreativität. Das häufige biten macht es für den Betrachter schier unmöglich, den tatsächlichen Urheber eines Graffiti zu ermitteln; weiterhin kommt es auch durch die Vielzahl der Sprayer zu mehrfachen Namensbelegungen.
- Biter
- Writer, der lediglich Stile (oder Namen) Anderer nachahmt/kopiert (siehe: "biten"). Biter belegen in der Hierarchie des Writing den untersten Rang. (s. Toy)
- Blackbook
- Buch, das zum Skizzieren von Graffiti dient und in das häufig auch Fotos eingeklebt werden. Weitere Formen sind das Sketchbook, das nur Skizzen enthält, und das Travel- oder Guestbook, in das Bekannte des Writers zeichnen. Es findet keine klare Abgrenzung zwischen diesen Formen statt, sodass sich beispielsweise in einem Blackbook auch Bilder von anderen Writern befinden können.
- Block(s)
- Der einfachste 3D-Effekt, um dem Style Tiefe zu geben
- Blockbuster
- Große, eckige Buchstaben, die häufig an Western-Typografie erinnern und auch für Außenstehende gut lesbar sind
- Bombing
- Schnelles, wenig aufwändiges, auf Quantität ausgelegtes Sprühen, 2-farbig (meistens schwarz-chrom) (s. auch Quickpiece, Throw-up)
- Boss
- Sicherheitsbeauftragter von Nahverkehrsbetrieben
- Bubbles
- Runde blasen- oder kreisförmige Farbflächen; häufig im Background oder Fill-in zu finden
- buffen (englisch ausgesprochen)
- Das Entfernen von Graffiti von Wänden oder Zügen
- Bubblestyle
- Bilder, die aus runden Elementen bestehen und aussehen, als seien sie aufgeblasen. Erfinder dieses Styles ist der New Yorker PHASE2
- Burner
- Besonders gelungenes, auffällig gutes Piece; häufig auch an besonders günstigen auffälligen Plätzen
- Bust/gebustet werden
- Das Auffassen eines Writers durch die Polizei oder die Bundespolizei
[Bearbeiten] C
- Can
- Sprühdose
- Caps
- Sprühköpfe, die den Lack beim Entweichen aufgrund des Druckes in der Dose zerstreuen lassen. Es gibt verschiedene Arten von Caps, die sich im wesentlichen durch die Stärke ihres Sprühstrahls und die damit einhergehende Linienstärke auf der Wand unterscheiden, z. B.
- Fatcaps: breiter Strahl, viel Farbe, für großflächige Füllungen
- Skinnycaps: Skinnies: dünner Strahl, für Outlines
- Softcaps: dünner Strahl, wenig Farbe, für Farbübergänge
- Character
- Häufig comicartige, figürliche Darstellungen in Graffitibildern. Ein für seine Character berühmter Writer in Deutschland ist Can 2 aus Mainz. Die amerikanischen Old School-Writer entlehnten häufig Comiccharaktere des Zeichners Vaughn Bodé.
- Checker
- Sicherheitsbeauftragte privater Firmen; auch Bezeichnung für eine Person, die vor dem Malen für andere Writer überprüft, ob eben solche, oder auch Polizei oder Putzer zugegen sind, die einen beim Besprühen diverser Objekte stören könnten
- Cloud
- Meist einfarbiger und eindimensionaler Hintergrund eines Pieces (siehe: Background)
- Comment
- Ein Comment ist ein neben das Bild gesprühtes Statement oder ein Gruß (Fuck Police, One Love World Wide etc.)
- Concept Wall/Mural
- Ist ein aufwändiges großflächiges Gesamtwerk verschiedener Writer, die eine Wand mit einem Bild zu einem bestimmten Thema bemalen
- Corner
- Treffpunkt für Writer
- covern
- Das vollständige Übermalen eines anderen Pieces (siehe: going over)
- Crew
- Zusammenschluss von Writern zu einer gangähnlichen Verbindung. Die Namen der Crews werden meistens mit mehreren Buchstaben abgekürzt z. B. SUK (Stick up Kids) UA (United Artists). Allerdings finden auch oftmals Zahlen Verwendung als Gruppeninitial, zum Beispiel im bundesweit operierenden Verbund "25", oftmals auch der Postleitzahl des bewohnten oder repräsentierten Gebietes entnommen. Die Mitglieder einer Crew erhöhen deren Bekanntheitsgrad, indem sie das Crewkürzel ähnlich wie ihr eigenes Pseudonym in Bildern verarbeiten.
- crossen
- Das Zerstören eines fremden Graffiti-Bildes durch Übermalen (Zutaggen) oder Durchstreichen
[Bearbeiten] D
- Destroyline/Terrorline
- Lange, durchgezogene Linie, die eine Fläche oder ein gemaltes Bild zerstört. Zeichen der Verachtung ("Disrespect") gegenüber dem Maler, dessen Bild gecrosst wurde, bzw. Zeichen des Unmutes über eine z. B. frisch gebuffte Wand.
- Diss/dissen
- Jemanden verachten, erniedrigen
- Dose/Zotti
- Sprühdose
- Drip/Drop
- Herunterlaufende Tropfen bei zu dick aufgetragener Farbe. Häufiger Anfängerfehler, teilweise auch gewolltes Stilmittel.
Graffiti als städtische Auftragsarbeit, Freiberg am Neckar
[Bearbeiten] E
- End to end (E2E)
- Zugbild, das sich über die Gesamtlänge eines Waggons erstreckt
- Edding
- Beliebtes Werkzeug zum taggen - alternativ zur Spraydose. Wasserresistenter Filzstift in verschiedenen Breiten und Farben, in den dicken Versionen ursprünglich wohl eher zum Beschriften von Ladenschildern entwickelt.
- Etching
- Mit Hilfe von selbst gebauten (meistens mit Fluorwasserstoffsäure gefüllten) Markern Ätzspuren hinterlassen. Wegen der hochgiftigen Säurereste auf dem Objekt, die auch bei kleinen Ätzwunden in den Stoffwechsel eindringen, lebensgefährlich für andere Menschen.
[Bearbeiten] F
- Fading
- Fließender Übergang zwischen zwei Farben innerhalb eines Bildes
- Fame (Ruhm)
- Hohes Ansehen und Bekanntheit bei anderen Writern, Ziel und Motivation vieler Maler
- Family Couple
- Dreifaches-Wholecar, der aus drei vollständig bemalten Waggons besteht, welche immer zusammen bleiben und nicht durch die Bahn getrennt werden. Heutzutage eher selten anzutreffen, weil Züge meist recht schnell gereinigt werden (siehe Married Couple)
- Fill-in
- Die Füllung der Buchstaben, Fläche innerhalb der Outlines, entweder einfarbig, z. B. mit Chrom (siehe Silverpiece), oder mehrfarbig
- First Outline
- Linien, mit denen das zu sprühende Bild vorgerissen wird; Pieces die nur aus der First Outline bestehen werden als Outliner bezeichnet
- Flying Panel
- Kleineres Zugbild über die Fenster gesprüht, ohne dass es dabei die Unterkante des Zuges erreicht
- Freestyle
- Bei Freestyle-Pieces konstruiert der Writer sein Bild, während er malt ohne auswendig gelernte Styles oder Skizzen zu benutzen.
- Flop
- Regionale Bezeichnung für ein Throw-Up
- Flow
- Fluss der Farbe oder auch der Stimmung des Styles
[Bearbeiten] G
- going over (auch covern)
- Bilder anderer Sprüher vollständig übersprayen; in der Szene nicht gern gesehen und genutzt als Mittel, anderen Writern zu schaden (vgl. Crossen).
[Bearbeiten] H
- Hall of Fame (engl. Ruhmeshalle)
- Flächen, die meistens legal zu besprühen sind, und auf denen die Writer vor allen Dingen qualitativ hochwertige Pieces anbringen. Der eigentliche Unterschied zu anderen Flächen im öffentlichen Raum ist, dass zu den Halls Of Fame Writer kommen, um die Werke zu betrachten, und nicht die Werke zu den Writern kommen (wie beispielsweise besprühte Züge an den Bahnhöfen), häufig liegen sie sogar im Verborgenen. Bekannte Halls Of Fame in Deutschland sind, bzw. waren, zum Beispiel der Bunker in Dortmund, der Mauerpark (dort ist es inzwischen illegal zu sprühen) die Alte Feuerwache und der S-Bhf.Priesterweg in Berlin, der alte Flughafen in München, der Hawerkamp in Münster und die Live Music Hall in Köln. Halls Of Fame haben oft eine lange Tradition und dienen als Battleort und Treffpunkt für Writer. Ist eine Hall Of Fame gut besucht und unter vielen Writern bekannt, wird sie oft auch von Künstlern aus aller Welt besucht.
- Highlights
- Lichtreflexe, die meistens in Form von Lichtpunkten (ein Zentrum mit Fading außen herum) in und an den Buchstaben verwendet werden, um bestimmte Stellen des Pieces hervorzuheben
- High Lines
- Second Outline, die nicht direkt auf der Outline aufliegt, sondern mit einem Abstand zu dieser um das Bild gezogen wird
- Hit
- Andere Bezeichnung für Tag, heute kaum mehr gebräuchlich
- Hot Spot
- Zum Sprühen vorgesehener Ort, der aufgrund von starkem Verkehrsaufkommen oder vielen Passanten ein besonders hohes Maß an Aufmerksamkeit und Schnelligkeit fordert
[Bearbeiten] I
- Inlines
- (Meistens weiße) Linien, die am Innenrand eines Buchstaben entlang gehen und benutzt werden, um das Bild plastischer erscheinen zu lassen
- Inside
- Ein Tag oder Piece innerhalb eines geschlossenen Raum, v.A. in Zügen
- Inside Piece
- Ein Piece (meistens Throw Ups) in einem Zug oder geschlossenem Raum
- Ink
- Farbe (meist Nachfülltinte für Marker)
- Inside Bombing
- Ein Tag oder Piece innerhalb eines geschlossenen Raumes, wie zum Beispiel in Eisenbahn-Wagen
[Bearbeiten] J
- Junkie-Cap
- Sprühaufsatz, in den eine Kanüle eingearbeitet ist, um extrem feine Linien sehr langsam ziehen zu können
[Bearbeiten] K
- Kanne
- Anderes Wort für Sprühdose
- killen
- Sämtliche Bilder eines Writers crossen oder übermalen
- King
- Anerkannter, respektierter, herausragender Writer mit viel Fame; da es schwierig ist, in allen Bereichen King zu sein, gibt es diverse Unterkategorien wie etwa "King of the Line", "King of Style" oder "King of Bombing"
[Bearbeiten] L
- Lay-Up
- Kleine Zugabstellanlagen, während die offizielle Bezeichnung der Bahn dafür Kehranlage lautet. Oft sind dieses Endhaltepunkte oder Knotenpunkte, an denen einzelne Züge zu Reinigungszwecken abgestellt und nach kurzer Zeit wieder herausgefahren werden.
- Line
- Bahntrasse (Zuglinie)
- Legende
- Ein Writer, den jeder kennt und respektiert (Can2, seen, cope2, ...); ist unter anderem durch verschiedene Styles und Orte bekannt
[Bearbeiten] M
- Maler
- Kurz für Graffiti-Maler.
- malern
- Die Ausführung eines Bildes mithilfe von meistens gewöhnlicher Wandfarbe und Rollen und/oder Pinseln (siehe Streichbombing)
- Marker
- Filzstift zum Anbringen von Tags (siehe Edding)
- Married Couple
- Doppel-Wholecar, das aus zwei einseitig vollständig bemalten Waggons besteht, welche immer zusammen bleiben und durch die Bahn nicht getrennt werden. Heutzutage eher selten anzutreffendes Phänomen, weil Züge im Allgemeinen recht schnell gereinigt werden.
- Masterpiece
- Das beste Bild eines Writers, der Writer legt selbst fest welches dieses ist; ursprünglich Bezeichnung für jedes Piece
- mullern
- Ein anderes Wort für malen gehen
[Bearbeiten] N
- Nase
- Anderes Wort für drip
- Newcomer
- Writer, der zwar noch neu im Genre aber bereits über das Stadium des Toy hinaus ist
[Bearbeiten] O
- Oneliner
- Ein Throw-Up oder Tag, dessen Buchstaben in einem Zug, ohne abzusetzen, geschrieben werden
- One-Man-Wholecar
- Bezeichnung für eine Zugwaggon, der über die gesamte Länge, sowie Höhe von einem einzelnen Writer in einer Aktion besprüht wurde; daneben gibt es z. B. auch den One-Man-End2End
- Outline
- Die unmittelbare Umrandung bzw. Kontur der einzelnen Buchstaben. Des Weiteren gibt es die Second-Outline (auch Frameline genannt), die den gesamten Schriftzug umrahmt.
- Outliner
- Bild, das nur aus der Outline besteht
- Overkill
- Abspringen/Abplatzen des Sprühkopfes einer Dose. Dabei spritzt die Farbe aus der Dose heraus und die Dose wird unbrauchbar.
[Bearbeiten] P
- Panel
- Allgemeine Bezeichnung für ein Zugbild unter den Fenstern. Ursprünglich bezeichnete dieser Begriff nur Pieces, die zwischen zwei Waggontüren als Window-down gesprüht waren.
- Piece (kurz für Masterpiece)
- Eigentlich Bezeichnung für ein aufwändiges, meistens mehrfarbiges und großflächiges Graffiti. Häufig wird es aber auch als allgemeine Bezeichnung für ein gesprühtes Bild benutzt. SUPERKOOL 223 soll 1971 als erster ein Piece gesprüht haben.
- Pochoir
- Art des Graffiti mit Schablonen ausgeübt, um möglichst oft und schnell dasselbe Bild an Wände zu sprühen und um das Territorium zu markieren. Bekannte Pochoir-Künstler sind Blek le Rat (welcher als Begründer der Pochoirbewegung gilt), Banksy (aus England) und Thomas Baumgärtel (dessen Bananen-Pochoir inzwischen sehr bekannt geworden ist).
- Policeline
- Linie, die mit einer Sprühdose oder einem Marker an Zügen oder Wänden über mehrere Meter gemalt wird, während der Writer zum Beispiel vor der Polizei flieht.
[Bearbeiten] Q
- Quick/Quickpiece
- Schnell gesprühtes Piece, das meistens aus Zeitmangel wenig aufwendig gestaltet ist. (s. Bombing, Throw-up)
[Bearbeiten] R
- racken
- Das Stehlen von Sprühdosen
- Respect
- Anerkennung fremder Skills und Werke, sowie anderer Writer allgemein
- Rooftop (Hausdach)
- Graffiti auf Dachvorsprüngen
[Bearbeiten] S
- Second Outline
- Die Umrandung der Outline (optional); auch Frameline genannt
Schablonen/Stencils/Schabls/Pochoirs
- Sprühschablonen (siehe Pochoir)
- scouten
- Für einen anderen Writer "Schmiere stehen"
- Scrapyard/Trashyard
- Yard, in dem nur bereits ausgemusterte und zur Verschrottung bereit stehende Bahn-Waggons abgestellt werden
- Scratching/scratchen
- Anbringen von Tags durch das Zerkratzen glatter Oberflächen (meistens Fensterscheiben) mit Steinen, Sandpapier, Schlüssel etc. oder speziellen "Scratchern"
- Silverpiece
- Bild, dessen meistens einfarbige Outlines (häufig Schwarz oder Hitzerot) lediglich mit Chromsilber ausgefüllt sind
- Sketch
- Skizzen oder schnelle Ideenmuster auf Papier z. B. in Blackbooks
- Skills
- Fertigkeiten im Umgang mit Buchstaben und der Dose
- Sponge
- Ein "Schwamm" oder ein "Filz", der die Farbe aus einem Marker aufnimmt
- Spot (Platz/Stelle)
- Explizit ausgewählte Orte, die zum Malen eines Bildes geeignet sind/wären
- Spucki
- Bezeichnung für einen Aufkleber, den man anlecken muss, damit dieser haftet
- Sticker
- Bezeichnung für einen Aufkleber, mit dem man seinen Namen oder seine Crew bekannt macht. Meistens werden Aufkleber von der Post (Päckchen oder Paket) oder auch Werbeaufkleber verwendet, da diese gratis erhältlich sind; werden hauptsächlich zur Namensverbreitung eingesetzt, da man sie schnell und überall anbringen kann.
- Strange Style
- Buchstaben, die sich nicht in gängige Raster einordnen lassen und deshalb fremdartig wirken
- Streetart
- Eine Form von Graffiti, bei der Sprühdosen eine untergeordnete Rolle spielen. "Erlaubt" sind alle Materialien. Häufig werden hierbei auch Schablonen benutzt, oder Sticker verwendet, die den Namen des Künstlers zeigen, aber auch Slogans, Phantasiefiguren, oder Gegenstände werden abgebildet. Jegliches Objekt im meistens urbanen Raum kann ein Teil von Streetart-Werken sein.
- Streetbombing
- Sprühen von Tags und Throw-ups auf offener Straße, mit der Absicht den Namen so oft wie möglich zu hinterlassen
- Streichbombing/Rollerbombing
- Ist ein Graffiti, das mit Hilfe von gewöhnlicher Wand- oder Lackfarbe und Pinseln/Farbrollen/Streichpads gefüllt wird. Manchmal werden auch die Outlines mit Rolle gestrichen.
- Style
- Schlüsselbegriff des Graffiti, bezeichnet die spezielle Art der Kreation, bzw. das Charakteristikum in den Bildern eines Writers. Dazu gehört u. a. das individuelle Gestalten von Buchstaben, sowie das Einsetzen bestimmter Stilelemente, so dass ein stimmiger, eigener Stil entsteht. Einen guten (eigenen und möglichst einzigartigen) Style zu kreieren gilt als erstrebenswert und ist das höchste Ziel eines Writers. Es werden auch einzelne Pieces als Styles bezeichnet.
- Swing
- Schwung der Buchstaben bzw. des gesamten Pieces
[Bearbeiten] T
- Tag
- Signaturkürzel, welches das Pseudonym eines Writers darstellt. Gilt als die Urform des sich daraus entwickelten Piece. Häufig als "Unterschrift" unter gesprühten Bildern zu finden, gilt aber auch in der jugendlichen Gang-Kultur als territoriale Markierung. Zum Anbringen der Tags werden neben der Sprühdose oft auch dicke wasserfeste Stifte benutzt. Vorrangiges Ziel dabei ist es, einen guten und innovativen Style zu haben, sekundäres Ziel, in einer Stadt, einem Bezirk oder einer Gegend, möglichst präsent zu sein. Dadurch entsteht eine Art von Wettkampfkultur.
- taggen
- Die Ausführung eines Tags (Verb)
- Throw-up (kurz T-up)
- Schnell gemaltes Bild, dessen Outline nur mit einer raschen Schraffierung gefüllt ist bzw. das gar nicht gefüllt ist (s. Bombing, Quickpiece); auch als Flop bezeichnet
- Top to Bottom (T2B)
- Ein Zugbild, das die gesamte Höhe eines Zugwaggons einnimmt, also von ganz oben bis ganz unten geht, dabei aber nicht die gesamte Länge des Waggons einnimmt (s. Wholecar).
- Toy
- Bezeichnung für einen unerfahrenen (schlechten) Writer.
- toyen
- Bild oder Tag eines anderen Writers mit dem Begriff "toy" markieren bzw. crossen; häufig der Fall, wenn ein Tag mit einer Krone verziert ist, um sich selbst als King darzustellen.
- Trainbombing/Trainwriting
- Allgemeine Bezeichnung für das Besprühen von Zügen.
- Train-yard
- Abstellgelände für Bahnwaggons
- Trashyard
- siehe Scrapyard
- Turf
- Revier, in dem ein Writer/eine Crew aktiv ist; ursprünglich Bezeichnung für ein Ganggebiet
[Bearbeiten] U
- Underground
- Sprühen im Untergrund, z. B. U-Bahn oder Wände in einer U-Bahnhaltestelle
[Bearbeiten] W
- wack/wak/whack/weak (deutsch schlecht/schwach)
- Bezeichnung für schlechtes Graffiti oder einen schlechten Writer
- watchen (deutsch "beobachten")
- Die Umgebung bzw. spezifische Objekte im Auge behalten, während andere Leute sprühen
- Watchman/Watcher
- Person, welche die Umgebung bzw. spezifische Objekte im Auge behält, während andere Leute sprühen
- Wholecar
- Bezeichnung für einen einzelnen Zugwaggon, dessen komplette Höhe und Länge mit Graffiti in einer Aktion bemalt wurde
- Wholetrain
- Bezeichnung für einen Zug, dessen Waggons von oben bis unten in einer Aktion bemalt wurden. Im Gegensatz zum Wholecar, besteht ein Wholetrain aus mehreren einzelnen Wholecars. Bei einem Wholetrain müssen wirklich alle Waggons bemalt sein.
- Wildstyle
- Als Wildstyles werden Bilder bezeichnet, die sehr kompliziert aufgebaut werden und deren Elemente wild verschlungen sind. Oft sind diese Bilder auch von erfahrenen Sprühern nicht lesbar. Als einer der Erfinder dieses Stils gilt PHASE2 aus New York. Er machte die ersten entscheidenden Schritte in Richtung Wildstyle. Weiterhin ist unbedingt DONDI im Zusammenhang mit Wildstyle zu nennen, da er es war, der die Wildstyleletters (Buchstaben) überarbeitete, und in einen völlig neuen Kontext stellte. Legendär sind vor allem seine Beschreibungen und Erklärungen am Rande seiner Sketches (Skizzen auf Papier), sowie seine Wholecararbeit. Wildstyle wurde von mehreren New Yorker Writern aufgegriffen (unter anderen DERO und POEM), und eigens interpretiert und weitergeführt. Im Laufe der Zeit schwappte diese Stylerichtung nach Europa über, wo sie weiter ausgebaut wurde. Heutzutage sind Wildstyles teilweise so verschlungen, dass sie kaum noch lesbar sind. Dieses geschieht vor allem durch zusätzlich hinzugefügte, aufwändige Elemente, sowie zahlreiche, zum Teil durch Schreibschrift beeinflusste, zum Teil neu definierte Verbindungen.
- Window-down
- Zugbild, unterhalb der Fenster
- wrecken (Verschrotten)
- Da oftmals noch ein wenig Restfarbe in leeren Dosen verbleibt, werden diese durch Aufstechen oder Zerschlagen gewreckt. Das dient dazu, dass diese nach dem Wegwerfen vor allen Dingen an Halls of Fame nicht mehr von beispielsweise Toys zum Crossen benutzt werden können.
- Writing (kurz für Style-Writing)
- Bezeichnung für die Gestaltung und das Anbringen künstlerischer Graffiti mit Schrift als Basiselement der Komposition
- Writer
- Bezeichnung für einen Graffiti-Sprüher, der das Writing praktiziert
[Bearbeiten] Y
- Yard/Train-Yard
- Gelände, auf dem Züge oder U-/S-Bahnen abgestellt werden, meistens zur Reinigung und Wartung