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Graffiti-Jargon :: Directory - All you ever wanted to know about Graffiti-Jargon

Graffiti-Jargon

All you want to know about Graffiti-Jargon

Das Graffiti-Writing hat ein vielfältiges Sprach- und Technikrepertoire entwickelt. Obwohl die meisten Writer mit dem Jargon vertraut sind, bezeichnen sich viele trotzdem einfach nur als "Maler" statt als "Writer" und sprechen von "Dosen", nicht von "Cans". Des Weiteren können sich Ausdrücke auch regional unterscheiden.


Inhaltsverzeichnis A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

[Bearbeiten] #

Ein Piece im 3D-Style von DAIM
3D-Style
Beim 3D-Style/-Stil werden die Konturen der Buchstaben ohne Outlines allein durch Licht- und Schattensetzung definiert. Besonders durch die Entwicklungen von DAIM (Hamburg), Delta (Niederlande) und Erni (USA) ist mittlerweile der 3D-Style weltweit in der Writing-Szene etabliert.

[Bearbeiten] A

Aerosol
Stoffgemisch aus einem gasförmigen Medium und homogen darin verteilten festen bzw. flüssigen Bestandteilen (sog. Schwebstoffe). Hier Druckgas und Farblack
Aerosol-Junkie
Scherzhafte Selbstbezeichnung einiger Sprayer
All City King
Writer, der in der ganzen Stadt gemalt hat, und dadurch überall präsent ist mit seinen Bildern und dementsprechend Fame (Ruhm) erlangt hat
ätzen
siehe Etching

[Bearbeiten] B

Babu
Ausdruck in der Writersprache für Bahnpolizei/Bahnpolizist
Background
Hintergrund des Pieces. Ursprünglich bestand dieser meistens aus Bubbles/der Cloud oder einfarbigen Flächen, heute werden oft auch ganze Bildkompositionen, Landschaften oder grafisch aufwändige Farbverläufe gesprüht.
Backjump
Auf ein bewegliches Objekt zu sprayen, während dieses kurzzeitig zum Stehen kommt (z. B. auf einen Zug an einer Haltestelle)
Backpiece
Auf den Rücken einer Jacke aufgenähtes Stück bemalten Stoffes bzw. aufgemaltes Piece zu Erkennungszwecken
Backspin
Graffiti und HipHop-Magazin aus Hamburg, der Begriff stammt allerdings aus dem Deejaying und B-Boying und nicht aus der Writer-Sprache
Battle
(Ursprünglich) gewaltfreier, künstlerischer Graffiti-Wettkampf zwischen Writern oder Crews. Der Sieger erntet Fame (Ruhm) und gilt anschließend allgemein als der bessere Writer. Neutrale Schiedsrichter werden aus unbeteiligten Crews herangezogen. Bewertet wird dabei vorrangig der Style, es gibt aber auch andere auf Quantität ausgerichtete Formen des Battle.
Bench (Bank)
War ursprünglich ein Treffpunkt für Writer auf Bahnhöfen um nach vorbeifahrenden bemalten Zügen Ausschau zu halten, diese zu fotografieren, darüber zu diskutieren sowie Neuigkeiten und teilweise auch Blackbooks auszutauschen. Dabei lernten jüngere Writer auch viel von den erfahreneren (Knowledge). Heutzutage ist das Benching ein eher selten und meist allein praktizierter Zeitvertreib, wenn z. B. Trainwriter auf ihre vorher bemalten Züge warten.
biten
Das Kopieren, Nachahmen eines fremden Styles oder gar Namens aus Unkenntnis oder mangelnder Kreativität. Das häufige biten macht es für den Betrachter schier unmöglich, den tatsächlichen Urheber eines Graffiti zu ermitteln; weiterhin kommt es auch durch die Vielzahl der Sprayer zu mehrfachen Namensbelegungen.
Biter
Writer, der lediglich Stile (oder Namen) Anderer nachahmt/kopiert (siehe: "biten"). Biter belegen in der Hierarchie des Writing den untersten Rang. (s. Toy)
Blackbook
Buch, das zum Skizzieren von Graffiti dient und in das häufig auch Fotos eingeklebt werden. Weitere Formen sind das Sketchbook, das nur Skizzen enthält, und das Travel- oder Guestbook, in das Bekannte des Writers zeichnen. Es findet keine klare Abgrenzung zwischen diesen Formen statt, sodass sich beispielsweise in einem Blackbook auch Bilder von anderen Writern befinden können.
Block(s)
Der einfachste 3D-Effekt, um dem Style Tiefe zu geben
Blockbuster
Große, eckige Buchstaben, die häufig an Western-Typografie erinnern und auch für Außenstehende gut lesbar sind
Bombing
Schnelles, wenig aufwändiges, auf Quantität ausgelegtes Sprühen, 2-farbig (meistens schwarz-chrom) (s. auch Quickpiece, Throw-up)
Boss
Sicherheitsbeauftragter von Nahverkehrsbetrieben
Bubbles
Runde blasen- oder kreisförmige Farbflächen; häufig im Background oder Fill-in zu finden
buffen (englisch ausgesprochen)
Das Entfernen von Graffiti von Wänden oder Zügen
Bubblestyle
Bilder, die aus runden Elementen bestehen und aussehen, als seien sie aufgeblasen. Erfinder dieses Styles ist der New Yorker PHASE2
Burner
Besonders gelungenes, auffällig gutes Piece; häufig auch an besonders günstigen auffälligen Plätzen
Bust/gebustet werden
Das Auffassen eines Writers durch die Polizei oder die Bundespolizei

[Bearbeiten] C

Can
Sprühdose
Caps
Sprühköpfe, die den Lack beim Entweichen aufgrund des Druckes in der Dose zerstreuen lassen. Es gibt verschiedene Arten von Caps, die sich im wesentlichen durch die Stärke ihres Sprühstrahls und die damit einhergehende Linienstärke auf der Wand unterscheiden, z. B.
  • Fatcaps: breiter Strahl, viel Farbe, für großflächige Füllungen
  • Skinnycaps: Skinnies: dünner Strahl, für Outlines
  • Softcaps: dünner Strahl, wenig Farbe, für Farbübergänge
Character
Häufig comicartige, figürliche Darstellungen in Graffitibildern. Ein für seine Character berühmter Writer in Deutschland ist Can 2 aus Mainz. Die amerikanischen Old School-Writer entlehnten häufig Comiccharaktere des Zeichners Vaughn Bodé.
Checker
Sicherheitsbeauftragte privater Firmen; auch Bezeichnung für eine Person, die vor dem Malen für andere Writer überprüft, ob eben solche, oder auch Polizei oder Putzer zugegen sind, die einen beim Besprühen diverser Objekte stören könnten
Cloud
Meist einfarbiger und eindimensionaler Hintergrund eines Pieces (siehe: Background)
Comment
Ein Comment ist ein neben das Bild gesprühtes Statement oder ein Gruß (Fuck Police, One Love World Wide etc.)
Concept Wall/Mural
Ist ein aufwändiges großflächiges Gesamtwerk verschiedener Writer, die eine Wand mit einem Bild zu einem bestimmten Thema bemalen
Corner
Treffpunkt für Writer
covern
Das vollständige Übermalen eines anderen Pieces (siehe: going over)
Crew
Zusammenschluss von Writern zu einer gangähnlichen Verbindung. Die Namen der Crews werden meistens mit mehreren Buchstaben abgekürzt z. B. SUK (Stick up Kids) UA (United Artists). Allerdings finden auch oftmals Zahlen Verwendung als Gruppeninitial, zum Beispiel im bundesweit operierenden Verbund "25", oftmals auch der Postleitzahl des bewohnten oder repräsentierten Gebietes entnommen. Die Mitglieder einer Crew erhöhen deren Bekanntheitsgrad, indem sie das Crewkürzel ähnlich wie ihr eigenes Pseudonym in Bildern verarbeiten.
crossen
Das Zerstören eines fremden Graffiti-Bildes durch Übermalen (Zutaggen) oder Durchstreichen

[Bearbeiten] D

Destroyline/Terrorline
Lange, durchgezogene Linie, die eine Fläche oder ein gemaltes Bild zerstört. Zeichen der Verachtung ("Disrespect") gegenüber dem Maler, dessen Bild gecrosst wurde, bzw. Zeichen des Unmutes über eine z. B. frisch gebuffte Wand.
Diss/dissen
Jemanden verachten, erniedrigen
Dose/Zotti
Sprühdose
Drip/Drop
Herunterlaufende Tropfen bei zu dick aufgetragener Farbe. Häufiger Anfängerfehler, teilweise auch gewolltes Stilmittel.
Graffiti als städtische Auftragsarbeit, Freiberg am Neckar

[Bearbeiten] E

End to end (E2E)
Zugbild, das sich über die Gesamtlänge eines Waggons erstreckt
Edding
Beliebtes Werkzeug zum taggen - alternativ zur Spraydose. Wasserresistenter Filzstift in verschiedenen Breiten und Farben, in den dicken Versionen ursprünglich wohl eher zum Beschriften von Ladenschildern entwickelt.

Etching
Mit Hilfe von selbst gebauten (meistens mit Fluorwasserstoffsäure gefüllten) Markern Ätzspuren hinterlassen. Wegen der hochgiftigen Säurereste auf dem Objekt, die auch bei kleinen Ätzwunden in den Stoffwechsel eindringen, lebensgefährlich für andere Menschen.

[Bearbeiten] F

Fading
Fließender Übergang zwischen zwei Farben innerhalb eines Bildes
Fame (Ruhm)
Hohes Ansehen und Bekanntheit bei anderen Writern, Ziel und Motivation vieler Maler
Family Couple
Dreifaches-Wholecar, der aus drei vollständig bemalten Waggons besteht, welche immer zusammen bleiben und nicht durch die Bahn getrennt werden. Heutzutage eher selten anzutreffen, weil Züge meist recht schnell gereinigt werden (siehe Married Couple)
Fill-in
Die Füllung der Buchstaben, Fläche innerhalb der Outlines, entweder einfarbig, z. B. mit Chrom (siehe Silverpiece), oder mehrfarbig
First Outline
Linien, mit denen das zu sprühende Bild vorgerissen wird; Pieces die nur aus der First Outline bestehen werden als Outliner bezeichnet
Flying Panel
Kleineres Zugbild über die Fenster gesprüht, ohne dass es dabei die Unterkante des Zuges erreicht
Freestyle
Bei Freestyle-Pieces konstruiert der Writer sein Bild, während er malt ohne auswendig gelernte Styles oder Skizzen zu benutzen.
Flop
Regionale Bezeichnung für ein Throw-Up
Flow
Fluss der Farbe oder auch der Stimmung des Styles

[Bearbeiten] G

going over (auch covern)
Bilder anderer Sprüher vollständig übersprayen; in der Szene nicht gern gesehen und genutzt als Mittel, anderen Writern zu schaden (vgl. Crossen).

[Bearbeiten] H

Hall of Fame (engl. Ruhmeshalle)
Flächen, die meistens legal zu besprühen sind, und auf denen die Writer vor allen Dingen qualitativ hochwertige Pieces anbringen. Der eigentliche Unterschied zu anderen Flächen im öffentlichen Raum ist, dass zu den Halls Of Fame Writer kommen, um die Werke zu betrachten, und nicht die Werke zu den Writern kommen (wie beispielsweise besprühte Züge an den Bahnhöfen), häufig liegen sie sogar im Verborgenen. Bekannte Halls Of Fame in Deutschland sind, bzw. waren, zum Beispiel der Bunker in Dortmund, der Mauerpark (dort ist es inzwischen illegal zu sprühen) die Alte Feuerwache und der S-Bhf.Priesterweg in Berlin, der alte Flughafen in München, der Hawerkamp in Münster und die Live Music Hall in Köln. Halls Of Fame haben oft eine lange Tradition und dienen als Battleort und Treffpunkt für Writer. Ist eine Hall Of Fame gut besucht und unter vielen Writern bekannt, wird sie oft auch von Künstlern aus aller Welt besucht.
Highlights
Lichtreflexe, die meistens in Form von Lichtpunkten (ein Zentrum mit Fading außen herum) in und an den Buchstaben verwendet werden, um bestimmte Stellen des Pieces hervorzuheben
High Lines
Second Outline, die nicht direkt auf der Outline aufliegt, sondern mit einem Abstand zu dieser um das Bild gezogen wird
Hit
Andere Bezeichnung für Tag, heute kaum mehr gebräuchlich
Hot Spot
Zum Sprühen vorgesehener Ort, der aufgrund von starkem Verkehrsaufkommen oder vielen Passanten ein besonders hohes Maß an Aufmerksamkeit und Schnelligkeit fordert

[Bearbeiten] I

Inlines
(Meistens weiße) Linien, die am Innenrand eines Buchstaben entlang gehen und benutzt werden, um das Bild plastischer erscheinen zu lassen
Inside
Ein Tag oder Piece innerhalb eines geschlossenen Raum, v.A. in Zügen
Inside Piece
Ein Piece (meistens Throw Ups) in einem Zug oder geschlossenem Raum
Ink
Farbe (meist Nachfülltinte für Marker)
Inside Bombing
Ein Tag oder Piece innerhalb eines geschlossenen Raumes, wie zum Beispiel in Eisenbahn-Wagen

[Bearbeiten] J

Junkie-Cap
Sprühaufsatz, in den eine Kanüle eingearbeitet ist, um extrem feine Linien sehr langsam ziehen zu können

[Bearbeiten] K

Kanne
Anderes Wort für Sprühdose
killen
Sämtliche Bilder eines Writers crossen oder übermalen
King
Anerkannter, respektierter, herausragender Writer mit viel Fame; da es schwierig ist, in allen Bereichen King zu sein, gibt es diverse Unterkategorien wie etwa "King of the Line", "King of Style" oder "King of Bombing"

[Bearbeiten] L

Lay-Up
Kleine Zugabstellanlagen, während die offizielle Bezeichnung der Bahn dafür Kehranlage lautet. Oft sind dieses Endhaltepunkte oder Knotenpunkte, an denen einzelne Züge zu Reinigungszwecken abgestellt und nach kurzer Zeit wieder herausgefahren werden.
Line
Bahntrasse (Zuglinie)
Legende
Ein Writer, den jeder kennt und respektiert (Can2, seen, cope2, ...); ist unter anderem durch verschiedene Styles und Orte bekannt

[Bearbeiten] M

Maler
Kurz für Graffiti-Maler.
malern
Die Ausführung eines Bildes mithilfe von meistens gewöhnlicher Wandfarbe und Rollen und/oder Pinseln (siehe Streichbombing)
Marker
Filzstift zum Anbringen von Tags (siehe Edding)
Married Couple
Doppel-Wholecar, das aus zwei einseitig vollständig bemalten Waggons besteht, welche immer zusammen bleiben und durch die Bahn nicht getrennt werden. Heutzutage eher selten anzutreffendes Phänomen, weil Züge im Allgemeinen recht schnell gereinigt werden.
Masterpiece
Das beste Bild eines Writers, der Writer legt selbst fest welches dieses ist; ursprünglich Bezeichnung für jedes Piece
mullern
Ein anderes Wort für malen gehen

[Bearbeiten] N

Nase
Anderes Wort für drip
Newcomer
Writer, der zwar noch neu im Genre aber bereits über das Stadium des Toy hinaus ist

[Bearbeiten] O

Ein einfacher Oneliner
Oneliner
Ein Throw-Up oder Tag, dessen Buchstaben in einem Zug, ohne abzusetzen, geschrieben werden
One-Man-Wholecar
Bezeichnung für eine Zugwaggon, der über die gesamte Länge, sowie Höhe von einem einzelnen Writer in einer Aktion besprüht wurde; daneben gibt es z. B. auch den One-Man-End2End
Outline
Die unmittelbare Umrandung bzw. Kontur der einzelnen Buchstaben. Des Weiteren gibt es die Second-Outline (auch Frameline genannt), die den gesamten Schriftzug umrahmt.
Outliner
Bild, das nur aus der Outline besteht
Overkill
Abspringen/Abplatzen des Sprühkopfes einer Dose. Dabei spritzt die Farbe aus der Dose heraus und die Dose wird unbrauchbar.

[Bearbeiten] P

Panel
Allgemeine Bezeichnung für ein Zugbild unter den Fenstern. Ursprünglich bezeichnete dieser Begriff nur Pieces, die zwischen zwei Waggontüren als Window-down gesprüht waren.
Piece (kurz für Masterpiece)
Eigentlich Bezeichnung für ein aufwändiges, meistens mehrfarbiges und großflächiges Graffiti. Häufig wird es aber auch als allgemeine Bezeichnung für ein gesprühtes Bild benutzt. SUPERKOOL 223 soll 1971 als erster ein Piece gesprüht haben.
Pochoir
Art des Graffiti mit Schablonen ausgeübt, um möglichst oft und schnell dasselbe Bild an Wände zu sprühen und um das Territorium zu markieren. Bekannte Pochoir-Künstler sind Blek le Rat (welcher als Begründer der Pochoirbewegung gilt), Banksy (aus England) und Thomas Baumgärtel (dessen Bananen-Pochoir inzwischen sehr bekannt geworden ist).
Policeline
Linie, die mit einer Sprühdose oder einem Marker an Zügen oder Wänden über mehrere Meter gemalt wird, während der Writer zum Beispiel vor der Polizei flieht.

[Bearbeiten] Q

Quick/Quickpiece
Schnell gesprühtes Piece, das meistens aus Zeitmangel wenig aufwendig gestaltet ist. (s. Bombing, Throw-up)

[Bearbeiten] R

racken
Das Stehlen von Sprühdosen
Respect
Anerkennung fremder Skills und Werke, sowie anderer Writer allgemein
Rooftop (Hausdach)
Graffiti auf Dachvorsprüngen

[Bearbeiten] S

Second Outline
Die Umrandung der Outline (optional); auch Frameline genannt

Schablonen/Stencils/Schabls/Pochoirs

Sprühschablonen (siehe Pochoir)
scouten
Für einen anderen Writer "Schmiere stehen"
Scrapyard/Trashyard
Yard, in dem nur bereits ausgemusterte und zur Verschrottung bereit stehende Bahn-Waggons abgestellt werden
Scratching/scratchen
Anbringen von Tags durch das Zerkratzen glatter Oberflächen (meistens Fensterscheiben) mit Steinen, Sandpapier, Schlüssel etc. oder speziellen "Scratchern"
Silverpiece
Bild, dessen meistens einfarbige Outlines (häufig Schwarz oder Hitzerot) lediglich mit Chromsilber ausgefüllt sind
Sketch
Skizzen oder schnelle Ideenmuster auf Papier z. B. in Blackbooks
Skills
Fertigkeiten im Umgang mit Buchstaben und der Dose
Sponge
Ein "Schwamm" oder ein "Filz", der die Farbe aus einem Marker aufnimmt
Spot (Platz/Stelle)
Explizit ausgewählte Orte, die zum Malen eines Bildes geeignet sind/wären
Spucki
Bezeichnung für einen Aufkleber, den man anlecken muss, damit dieser haftet
Sticker
Bezeichnung für einen Aufkleber, mit dem man seinen Namen oder seine Crew bekannt macht. Meistens werden Aufkleber von der Post (Päckchen oder Paket) oder auch Werbeaufkleber verwendet, da diese gratis erhältlich sind; werden hauptsächlich zur Namensverbreitung eingesetzt, da man sie schnell und überall anbringen kann.
Strange Style
Buchstaben, die sich nicht in gängige Raster einordnen lassen und deshalb fremdartig wirken
Streetart
Eine Form von Graffiti, bei der Sprühdosen eine untergeordnete Rolle spielen. "Erlaubt" sind alle Materialien. Häufig werden hierbei auch Schablonen benutzt, oder Sticker verwendet, die den Namen des Künstlers zeigen, aber auch Slogans, Phantasiefiguren, oder Gegenstände werden abgebildet. Jegliches Objekt im meistens urbanen Raum kann ein Teil von Streetart-Werken sein.
Streetbombing
Sprühen von Tags und Throw-ups auf offener Straße, mit der Absicht den Namen so oft wie möglich zu hinterlassen
Streichbombing/Rollerbombing
Ist ein Graffiti, das mit Hilfe von gewöhnlicher Wand- oder Lackfarbe und Pinseln/Farbrollen/Streichpads gefüllt wird. Manchmal werden auch die Outlines mit Rolle gestrichen.
Style
Schlüsselbegriff des Graffiti, bezeichnet die spezielle Art der Kreation, bzw. das Charakteristikum in den Bildern eines Writers. Dazu gehört u. a. das individuelle Gestalten von Buchstaben, sowie das Einsetzen bestimmter Stilelemente, so dass ein stimmiger, eigener Stil entsteht. Einen guten (eigenen und möglichst einzigartigen) Style zu kreieren gilt als erstrebenswert und ist das höchste Ziel eines Writers. Es werden auch einzelne Pieces als Styles bezeichnet.
Swing
Schwung der Buchstaben bzw. des gesamten Pieces

[Bearbeiten] T

„Magic“ Tag
Tag
Signaturkürzel, welches das Pseudonym eines Writers darstellt. Gilt als die Urform des sich daraus entwickelten Piece. Häufig als "Unterschrift" unter gesprühten Bildern zu finden, gilt aber auch in der jugendlichen Gang-Kultur als territoriale Markierung. Zum Anbringen der Tags werden neben der Sprühdose oft auch dicke wasserfeste Stifte benutzt. Vorrangiges Ziel dabei ist es, einen guten und innovativen Style zu haben, sekundäres Ziel, in einer Stadt, einem Bezirk oder einer Gegend, möglichst präsent zu sein. Dadurch entsteht eine Art von Wettkampfkultur.
taggen
Die Ausführung eines Tags (Verb)
Throw-up (kurz T-up)
Schnell gemaltes Bild, dessen Outline nur mit einer raschen Schraffierung gefüllt ist bzw. das gar nicht gefüllt ist (s. Bombing, Quickpiece); auch als Flop bezeichnet
Top to Bottom (T2B)
Ein Zugbild, das die gesamte Höhe eines Zugwaggons einnimmt, also von ganz oben bis ganz unten geht, dabei aber nicht die gesamte Länge des Waggons einnimmt (s. Wholecar).
„KNSM“ T2B-Graffiti
Toy
Bezeichnung für einen unerfahrenen (schlechten) Writer.
toyen
Bild oder Tag eines anderen Writers mit dem Begriff "toy" markieren bzw. crossen; häufig der Fall, wenn ein Tag mit einer Krone verziert ist, um sich selbst als King darzustellen.
Trainbombing/Trainwriting
Allgemeine Bezeichnung für das Besprühen von Zügen.
Train-yard
Abstellgelände für Bahnwaggons
Trashyard
siehe Scrapyard
Turf
Revier, in dem ein Writer/eine Crew aktiv ist; ursprünglich Bezeichnung für ein Ganggebiet

[Bearbeiten] U

Underground
Sprühen im Untergrund, z. B. U-Bahn oder Wände in einer U-Bahnhaltestelle

[Bearbeiten] W

wack/wak/whack/weak (deutsch schlecht/schwach)
Bezeichnung für schlechtes Graffiti oder einen schlechten Writer
watchen (deutsch "beobachten")
Die Umgebung bzw. spezifische Objekte im Auge behalten, während andere Leute sprühen
Watchman/Watcher
Person, welche die Umgebung bzw. spezifische Objekte im Auge behält, während andere Leute sprühen
Wholecar
Bezeichnung für einen einzelnen Zugwaggon, dessen komplette Höhe und Länge mit Graffiti in einer Aktion bemalt wurde
Wholetrain
Bezeichnung für einen Zug, dessen Waggons von oben bis unten in einer Aktion bemalt wurden. Im Gegensatz zum Wholecar, besteht ein Wholetrain aus mehreren einzelnen Wholecars. Bei einem Wholetrain müssen wirklich alle Waggons bemalt sein.
Wildstyle
Als Wildstyles werden Bilder bezeichnet, die sehr kompliziert aufgebaut werden und deren Elemente wild verschlungen sind. Oft sind diese Bilder auch von erfahrenen Sprühern nicht lesbar. Als einer der Erfinder dieses Stils gilt PHASE2 aus New York. Er machte die ersten entscheidenden Schritte in Richtung Wildstyle. Weiterhin ist unbedingt DONDI im Zusammenhang mit Wildstyle zu nennen, da er es war, der die Wildstyleletters (Buchstaben) überarbeitete, und in einen völlig neuen Kontext stellte. Legendär sind vor allem seine Beschreibungen und Erklärungen am Rande seiner Sketches (Skizzen auf Papier), sowie seine Wholecararbeit. Wildstyle wurde von mehreren New Yorker Writern aufgegriffen (unter anderen DERO und POEM), und eigens interpretiert und weitergeführt. Im Laufe der Zeit schwappte diese Stylerichtung nach Europa über, wo sie weiter ausgebaut wurde. Heutzutage sind Wildstyles teilweise so verschlungen, dass sie kaum noch lesbar sind. Dieses geschieht vor allem durch zusätzlich hinzugefügte, aufwändige Elemente, sowie zahlreiche, zum Teil durch Schreibschrift beeinflusste, zum Teil neu definierte Verbindungen.
Window-down
Zugbild, unterhalb der Fenster
wrecken (Verschrotten)
Da oftmals noch ein wenig Restfarbe in leeren Dosen verbleibt, werden diese durch Aufstechen oder Zerschlagen gewreckt. Das dient dazu, dass diese nach dem Wegwerfen vor allen Dingen an Halls of Fame nicht mehr von beispielsweise Toys zum Crossen benutzt werden können.
Writing (kurz für Style-Writing)
Bezeichnung für die Gestaltung und das Anbringen künstlerischer Graffiti mit Schrift als Basiselement der Komposition
Writer
Bezeichnung für einen Graffiti-Sprüher, der das Writing praktiziert

[Bearbeiten] Y

Yard/Train-Yard
Gelände, auf dem Züge oder U-/S-Bahnen abgestellt werden, meistens zur Reinigung und Wartung

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