Die europäische Metropolregion München ist seit 1995 eine von derzeit elf Metropolregionen in Deutschland. Sie umfasst neben dem engeren Raum um München ebenfalls die Städte Augsburg, Ingolstadt, Landshut, Rosenheim, Landsberg am Lech und strahlt bis Kaufbeuren und die umgebenden Landkreise aus.
Der Begriff Metropolregion wurde Mitte der 90er Jahren von der Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) geprägt. Metropolregionen sind größer als die Planungsregionen der Raumordnung und Landesplanung und bestehen aus einem Kernraum und einem ihn umgebenden Verflechtungsraum.
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Der Kernbereich der Metropolregion München erreicht mit den Oberzentren München, Augsburg, Ingolstadt, Landshut und Rosenheim und den umliegenden Landkreisen mit zahlreichen Städten und Gemeinden 4,65 Millionen Einwohner. [1] Der Ausstrahlungsbereich reicht vom Nördlinger Ries und der Schwäbischen Alb im Nordwesten bis zur Landesgrenze bei Salzburg im Südosten und erstreckt sich vom Allgäuer Alpenvorland im Südwesten bis weit ins niederbayerische Hügelland im Nordosten. [2]
Bundesland: Bayern Regierungsbezirke: Niederbayern, Oberbayern, Schwaben
Die Metropolregion München mit dem Umfeld kann mit folgenden Basisdaten gekennzeichnet werden[3]:
Im Vergleich aller europäischen Metropolregionen in Deutschland hatte die Metropolregion München: [2]
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Die Initiative Europäischen Metropolregion München (EMM) stellt eine Plattform zur freiwilligen, projektorientierten Zusammenarbeit regionaler Akteure in der Metropolregion München dar. Durch gemeinsame Projektarbeit soll eine überregionale Kooperation geschmiedet und die Attraktivität Südbayerns als Lebens- und Wirtschaftsraum gefördert werden. Die intensive Zusammenarbeit soll auch für einen Ausgleich zwischen den ländlichen und den verdichteten Räumen im Großraum München sorgen und eine gemeinsame Identität schaffen. Die Initiative baut dabei auf Strukturen und Erfahrungen regionaler und interinstitutioneller Kooperation, wie beispielsweise den Regionalen Planungsverbänden und dem Verein Wirtschaftsraum Südbayern, Greater Munich Area (GMA) auf, geht jedoch thematisch über den Bereich Wirtschaft und räumlich über die Grenzen der Regionalplanung hinaus [4]
Am 8. Mai 2007 starteten die Oberbürgermeister Augsburgs, Ingolstadts, Landshuts und Münchens, die Oberbürgermeisterin Rosenheims, die Landräte der Landkreise von Augsburg, Donau-Ries, Landsberg am Lech, Landshut und München, sowie Repräsentantinnen und Repräsentanten der Wirtschaftskammern gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft, Vertretern der Bayerischen Staatsregierung und der Regierung von Oberbayern die Initiative EMM. Seither haben sich mit der Stadt Kaufbeuren und den Landkreisen Aichach-Friedberg, Mühldorf am Inn, Ostallgäu und Rottal / Inn, Altötting, Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Eichstätt, Freising, Fürstenfeldbruck, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach, Neuburg-Schrobenhausen, Rosenheim, Starnberg, Traunstein und Weilheim-Schongau weitere Gebietskörperschaften der Initiative angeschlossen. Gemeinsam möchten die Partner die Zukunft des Großraums München vor dem Hintergrund wachsender Herausforderungen (Globalisierung, demographischer Wandel, Klimawandel, Verknappung natürlicher Ressourcen) weiterhin positiv gestalten. [5]
Die Ziele der EMM sind in einem Selbstverständnispapier niedergelegt. [6]
Die Initiative will
Die Initiative definiert sich vor allem über die konkrete, projektorientierte Mitarbeit in Arbeitsgruppen. Die Handlungsfelder der Arbeitsgruppen für die Jahre 2008 und 2009 bestehen zunächst in:
Projekte der Handlungsfeldern sind zum Beispiel:
Als Mentoren unterstützen hochrangige Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft die Arbeit der Initiative EMM. Beispielsweise engagieren sich für die Arbeitsgruppe
Wissen:
- Generalsekritär des Europäischen Forschungsrates ERC, Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker
- das ehemalige Vorstandsmitglied der Siemens AG, Prof. Dr. Claus Weyrich
Wirtschaft:
- der Vorstandsvorsitzende von MAN-Roland, Prof. Gerd Finkbeiner
- der geschäftsführende Gesellschafter der Kathrein-Werke, Prof. Dr. Anton Kathrein
- der Vorstandsvorsitzende der Audi AG, Rupert Stadler
Umwelt und Gesundheit:
- Geschäftsführer des Bayrischen Instituts für angewandte Umweltforschung und -technologie (BifA), Prof. Dr. Ing. Wolfgang Rommel
- Vorstand des Klinikum Rosenheim, Günther Pfaffeneder
Mobilität:
- das Vorstandsmitglied der Deutschen Bahn AG, Staatsminister a.D. Dr. Otto Wiesheu
- der Präsident des ADAC, Peter Meyer
- der Vorstand der Flughafen München GmbH, Dr. Michael Kerkloh
Die Mentoren gehören, ebenso wie die Repräsentanten der Gebietskörperschaften und Wirtschaftskammern, dem Lenkungskreis der Initiative an, der die Tätigkeit der Arbeitsgruppen steuert.
Im November 2007 veranstaltet die Initiative EMM in Augsburg die erste, zukünftig jährlich stattfindende Metropolkonferenz, bei der über den Stand der aktuell bearbeiteten und über die geplanten Projekte berichtet wurde. Die nächste Metropolkonferenz wird im November 2008 in Ingolstadt stattfinden. Ziel ist es die Idee der partnerschaftlichen Zusammenarbeit auf Ebene der Metropolregion bei weiteren Akteuren Südbayerns zu verankern und eine Grundlage für eine regionale Identität zu legen. [7]
Die Organisationsstruktur der Initiative EMM soll nach einhelliger Auffassung aller mitwirkenden Akteure äußerst schlank und effizient bleiben. Sie baut dabei auf bestehende Kooperationsstrukturen auf (z.B. Wirtschaftsverein Südbayern - GMA, Regionaler Planungsverband München) und bezieht diese ein. Im Zentrum der Initiative stehen die Arbeitsgruppen, von denen konkrete Projekte bearbeitet werden. Die strategische Grundausrichtung der Initiative EMM wird gesteuert von einem Lenkungskreis, dem neben den Repräsentanten der beteiligten Landkreise, kreisfreien Städte und Wirtschaftskammern die Träger und Mentoren der Arbeitsgruppen, sowie weitere hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung angehören. Der Lenkungskreis der Initiative EMM wählte bei seiner Sitzung am 8. Mai 2007 einen Sprecherrat aus seiner Mitte. Der Vorsitzenden des Sprecherrates ist der Münchener Oberbürgermeister Christian Ude, seine Stellvertreter sind der Augsburger Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl, der Ingolstädter Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann, die Münchener Landrätin Johanna Rumschöttel, die IHK-Präsidentin Hannelore Leimer (IHK für Augsburg und Schwaben), der IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Reinhard Dörfler (IHK für München und Oberbayern), der Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern Heinrich Traublinger und Herr Rupert Stadler (Vorstandsvorsitzender der AUDI AG). Es ist geplant die Initiative EMM in eine Vereinsstruktur überzuführen und mit dem Wirtschaftsverein Südbayern – GMA zu fusionieren.
Bis Juli 2007 haben sich folgende Landkreise und kreisfreie Städte der Initiative EMM angeschlossen: [8]
| Kreisfreie Stadt oder Landkreis |
Fläche ha |
Bevölkerung 2005 |
|---|---|---|
| Lkr. Aichach-Friedberg | 78.070 | 127.238 |
| Lkr. Augsburg | 107.113 | 241.494 |
| Stadt Augsburg | 14.686 | 262.512 |
| Lkr. Donau-Ries | 131.000 | 130.989 |
| Stadt Ingolstadt | 13.335 | 120.157 |
| Stadt Kaufbeuren | 4.002 | 42.430 |
| Lkr. Landshut | 134.799 | 147.736 |
| Stadt Landshut | 6.579 | 60.545 |
| Lkr. Mühldorf am Inn | 80.531 | 10.940 |
| Stadt München | 31.040 | 1.249.176 |
| Lkr. Ostallgäu | 139.491 | 134.206 |
| Lkr. Rosenheim | 143.949 | 245.132 |
| Stadt Rosenheim | 3.723 | 60.108 |
| Lkr. Rottal-Inn | 119.000 | 119.598 |
| Metropolregion Gesamt | 1.007.318 | 3.052.261 |
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