| Nord-Ostsee-Bahn GmbH | |
|---|---|
| Unternehmensform | GmbH |
| Gründung | 5. November 2000 |
| Unternehmenssitz | Kiel, Deutschland |
| Unternehmensleitung |
Hagen Kalleja |
| Mitarbeiter | 260 |
| Umsatz | ? |
| Branche | Transport & Logistik |
| Produkte |
Schienenpersonennahverkehr |
| Website | www.nord-ostsee-bahn.de |
Die Nord-Ostsee-Bahn GmbH (kurz NOB) ist eine Eisenbahngesellschaft mit Sitz in Kiel. Sie gehört zu 100% zur Veolia-Gruppe (ehemals Connex) und betreibt den Personennahverkehr auf einigen Strecken in Schleswig-Holstein.
Der Umsatz im Jahr 2004 betrug 37 Millionen Euro bei ca. 2,8 Millionen Fahrgästen.
Die Nord-Ostsee-Bahn GmbH ist Mitglied im Tarifverband der Bundeseigenen und Nichtbundeseigenen Eisenbahnen in Deutschland (TBNE).
Inhaltsverzeichnis |
Nach einer Ausschreibung durch das Land Schleswig-Holstein durfte die NOB am 5. November 2000 den Personennahverkehr auf den Strecken Kiel–Husum, Husum–Bad St. Peter Ording sowie zur Hälfte auf der Strecke Kiel–Neumünster übernehmen.
Nach dem überraschenden Konkurs ihres Konkurrenten FLEX übernahm die NOB von November 2003 bis Dezember 2005 nach einer Preisanfrage des Landes Schleswig-Holstein auch den Regionalverkehr auf der Fernstrecke Hamburg–Flensburg–Pattburg/Padborg (Dänemark), den Flensburg-Express. Dort wurden Siemens-Dispoloks und Lokomotiven der Baureihe 185 eingesetzt. Hinzu kamen ehemalige InterConnex-Wagen.
Im Januar 2004 wurde die Mehrheit am Busunternehmen Niebüller Verkehrsbetriebe GmbH (NVB) übernommen.
Am 11. Dezember 2005 übernahm die NOB den bislang von der Deutschen Bahn AG betriebenen Regionalverkehr auf der Marschbahn Hamburg-Altona–Westerland/Sylt. Hierzu wurde ein eigenes Betriebswerk in Husum errichtet. Nach anfänglichen Problemen mit der Wendezugsteuerung, den neuen Waggons der Firma Bombardier und den Diesellokomotiven vom Typ MAK DE 2700 (früher Siemens ME 26), hat sich der Betrieb bis Januar 2006 auf der Marschbahn wieder normalisiert. Die gemessene Pünktlichkeit liegt wieder im Bereich anderer Wettbewerber in Schleswig-Holstein. Viele Probleme konnten seit der Betriebsübernahme beseitigt werden, jedoch kommt es bis heute (April 2007) immer wieder zu Störungen, die dann jedoch verstärkt öffentlich wahrgenommen werden. Die Nord-Ostsee-Bahn führt einen Großteil der Verspätungen auf Streckenschäden und Instandhaltungsmaßnahmen an der Infrastruktur zurück, die in der Verantwortung der Deutschen Bahn AG liegen [1].
In Folge des "Fehlstarts" auf der Marschbahn wurde die Führungsetage der NOB teilweise ausgewechselt. Die Geschäftsführung wechselte im Januar 2006 von Karl-Heinz Fischer zu Steffen Höppner, der auch weitere Führungsfunktionen innerhalb deutscher Veolia-Beteiligungen inne hatte. Seit Mitte 2006 wurde Hagen Kalleja zum weiteren Geschäftsführer der NOB bestellt. Steffen Höppner wurde Mitte 2008 von seinen Funktionen bei Veolia Verkehr entbunden und hat das Unternehmen inzwischen verlassen. Seitdem ist Hagen Kalleja alleiniger Geschäftsführer der NOB.
Zum Jahreswechsel 2005/06 übernahm die Nord-Ostsee-Bahn den in Husum ansässigen Bus-Betrieb Rohde Verkehrsbetriebe GmbH.
Die als Busbeteiligungsgesellschaft von der NOB gegründete Nord-Ostsee-Bus GmbH übernahm zum 1. Januar 2006 unter dem Markennamen Steinburger Linien den Stadtverkehr in Itzehoe und Glückstadt. Der Betriebsübernahme war eine europaweite Ausschreibung des Zweckverband ÖPNV Steinburg vorausgegangen, die der bisherige Betreiber die-linie GmbH nicht erneut gewinnen konnte.
Die Nord-Ostsee-Bahn hat eine große Anzahl von eigenen und geleasten bzw. gemieteten Fahrzeugen und Wagen verschiedenster Bauarten im Einsatz. Die Fahrzeuge werden im eigenen Werk in Husum gewartet.
So sind im Besitz der NOB neun LINT-41-Triebwagen (VT 301–VT 309) und sechs Talent-Triebwagen (VT 721, VT 722, VT 724, VT 728–VT 730). Zusätzlich sind zwei Talenttriebwagen (VT643.19 und VT643.20) von Angel Trains Europa angemietet worden, welche mittlerweile wieder zurückgegeben wurden. Ein NE 81 fährt seit April 2003 auf der Strecke Niebüll–Tønder und wurde von der Württembergischen Eisenbahngesellschaft angemietet.
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der NE 81, welcher nach Tondern verkehrt |
Für den Betrieb auf der so genannten Marschbahn wurden mehrere Lokomotiven und Eisenbahnwagen angeschafft, wovon einige auch schon vorher im Einsatz der NOB waren.
So hat die NOB zwölf MAK DE 2700 (DE 2700-01DE 2700-12) von Vossloh gemietet. Des Weiteren ist sie im Besitz von sechs Eurorunner 20 (DE 2000-01 bis DE 2000-04), wovon DE 2000-05 und DE 2000-06 noch geliefert werden. Zusätzlich hat die NOB drei ER 20 von Siemens Dispolok angemietet (ER 20-001, ER 20-008, ER 20-010). Drei weitere ER 20 von der ÖBB waren bis Oktober 2006 angemietet (2016 041 bis 2016 043). Vier Lokomotiven der Baureihe 146.2 (146 519 bis 146 522) wurden ebenfalls von der NOB erworben und werden derzeit vor allem im Güterverkehr und beim InterConnex eingesetzt.
Eine Vossloh G 400 B sorgt im Bahnbetriebswerk Husum für den Rangierbetrieb.
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VT 730 der NOB in Uetersen |
DE2000-01 der Nord-Ostsee Bahn GmbH im Bw Husum |
BR 146 der NOB bei Rostock/Warnemünde |
Die NOB besitzt insgesamt 110 Personenwagen. Davon wurden 90 Wagen, so genannte „Married Pair Wagen“, speziell für die Marschbahn angeschafft. 20 Wagen standen vom ehemaligen Flensburg-Express noch zur Verfügung, welche aus dem ehemaligen InterConnex 3 hervorgingen.
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Married-Pair Steuerwagen im Bahnhof Husum |