| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | ||||
| Kreis: | Segeberg | ||||
| Höhe: | 36 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 58,1 km² | ||||
| Einwohner: | 71.903 (31. Dez. 2007) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 1238 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahlen: | 22801–22851 (Briefadressen: 22844, 22846, 22848, 22850, 22851) (alt: 2000) | ||||
| Vorwahl: | 040 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | SE | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 60 063
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| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausallee 50 22846 Norderstedt |
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| Webpräsenz: | |||||
| Oberbürgermeister: | Hans-Joachim Grote (CDU) | ||||
Norderstedt ist eine norddeutsche Stadt im Kreis Segeberg im Süden Schleswig-Holsteins, direkt an der Grenze zu Hamburg. Die Stadt Norderstedt ist die größte Stadt im Kreis Segeberg, faktisch ein Teil der Agglomeration Hamburg, und gehört zur Metropolregion Hamburg.
Inhaltsverzeichnis |
Norderstedt liegt mittig im südlichen Landesteil von Schleswig-Holstein, unmittelbar am Nordrand von Hamburg und grenzt an die Stadtteile Niendorf, Langenhorn, Hummelsbüttel, Poppenbüttel, Lemsahl-Mellingstedt und Duvenstedt. Norderstedt ist flächenmäßig die viertgrößte und von der Einwohnerzahl die fünftgrößte Stadt in Schleswig-Holstein.
Von Norderstedt aus erreicht man mit dem Auto in ca. 60−90 Minuten die Nord- oder die Ostsee und in 30 Minuten das Zentrum von Hamburg.
Die Stadt Norderstedt wurde am 1. Januar 1970 durch den Zusammenschluss der Hamburger Vorstadtgemeinden Friedrichsgabe und Garstedt (beide Kreis Pinneberg) mit Harksheide und Glashütte (beide Kreis Stormarn) gegründet. Diese waren in den 1940er Jahren durch einen gewaltigen Flüchtlingsstrom aus den ostdeutschen Gebieten (meist Ostpreußen und Oberschlesien), sowie durch den späteren Flächenbedarf der Hamburger Bevölkerung (Suburbanisierung), stark gewachsen. Da sich die Kreisausschüsse Stormarn und Pinneberg über die Verwaltung nicht einigen konnten, teilte die schleswig-holsteinische Landesregierung in Kiel die Stadt Norderstedt dem Kreis Segeberg zu. Erster Bürgermeister der Stadt war Horst Embacher.
Am 1. Januar 2005 erhielt die Stadt Norderstedt aufgrund der stetig wachsenden Bevölkerungszahlen den Status einer Großen kreisangehörigen Stadt.
Rechtlich gesehen gibt es in Norderstedt keine Stadtteile, da die Ursprungsgemeinden ihren Rechtsstatus mit dem Zusammenschluss zur Stadt Norderstedt verloren haben. Die hier erläuterten Wohngebiete beziehen sich somit auf die ehemaligen Grenzen der jeweiligen Gemeinden vor der Zusammenlegung zur Stadt Norderstedt.
Garstedt wurde erstmals 1370 urkundlich erwähnt, das erwähnende Dokument entstammt den Archiven der Handelskammer Hamburg. Garstedt ist der älteste und wirtschaftlich stärkste Stadtteil. Ursprünglich am Rand des Harksheidemoors gelegen, profitierten die Bauern von einer deutlich besseren Bodenqualität als in den benachbarten Dörfern.
Im Zuge der Verkoppelung (einer umfassenden Landreform) im Jahr 1794 vergrößerte sich Garstedt (auch genannt Garstedter Hagen) um Garstedter Feld (heute die Region um die Garstedter Feldstraße und den Kohfurth). In dieser Region siedelten sich die ärmeren Dorfbewohner an, die hauptsächlich von der Torfgewinnung lebten, als einfache Handwerker oder als Tagelöhner arbeiteten. Danach begann der Aufstieg zu einem Handwerksort. 1887 wurde die erste Windmühle gebaut (am Möhlenbarg) und 1889 wurden Garstedt und Harksheide zu einer unabhängigen Kirchengemeinde. Zur Jahrhundertwende 1900 wurden bereits 1327 Einwohner gezählt. Der erste Kirchenbau der noch jungen Christus-Kirchengemeinde zu Garstedt wurde im Jahr 1906 errichtet. Der schmucke Jugendstilbau wurde jedoch in den 1960er Jahren zugunsten einer sehr viel größeren Kirche (Entwurf: Joachim Matthaei (1911−1999)) abgebrochen und durch einen schlichten Klinkerbau mit separatem Kirchturm ersetzt. Bis zum Jahr 1939 hatte sich die Zahl der Einwohner auf 4869 fast vervierfacht.
Große Bedeutung für die Region hatte von Beginn an der Ochsenzoll, eine Zollgrenze zwischen Hamburg und Holstein. Vom 15. bis in das frühe 19. Jahrhundert hinein wurden Ochsen durch das Harksheidemoor getrieben, das bis dahin die größte Moor- und Heidelandschaft in Holstein bildete. Die Ochsen mussten an der Grenze zum Stadtstaat Hamburg verzollt werden. Bis 1840 wurde der Zoll in Garstedt entrichtet (am Ende der Ulzburger Straße), danach in einer Zollstation in Harksheide (am Beginn der Langenhorner Chaussee). Straßennamen wie Schmuggelstieg in der Nähe erinnern noch heute daran. Als Schleswig-Holstein 1867 den Status einer preußischen Provinz bekam, wurde die Zollstation geschlossen.
Der Weg, den die Ochsen seit dem 15. Jahrhundert durch das Harksheidemoor nahmen, bildete auch die Grenze zwischen den landesherrlichen Ämtern Pinneberg, zu dessen Herrschaftsbereich Garstedt gehörte, und Tremsbüttel, zu dem der heutige Norderstedter Stadtteil Harksheide gehörte. Der Weg bleibt als Verwaltungsgrenze zwischen Garstedt/Friedrichsgabe (Kreis Pinneberg) und Harksheide (Kreis Stormarn) bis zur Stadtgründung 1970 erhalten.
Harksheide wurde erstmals 1374 urkundlich erwähnt. Es liegt direkt nördlich des Ochsenzolls. Bis 1876 gehörte Harksheide zum Kanzleigut Tangstedt und war ein Vorwerk von Tremsbüttel, bis es 1693 zu einem eigenen Gut wurde. Anschließend wurde es zur preußischen Landgemeinde im Kreis Stormarn. Im Rahmen der Einführung der preußischen Kommunalverfassung wurde das Dorf 1889 dem Amtsbezirk Tangstedt zugeordnet.
Durch die lange verwaltungstechnische Zugehörigkeit zu Tangstedt (Stormarn) hatte Harksheide kein Ortszentrum entwickelt, sondern bildete von Anfang an nur eine lose Ansammlung von Gebäuden. So betiteln Dokumente aus dem 19. Jahrhundert die Ortschaft auch häufiger als Ansiedlung denn als Dorf. Neben der Landwirtschaft bildete die Torfgewinnung die Lebensgrundlage der Bevölkerung. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts nahm die Bevölkerungszahl beständig ab, ein Trend, der erst mit Anschluss an den Hamburger Nahverkehr umgekehrt werden konnte.
Mit dem Ausbau der Hochbahn bis zum Ochsenzoll entwickelte sich Harksheide zur Hamburger Vorstadtsiedlung. Aufgrund des Bevölkerungszuwachses − der Ort hatte 1939 bereits 2.800 Einwohner − wurde Harksheide 1938 amtsfreie Gemeinde.
Von 1934 bis 1939 betrieb die zionistische Jugendorganisation "Hechaluz" (hebräisch: der Pionier) auf dem "Brüderhof" bei Harksheide eine landwirtschaftliche Ausbildungsstätte (siehe Hachschara), in der junge Juden auf die Auswanderung nach Palästina und die Arbeit im Kibbuz vorbereitet wurden. Für die jungen Juden war dies eine Möglichkeit, der zunehmenden Diskriminierung im Deutschen Reich zu entfliehen. Für das nationalsozialistische Regime war es eine Maßnahme, mit der die Vertreibung der Juden vorangetrieben wurde.
Nach dem Zweiten Weltkrieg verdoppelte sich die Bevölkerung durch ausgebombte Hamburger und Ostvertriebene. Auf dem Gelände des früheren SS-Übungs- und Schießplatzes wurden ab 1955 die Gartenstadt Falkenberg und das Gewerbegebiet Stonsdorf (Ansiedlung einer Kräuterlikörfabrik aus Stonsdorf in Schlesien) errichtet. Zum 1. Januar 1970 ging Harksheide in der neu gegründeten Stadt Norderstedt auf und wechselte damit auch in den Kreis Segeberg. Harksheide hatte damals ca. 20.000 Einwohner.
Glashütte gehörte ursprünglich unter der Bezeichnung „Tangstedterheide“ zum Kanzleigut Tangstedt. Es bestand aus einzeln liegenden Bauernstellen des Gutes. Dieses ließ im Glasmoor um 1740 eine Glashütte anlegen, deren Betrieb aber bereits 1774 wieder eingestellt werden musste. 1876 wurde Tangstedterheide eine vom Kanzleigut eigenständige Landgemeinde, die im Rahmen der Einführung der preußischen Kommunalverfassung zum Amtsbezirk Tangstedt kam. Wirtschaftlich lebte das Dorf neben der Landwirtschaft vor allem von der Abtorfung der teilweise im Gemeindegebiet gelegenen Moore Glasmoor und Wittmoor, so wurde 1869 eine Presstorffabrik eröffnet. 1896 erfolgte die Umbenennung in Glashütte, um der Eigenständigkeit auch im Namen Rechnung zu tragen. 1917 kaufte Hamburg das Glasmoor, um dort eine Justizvollzugsanstalt einzurichten (JVA Glasmoor, 1922 eröffnet), deren Insassen beim Torfabbau eingesetzt wurden. Mit der Verlängerung der Hamburger Hochbahn von Ohlsdorf über Langenhorn bis zum Ochsenzoll begann 1921 der Bevölkerungszuwachs, der bis zum Kriegsbeginn 1939 zu einer Bevölkerung mit 1.300 Einwohnern führte. Vom März bis Oktober 1933 bestand in Glashütte im Wittmoor eines der ersten, nach dem Machtantritt der NSDAP installierten Konzentrationslager, das KZ Wittmoor: 140 Gegner des nationalsozialistischen Regimes wurden dort festgehalten, drangsaliert und zur Arbeit im Torfabbau gezwungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Glashütte zunächst zum Amt Tangstedt im Kreis Stormarn, bevor es zum 1. Januar 1970 in der neu gegründeten Stadt Norderstedt aufging und damit auch in den Kreis Segeberg wechselte. Glashütte hatte damals 6.800 Einwohner.
Friedrichsgabe ist die jüngste der vier Ortschaften, die zu Norderstedt zusammengefasst wurden. Sie wurde erst 1821 von Johann Daniel Lawaetz, einem Manufakteur und Händler aus Altona als Armenkolonie gegründet. Lawaetz bekam das nötige Land auf der Pinneberger Harksheide vom dänischen König Frederik VI., der zugleich Herzog von Schleswig und Holstein war. Zur Erinnerung an die Großzügigkeit des Königs, erhielt die neue Ortschaft den Namen Frederiksgabe.
Die Besiedlung begann mit zunächst 20 armen Familien, sie sollten, so der Grundgedanke des Projekts, von der Landwirtschaft leben und somit nicht länger von Almosen und Unterstützung abhängig sein. Da Heidelandschaften aber keine besonders ertragreichen Böden sind, waren die Siedler bereits frühzeitig auf zusätzliche Einnahmequellen angewiesen. Wie in den Nachbarorten bot sich die Torfgewinnung an. 1873 wurde das Projekt zu einem Fehlschlag erklärt und offiziell beendet. Die Siedlung Frederiksgabe wurde mit den benachbarten Ansiedlungen Meeschensee, Haslohfurth und Dreibeken zur preußischen Gemeinde Friedrichsgabe zusammengelegt. Um 1900 lebten in Friedrichsgabe nur etwa 400 Menschen.
Im geographischen Mittelpunkt der vier im Jahr 1970 zusammengeschlossenen Gemeinden Garstedt, Friedrichsgabe, Harksheide und Glashütte entstand mit Norderstedt-Mitte ein neues Stadtzentrum, das neben Wohnquartieren auch wichtige Verwaltungs-, Behörden und Kommunalbauten wie das Norderstedter Rathaus beinhaltet. Das kleine Einkaufszentrum „Moorbek-Passage“ bietet die wichtigsten Einkaufsmöglichkeiten für die Anwohner, des Weiteren gibt es das Kino „Spektrum“ und mit der U 1 eine U-Bahn-Anbindung an Hamburg (über den Stadtteil Garstedt) sowie mit der Nahverkehrsbahn A 2 eine Verbindung nach Norden bis nach Neumünster. Verantwortlich für die Planung und Durchführung des Projektes im „Entwicklungsteilbereich B“ war seit ihrer Gründung im Frühjahr 1974 die Entwicklungsgesellschaft Norderstedt mbH (EGNO).
Norderstedt-Mitte wird in der Bevölkerung mittlerweile als eigenständiger Stadtteil angesehen, gehörte zum Zeitpunkt der Zusammenlegung der vier Gemeinden jedoch teils zu Garstedt und teils zu Friedrichsgabe.
(jeweils zum 31. Dezember)
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1998 | 71.621 |
| 1999 | 71.056 |
| 2000 | 71.523 |
| 2001 | 72.016 |
| 2002 | 71.990 |
| 2003 | 71.695 |
| 2004 | 71.377 |
| 2005 | 73.239 |
| 2007 | 71.903 |
Bei der letzten Kommunalwahl am 25. Mai 2008 verlor die CDU ihre vorherige absolute Mehrheit und erreichte nur noch 38,8 % der Stimmen (-12 %). Zusammen mit der FDP kommt das bürgerliche Lager nun auf 24 Sitze in der Norderstedter Stadtvertretung. SPD, GALiN (Grüne Alternative Liste in Norderstedt) und Die Linke kommen zusammen ebenfalls auf 24 Sitze, wodurch sich aktuell eine Pattsituation zwischen dem „bürgerlichen Lager“ und den linken Parteien ergibt. Hieraus resultierte bereits, dass einige Vorhaben der vorherigen CDU-Mehrheit rückgängig gemacht wurden bzw. nun nicht mehr umgesetzt werden, so z. B. der umstrittene Autobahnanschluss „Norderstedt-Mitte“.
Insgesamt setzt sich die Norderstedter Stadtvertretung aktuell wie folgt zusammen:
Der seit 1998 amtierende Oberbürgermeister heißt Hans-Joachim Grote (CDU) und war der erste direkt gewählte Bürgermeister der Stadt. Im Juni 2004 wurde er in seinem Amt für weitere sechs Jahre bestätigt. Da Norderstedt am 1. Januar 2005 den Status einer "Großen kreisangehörigen Stadt" erhielt, darf der Bürgermeister sich nun Oberbürgermeister nennen. Weitere wichtige Funktionen in der Stadtverwaltung üben die Dezernenten Thomas Bosse (Bau − Erster Stadtrat) und Torsten Thormählen (Gemeinde Ellerau, Soziales − Zweiter Stadtrat) aus. Der ehemalige Kulturdezernent und Erster Stadtrat Dr. Harald Freter wurde nicht wiedergewählt. Sprecher der Stadt ist Kai-Jörg Evers.
Blasonierung: „Geviert von Blau und Silber mit rotem Mittelschild, darin ein achtstrahliger silberner Stern, dessen oberster Strahl mit einer silbernen Lilie besteckt ist.“[1]
Die vier Abschnitte des Wappens symbolisieren die vier Gründungsgemeinden.
Die Verwendung des Wappens ist Norderstedter Bürgern nur durch einen Beschluss des Hauptausschusses im Einzelfall gestattet. Dies ist in der Satzung der Stadt Norderstedt festgelegt. Die Verwaltung ahndet den Gebrauch des Wappens z. B. bei Bürgerinitiativen restriktiv.
Blasonierung: „Inmitten eines weißen Tuches das Stadtwappen, etwas zur Stange hin verschoben.“[1]
Das Feuerwehrmuseum Schleswig-Holstein wurde 1990 in Norderstedt-Mitte eröffnet und bietet auf 2100 m² Ausstellungsfläche Informationen über die Geschichte des vorbeugenden und abwehrenden Brandschutzes vom späten Mittelalter bis zur Neuzeit. In drei Hallen stehen die älteste Dampfspritze Deutschlands sowie Motorspritzen, Löschfahrzeuge, Anhängeleitern und Drehleitern (Baujahr 1926 bis 1967). Weiter sind eine große Uniformensammlung, wertvolle alte Handschriften, Fotos, Orden und Ehrenzeichen zu besichtigen.
Der Garstedter Friedhof ist seit dem Jahr 1903 Begräbnisplatz der evangelisch-lutherischen Christus-Kirchengemeinde zu Garstedt in Norderstedt. Die Nutzung steht jedoch allen Konfessionen offen.
Prominente Grabstätten:
Weitere Friedhöfe in Norderstedt:
In Norderstedt existieren diverse Sportvereine, die meisten davon mit einem breiten Spektrum angebotener Sportarten:
Der SV Friedrichsgabe beherbergt eine Mannschaft des American Football, die Nordic Wolves. Diese spielt im Moorbekstadion, das bis zu 3.500 Zuschauer fasst. Des Weiteren gibt es seit 2008 die Norderstedt Beavers, die derzeitig eine Jugendmannschaft im Ligabetrieb haben.
Der erfolgreichste Basketballclub in Norderstedt ist der 1. SC Norderstedt. Die SCN Seals belegten in der Saison 06/07 den 2. Platz in der 2. Regionalliga Nord.
Seit 2006 gibt es in Norderstedt den Catch Wrestling Norddeutschland e.V., der sich für die Förderung des deutschen Catch Wrestling Sports in Norddeutschland gegründet und Kampfabende in Norderstedt und Tangstedt veranstaltet hat. Bekannte Norderstedter Kämpfer sind „Der Baron“ und „Michael Knight“.
Zum American Football gehören traditionell Cheerleader. Die Starlets Cheerleader sind ein reines Dance-Show-Team nach dem Vorbild der NFLE-Cheerleader. Unter dem Dach des SV Friedrichsgabe gibt es sowohl ein Damenteam (ab 16 Jahre) als auch ein Junior-(Mädchen)-Team (ab 11 Jahre). Die Starlets Cheerleader absolvieren außerhalb ihrer Darbietungen bei den Footballspielen diverse große und kleine Auftritte (wie z. B. bei der Night Of The Jumps in Hamburg).
Der Norderstedter Sportverein (NSV) hat eine sehr erfolgreiche Einrad-Sparte, die sich wachsender Beliebtheit erfreut und bei Turnieren im Kreis bereits viele Preise gesammelt hat.
Der größte Sportverein Norderstedts ist der 1. SC Norderstedt. Die Fußballmannschaft ist bekannt geworden durch den verpassten Aufstieg in die zweite Bundesliga gegen 1860 München 1993. 2003 trat die Fußballabteilung aus und gründete unter dem Namen Eintracht Norderstedt einen eigenständigen Verein. Die 1. Herren-Mannschaft der Eintracht spielt derzeit in der Oberliga Hamburg.
Seit der Saison 2008/2009 spielt die zweite Mannschaft des Hamburger Sport-Verein (HSV II) im Edmund-Plambeck-Stadion seine Heimspiele in der 4. Liga (Regionalliga Nord).
Weitere Fußball-Sportvereine oder Sportvereine mit Fußballabteilungen sind TuRa Harksheide, Norderstedter SV, SV Friedrichsgabe, Glashütter SV, FFC Nordlichter Norderstedt und der neugegründete Fußballklub 1. Norderstedter Fußballclub (NFC).
Das HSV-Trainingsgelände am Lindenhof im Stadtteil Harksheide wurde während der Fußball-WM 2006 vom Team der USA zum Trainieren genutzt. Dort fand am 5. Juni 2006 (aus „Sicherheitsgründen“ unter Ausschluss der Öffentlichkeit) auch ein Freundschaftsspiel der USA gegen das Team Angolas statt, das 1:0 für das US-Team endete. Ein öffentliches Training fand auch im Edmund-Plambeck-Stadion statt, in dem sonst die Heimspiele von Eintracht Norderstedt ausgetragen werden.
Die Handball-Gemeinschaft Norderstedt (HGN) steht im Zusammenschluss mit dem TuRa Harksheide. Trainiert wird in verschiedenen Hallen, die Spiele finden jedoch in der Sporthalle des Schulzentrums Süd statt. Mittlerweile spielen Die A-Jugendmannschaften der HGN auch in der Handball-Regionalliga. Außerdem gibt es noch den NSV (Norderstedter Sportverein).
Norderstedt ist seit nunmehr mehreren Jahren in Folge ein Austragungsort für Europameisterschaften im Kickboxen. Der mehrmalige Weltmeister (WKN) und Europameister (WAKO) Human Nikmaslak betreibt in Norderstedt eine Kampfsportschule.
Die LG Alsternord Hamburg ist zwar eine im Hamburger Leichtathletik-Verband (HHLV) eingetragene Leichtathletikgemeinschaft, setzt sich jedoch länderübergreifend aus den vier Leichtathletik-Abteilungen von TuRa Harksheide, 1. SC Norderstedt (beide Schleswig Holstein) und dem SC Alstertal/Langenhorn (Hamburg; ehemals TuS Alstertal und SC Langenhorn; kurz SCALA) zusammen. Die meisten aktiven Athleten sind daher wohnhaft in Norderstedt. Auch findet das Training neben den Hamburger Sportstätten Jahnkampfbahn (JKB) und der im Jahr 2006 eingeweihten Leichtathletik-Halle (LTH) größtenteils in Norderstedt (Sportplatz Schulzentrum Süd) statt. Seit 35 Jahren ist die LG Alsternord in Hamburg und in Schleswig-Holstein aktiv und war somit die erste länderübergreifende Leichtathletik-Gemeinschaft. Auf Landesebene sind die jungen Aktiven stets erfolgreich, so dass die LG Alsternord seit ihrer Gründung stets zu den besten fünf Vereinen Hamburgs gehört. Die Senioren sind sogar international erfolgreich[3][4][5].
In Norderstedt gibt es auch einige Tanzsportvereine, die teilweise überregional bekannt sind: Die Tanzsportabteilung des 1. SC Norderstedt und der TSC Astoria Norderstedt (beide zum Tanzsportverband Schleswig-Holstein (TSH) gehörend) sowie die Tanzsportabteilung des HSV und der TTC Savoy (beide Hamburger Tanzsportverband (HATV)).
Im Stadtteil Glashütte befindet sich einer der größten Tennisvereine Schleswig-Holsteins; der TSC Glashütte e. V. mit 14 Außen- und 3 Hallenplätzen. Außerdem gibt es noch den TC Friedrichsgabe, den TC am Falkenberg, den TC Garstedt und die Tennisabteilung des 1. SC Norderstedt.
Der 1. VC Norderstedt existiert seit 1996 und spielt seine Punktspiele hauptsächlich in der Moorbekhalle, wo auf sechs Spielfeldern gleichzeitig gespielt werden kann. Die Mannschaften sind von der Jugend bis zum Erwachsenenbereich in diversen Ligen vertreten. Von der Kreisliga bis hin zur Regionalliga (Herren) und 2. Bundesliga (Damen) schlagen die Volleyballer für Norderstedt auf. Die Senioren des 1. VCN sind bereits acht mal Deutscher Meister geworden.
Daneben gibt es noch den 1. SCN Norderstedt mit aktuell zwei Herrenmannschaften in der Hamburger Landesliga.
Ein weiterer wichtiger Verein ist die Startgemeinschaft Wasserratten e. V. Dieser Schwimmverein bildet einen Leistungsstützpunkt in Schleswig-Holstein. Bekanntestes ehemaliges Vereinsmitglied ist Sandra Völker.
Norderstedt ist in das Nahverkehrsnetz des Hamburger Verkehrsverbundes eingebunden. Die U-Bahn-Linie U1 und die Linie A2 der AKN verbinden Norderstedt mit Hamburg bzw. dem nördlich gelegenen Henstedt-Ulzburg und Kaltenkirchen. Zahlreiche Buslinien der VHH stellen die Verbindungen der Norderstedter Stadtteile untereinander und mit den Gewerbegebieten sowie den umgebenden Orten her. Der Ende 2004 neu gestaltete Busbahnhof an der U-Bahn-Station „Garstedt“ direkt beim Einkaufszentrum „Herold-Center“ ist dabei ein wichtiger Knotenpunkt und ergänzt den zweiten Busbahnhof an der U-Bahn-Station „Norderstedt Mitte“ beim Verwaltungszentrum. Ein dritter Busbahnhof befindet sich am Glashütter Markt. Eine Regionalbuslinie der Autokraft verkehrt in die Kreisstadt Bad Segeberg.
An den Wochenendnächten und vor Feiertagen verkehrt zusätzlich die Nachtbuslinie 616: U-Ochsenzoll − Garstedt − Harksheide (− Henstedt-Ulzburg − Kisdorf − Kaltenkirchen Süd). Bis zum Ausgangspunkt dieser Buslinie, dem U-Bahnhof Ochsenzoll an der Norderstedter Stadtgrenze, fährt die U-Bahn-Linie U1 von und nach Hamburg an diesen Tagen während der gesamten Nacht im 20-Minuten-Takt. Norderstedt besitzt keinen eigenen Regional- und Fernverkehrsbahnhof. Durch die U-Bahn ist es sehr gut an den Hamburger Hauptbahnhof angeschlossen.
Die BAB 7 führt westlich an Norderstedt vorbei (Anschlussstelle Quickborn für die nördlichen Bereiche bzw. Hamburg-Schnelsen-Nord für die südlichen Bereiche). Quer durch den Süden der Stadt führt die Bundesstraße 432 (von der A 7 im Westen über die Stadtteile Garstedt, Harksheide (Süd) nach Glashütte) und verbindet Norderstedt mit der Kreisstadt Bad Segeberg.
Die Terminals des Flughafen Hamburg in Hamburg-Fuhlsbüttel liegen nur wenige Kilometer entfernt. Ein Teil des Flughafengeländes (nördliches Ende der Start-/Landebahn 2) befindet sich sogar auf Norderstedter Stadtgebiet.
Norderstedt ist Sitz eines Regionalstudios des NDR, das Beiträge für die Hörfunkwellen und das Fernsehprogramm produziert. In der Woche wird mehrfach pro Tag Regionales aus dem Studio Norderstedt im Programm der NDR 1 Welle Nord über die Frequenzen Hamburg 89,5 MHz und Neumünster 106,4 MHz für das Hamburger Umland gesendet.
Norderstedt hat einen eigenen lokalen Fernsehsender, noa4, verfügbar auf Kanal K23 im Kabelnetz der wilhelm.tel GmbH. Dieser strahlt kein Vollprogramm aus, sondern hat ein zeitlich begrenztes Sendefenster mit Sendungen mit Regionalbezug, die regelmäßig wiederholt werden. Außer im eigenen Kabelnetz kann noa4 im Internet über die Homepage des Senders empfangen werden.
Die Medienanstalt Hamburg Schleswig-Holstein hat seit 1. März 2007 offiziell ihren Sitz in Norderstedt, wird allerdings ihre Amtsgeschäfte einstweilen noch in den Räumen der Ursprungsanstalten in Hamburg und Kiel ausführen.
In Norderstedt sitzt die Norderstedter Zeitung, die täglich als Beilage zum Hamburger Abendblatt im Kreis Segeberg erscheint. Der älteste in Norderstedt ansässige Zeitungsverlag ist das Verlagshaus Meincke, das den „Heimatspiegel“, „Heimatspiegel Extra“ und den „Lokal-Anzeiger“ publiziert. Weitere Zeitungen und Wochenblätter sind der „Sonntags Anzeiger“ und das zum Hamburger Wochenblatt gehörende „Norderstedter Wochenblatt“.
Über die Stadt verteilt existieren mehrere Gewerbegebiete mit teilweise international bekannten Unternehmen. Im Gewerbegebiet Nettelkrögen in Garstedt befinden sich u. a. die Firmenzentrale des Blumen-Handelsunternehmens Blume 2000 sowie die Europa-Zentrale des japanischen Elektronik- und Elektrogerätekonzerns Casio. Glashütte beherbergt ein großes Gewerbegebiet, in dem u. a. die aus der Klinikbranche bekannten Firmen Ethicon und Schülke & Mayr ansässig sind. Des Weiteren befindet sich das Hauptwerk der Jungheinrich AG in Friedrichsgabe. Auch die Schokoladenfabrik Herza, ein Unternehmen der Stern-Wywiol-Gruppe, hat in Norderstedt ihren Sitz.
Nach Planung und Entwurf durch die Entwicklungsgesellschaft Norderstedt (EGNO) entsteht für den Hamburg Airport seit 2005 das neue Logistikzentrum „NORDPORT“ im Stadtteil Garstedt zwischen den Verkehrsachsen Ohechaussee (B 432) und Niendorfer Straße. Im März 2007 gab die Hamburger Flughafengesellschaft bekannt, dass sie sich aus dem Projekt zurückziehen werde.
In Norderstedt gibt es den Bund der Selbständigen e. V. (BDS) als eigenständigen Verein. Mit nach eigenen Angaben [1] circa 400 Mitgliedern repräsentiert der BDS nicht ganz 10 % der ortsansässigen Wirtschaft.
Der 2006 in Norderstedt aus einigen wenigen BDS-Mitgliedern gegründete Alster Business Club will die Zusammenarbeit in der Metropolregion Hamburg fördern und konnte einen Mitgliederzuwachs von angeblich mehr als 200 Mitgliedern in weniger als einem Jahr verzeichnen.[2]
Feuerwehr Norderstedt
Die Feuerwehr Norderstedt ist eine reine Freiwillige Feuerwehr. Sie teilt sich auf in die vier eigenständigen Ortsfeuerwehren der Stadtteile Harksheide, Garstedt, Glashütte und Friedrichsgabe.
Die Wehren Glashütte und Friedrichsgabe stellen auch den Gefahrgutzug der Stadt Norderstedt. Die Feuerwache Friedrichsgabe stellt hierfür einen Einsatzleitwagen mit zusätzlicher Ausrüstung zum Spüren und Messen und einen Gerätewagen Gefahrgut (GW-G). Die Feuerwache Glashütte stellt einen Gerätewagen Atemschutz (GW-AS).
Die vier Wehren haben eine gemeinsame Jugendfeuerwehr, aus deren Mitte sich ein Großteil des Nachwuchses für die aktiven Wehren bildet.
Die zentrale Werkstatt mit festangestellten Kräften befindet sich in den neu gebauten Räumlichkeiten der Freiwilligen Feuerwehr Harksheide. Dort befindet sich auch (seit 2004) die rund um die Uhr besetzte Rettungsleitstelle für den gesamten Kreis Segeberg. Seit dem 1. Juli 2007 werden von dieser Rettungsleitstelle aus auch die Feuerwehr- und Rettungskräfte der Stadt Neumünster geleitet. Entsprechend wird der Notruf 112 aus Neumünster hierhin geleitet.
Norderstedt ist wohl die erste Stadt in Schleswig-Holstein, die über ein eigenes Bildungsportal im Internet verfügt (siehe Weblinks).
Bis auf eine Waldorfschule dürften in Norderstedt so ziemlich alle Schulformen vertreten sein.
Die Stadt Norderstedt ist nicht nur Trägerin der meisten Kitas und Schulen sondern verfügt mit den „Bildungswerken Norderstedt“ auch über die einzige als Eigenbetrieb geführte Bildungseinrichtung. Darin sind die zweitgrößte Volkshochschule des Landes und die Stadtbücherei zusammengefasst. Die Stadtbücherei Norderstedt ist in allen vier Stadtteilen vertreten und verfügt über einen Gesamtbestand von mehr als 150.000 Medien für Unterhaltung, Freizeitgestaltung, (Weiter-)Bildung und Information. Auch Graphiken und Plakate werden verliehen. Das Bestandsangebot richtet sich an alle Altersgruppen. Als Einrichtung der Kultur und Weiterbildung arbeitet die Stadtbücherei eng mit Kindertagesstätten, Schulen und mit Bildungs- und Weiterbildungsanbietern für Erwachsene zusammen. Darüber hinaus führt sie Veranstaltungen durch.
Neben der Volkshochschule gibt es einige weitere Anbieter für Weiterbildung, z. B. die Frauencomputerschule „adasoft“, die DEKRA-Akademie und die Wirtschaftsakademie.
In Trägerschaft der Volkshochschule ist in Norderstedt auch der Weiterbildungsverbund des Kreises Segeberg angesiedelt.
Norderstedt ist Sitz eines Amtsgerichts.
Seit dem 1. Januar 2007 führt die Stadt im Rahmen einer Verwaltungsgemeinschaft die Verwaltungsgeschäfte für die amtsfreie Gemeinde Ellerau.
Alveslohe | Armstedt | Bad Bramstedt | Bad Segeberg | Bahrenhof | Bark | Bebensee | Bimöhlen | Blunk | Boostedt | Bornhöved | Borstel | Bühnsdorf | Daldorf | Damsdorf | Dreggers | Ellerau | Fahrenkrug | Föhrden-Barl | Fredesdorf | Fuhlendorf | Geschendorf | Glasau | Gönnebek | Groß Kummerfeld | Groß Niendorf | Groß Rönnau | Großenaspe | Hagen | Hardebek | Hartenholm | Hasenkrug | Hasenmoor | Heidmoor | Heidmühlen | Henstedt-Ulzburg | Hitzhusen | Högersdorf | Hüttblek | Itzstedt | Kaltenkirchen | Kattendorf | Kayhude | Kisdorf | Klein Gladebrügge | Klein Rönnau | Krems II | Kükels | Latendorf | Leezen | Lentföhrden | Mönkloh | Mözen | Nahe | Negernbötel | Nehms | Neuengörs | Neversdorf | Norderstedt | Nützen | Oering | Oersdorf | Pronstorf | Rickling | Rohlstorf | Schackendorf | Schieren | Schmalensee | Schmalfeld | Schwissel | Seedorf | Seth | Sievershütten | Stipsdorf | Stocksee | Strukdorf | Struvenhütten | Stuvenborn | Sülfeld | Tarbek | Tensfeld | Todesfelde | Trappenkamp | Travenhorst | Traventhal | Wahlstedt | Wakendorf I | Wakendorf II | Weddelbrook | Weede | Wensin | Westerrade | Wiemersdorf | Winsen | Wittenborn