One Piece ist eine seit 1997 laufende, international erfolgreiche Manga-Serie des japanischen Mangaka Eiichiro Oda, die für Fernsehen und Kino auch als Anime umgesetzt wird. Erzählt werden die Abenteuer einer Gruppe junger Piraten in einer fiktiven Welt, die auf der Suche nach dem legendären Schatz One Piece ist. Seit dem Start der Serie im Manga-Magazin Shōnen Jump umfasst die Serie mit der in der 21. Kalenderwoche 2008 erscheinenden Ausgabe 500 Kapitel.
Inhaltsverzeichnis |
Die Manga- und Fernsehserie sind in einzelne Handlungsabschnitte unterteilt, in denen die Strohhutbande immer wieder einen scheinbar übermächtigen Hauptgegner hat, der nach klassischer Shōnen-Manier in einem Endkampf von Ruffy besiegt wird, während sich seine Kameraden mit anderen auftauchenden Nebengegnern befassen. Das Besondere an der Handlung ist dabei: Bislang ist keiner der für die Handlung wichtigen Charaktere infolge eines Kampfs gestorben – selbst nach einer sehr großen Bombenexplosion überstehen die einzelnen Charaktere diese, wenn auch schwer verletzt.
Eiichiro Oda begründet dies vor allem damit, dass wenn Ruffy oder einer seiner Freunde einen Gegner besiegt, dies das Ende ihrer Träume ist, so dass es für sie keine Rolle mehr spielt, ob sie leben oder tot sind.[1]
Der Manga erhält durch die Coverstorys eine zweite Handlung, welche die Geschehnisse abseits der Haupthandlung mit bereits erledigten Gegnern oder zurückgelassenen Freunden und Mitstreitern fortsetzt und zum Teil neue Charaktere einführt. Dabei ist nicht auszuschließen, dass die dort gezeigte Handlung wieder Bestandteil des Haupterzählstrangs wird. Ein Beispiel hierfür ist die Geschichte, die von Fans im Allgemeinen als „Buggy-Coverstory“ benannt wird: Nachdem Buggy von Ruffy besiegt wurde, erlebt der Kapitän eine kleine Odyssee abseits des Hauptgeschehens und kehrt später zurück, um sich an Ruffy zu rächen.
Die Hintergrundgeschichten der einzelnen wichtigen Charaktere werden immer wieder in Rückblenden aufgerollt.
Die Welt in One Piece besteht aus den vier großen Ozeanen East Blue, West Blue, North Blue und South Blue. Angeblich gibt es auf der Grand Line auch den All Blue, in dem alle Fischarten der Welt vorkommen sollen. Der einzige Kontinent der Welt, die Red Line, zieht sich als schmales Band in Nord-Süd-Richtung (meridial) einmal um den ganzen Planeten und wird von einer zentralen Weltregierung verwaltet, die ihren Hauptsitz in der legendären Stadt Mary Joa hat, die zugleich das Hauptquartier der Marine ist.
In West-Ost-Richtung (äquatorial) zieht sich die Grand Line (auch „Die große Seefahrer-Route“ und „Piratengrab“ genannt) um den Planeten. Entlang der Grand Line befinden sich die mächtigsten Piraten und größten Gefahren der Welt, dort soll aber auch der Schlüssel zum legendären Schatz, dem „One Piece“, zu finden sein. Die Randgebiete der Grand Line werden als Calm Belt bezeichnet, da es dort immer windstill ist, was eine Schifffahrt unmöglich macht; wegen der vielen Seekönige (riesige Seemonster) sind auch Ruderschiffe stark gefährdet. Nur die Marine kann fast ohne Risiko hindurchfahren. Möglich gemacht wird das durch besondere Steinplatten, die aus Seestein bestehen. Die einzige Zugangsmöglichkeit für alle anderen Schiffe ist der Reverse Mountain, ein Berg, an dem Strömungen aus allen vier Ozeanen zusammenfließen, jeweils einen Strom zur Spitze des Berges bilden und von dort in die Grand Line fließen.
Die Navigation auf der Grand Line erfolgt auf einer von sieben möglichen Routen, die alle bei der geheimnisvollen Insel Unikon – im Original Raftel genannt – enden, die Gol D. Roger als bisher einziger erreicht hat. Da aufgrund der starken Magnetfelder der Inseln auf der Grand Line normale Kompasse nicht funktionieren würden, gibt es so genannte Lock-Ports – spezielle Kompasse, die zur nächsten Insel auf der jeweiligen Route zeigen – und Eternal-Ports, die immer auf eine ganz bestimmte Insel zeigen und deren Ziel stets angegeben ist.
Eine weitere Besonderheit der Welt von One Piece sind die sogenannten Teufelsfrüchte, die demjenigen, der von ihnen isst, besondere Kräfte verleihen. Allerdings rauben sie ihm zugleich die Fähigkeit zu schwimmen.
Wie in der realen Welt, gibt es in der von One Piece ein Zahlungsmittel: Die fast auf der gesamten Welt gültige Währung wird Berry genannt, lediglich auf der Himmelsinsel Skypia bezahlt man mit Extol.
Nach der Hinrichtung des Piratenkönigs Gol D. Roger machen sich ganze Heerscharen von Piraten auf die Suche nach dem One Piece.
Der junge Ruffy verlässt sein Heimatdorf und begibt sich auf die Suche nach Mitstreitern, mit dem Ziel sein Versprechen gegenüber seinem großen Vorbild – dem Roten Shanks – einzulösen, eine starke Piratentruppe zusammenzustellen und König der Piraten zu werden. In einer Marinebasis befreit er den Schwertkämpfer Zorro, der sich ihm daraufhin als erstes anschließt. Schon kurz darauf folgen die diebische Navigatorin Nami und der Kanonier Lysop.[2][3][4]
Als Dankeschön für die Rettung von Lysops Heimatdorf erhält die „Strohhutbande“, benannt nach Ruffys Strohhut, die kleine Karavelle, die ihr Erbauer „Flying Lamb“ getauft hat. Auf der Suche nach einem Smutje treffen Ruffy und seine Freunde schließlich auf das Restaurantschiff Baratié und wehren einen Angriff des gefürchteten Piraten Don Creek ab. Währenddessen hat sich jedoch Nami mit der „Flying Lamb“ und der bisherigen Beute weggeschlichen, so dass sich die Bande auf die Suche nach ihr begibt und im Arlong Park landet.[5][6][7][8][9]
Der Arlong Park ist eine Basis der Fischmenschen, die angeführt von Arlong vor einigen Jahren über Namis Heimatinsel hergefallen sind, ihre Mutter ermordet haben und seitdem diktatorisch und menschenverachtend über die Insel und ihre Dörfer herrschen. Nami ist Teil der Arlong Crew, da Arlong ihr versprach, dass ihren Angehörigen nichts passieren würde und sie irgendwann ihr Dorf auslösen könne. Allerdings ist es auch Arlong, der die Lage von Namis Schatz an die Marine verrät, woraufhin diese ihn konfisziert, als sie die von Arlong geforderte Summe beinahe zusammen hat. Daraufhin helfen ihr Ruffy und seine Crew, zerstören Arlong Park und befreien die Insel von der Schreckensherrschaft der Fischmenschen. Befreit von ihrer Bürde, ihr Dorf zu beschützen, schließt sich Nami Ruffys Bande nun endgültig an.[10][11]
Gemeinsam läuft die Bande Loguetown an, in der Gol D. Roger sowohl geboren als auch hingerichtet wurde und welche als die letzte Station vor der Grand Line gilt. Dort wird Ruffy beinahe von Buggy und Alvida hingerichtet, entkommt aber durch einen plötzlich aufziehenden Sturm und der Hilfe des Revolutionärs Dragon. Verfolgt von Buggy und der Marine, in Form des Marine-Kommandanten Smoker, zieht die Bande zur Grand Line. Alle Mitglieder schwören zuvor ihre Ziele zu erreichen, Ruffy will Piratenkönig werden, Zorro der beste Schwertkämpfer der Welt werden, Nami die perfekte Seekarte zeichnen, Sanji den All Blue finden und Lysop ein tapferer Krieger der Meere werden. [12][13]
Die Bande gelangt in einer halsbrecherischen Fahrt über den Reverse Mountain auf die Grand Line, wo das Schiff gleich vom Riesenwal „La Boum“ verschluckt wird, der vor 50 Jahren von einer Piratenbande zurückgelassen wurde, die ebenfalls die Große Seefahrerroute besegeln wollte. Mittlerweile schätzt jedoch Krokus, dem die Strohhutbande im Wal begegnet und der sich um den Wal kümmert, dass die Piraten die Grand Line wieder verlassen haben und dass der Wal vergeblich auf seine Freunde warte. Nachdem die „Flying Lamb“ das Innere des Wals durch eine Luke verlassen hat, lernen die Piraten die Tücken der für sie neuen See kennen.[13]
Ihre erste Station ist „Whiskey Peak“, in der die Bande eine Horde von Kopfgeldjägern aufmischt und Prinzessin Vivi kennenlernen. Von ihr erfahren sie, dass ihr Heimatland „Alabasta“ von einer Revolution bedroht wird, dass sie auf der Suche nach den Hintermännern schließlich in der Baroque-Firma als Spezialagentin gelandet sei und wisse, wer für die Unruhen verantwortlich sei: Sir Crocodile, einer der Sieben Samurai der Meere. Nach Vivis Rettung ist die Strohhutbande ebenfalls auf Sir Crocodiles Abschussliste. Sie beschließen Vivi zu helfen.[14]
Die nächste Station ihrer Reise führt die Strohhutbande zur Urzeitinsel „Little Garden“, auf der die Bande zwei Riesen kennenlernt, die einen Streit um den Ausgang einer Wette ausfechten. In diesen Streit mischen sich einige Baroque-Agenten ein, die zugleich die Prinzessin gefangennehmen.[15] Nach dem ausgefochtenen Kampf reist die Bande weiter, doch auf der Insel hat sich Nami mit dem Zeckenfieber infiziert. Als sie auf der Weiterfahrt schließlich schwer erkrankt, ist guter Rat teuer, da kein Arzt an Bord ist.[16] Mit Glück landet die Bande auf einer Winterinsel und nimmt, nachdem sie den dort herrschenden Tyrannen Wapol besiegt und Nami gerettet haben, das Rentier Chopper als Bordarzt auf.[17][18]
Nachdem man bereits zuvor die Bekanntschaft eines der stärksten Agenten der Baroque-Firma gemacht hat, legt die Bande schließlich in Alabasta an, wo Ruffys Bruder Ace die Bande bereits erwartet, der auf der Suche nach dem Piraten Blackbeard ist. Nachdem sich Ace wieder von seinem Bruder verabschiedet hat, reist die Gruppe um Ruffy und Vivi zur Oase Yuba, in der die Prinzessin die Rebellen vermutet. Als die Gruppe jedoch die Oase erreicht, müssen sie feststellen, dass die Rebellen ihren Standort gewechselt haben. Ruffy sieht die Lage klar: Es nutzt nichts, dass man den Rebellen hinterhereilt. Er will sich denjenigen schnappen, der hinter dem ganzen steckt: Sir Crocodile.[19]
Der erste Kampf der beiden ist dabei relativ schnell entschieden: Ruffy unterliegt, wird allerdings von Sir Crocodiles Partnerin Miss Bloody Sunday noch gerettet. In der Hauptstadt beschäftigen die einzelnen Bandenmitglieder die Spezialagenten der Baroque-Firma um es Vivi zu ermöglichen, die Rebellion aufzuhalten, doch sie kommt zu spät. Alle Hoffnung scheint verloren, als ihr Vater sowohl Miss Bloody Sunday als auch Sir Crocodile in die Katakomben des Palastes führt, in der ein Geheimnis um eine antike Waffe aufbewahrt ist.[20][21][22][23]Doch Ruffy stellt sich seinem Gegner erneut und besiegt Sir Crocodile, der später von der Marine verhaftet wird.
Ruffys Bande muss nach einer kurzen Verschnaufpause das Land überstürzt verlassen, während sie ihre Freundin Vivi und ihre Rennente zurücklassen müssen. Die Verhinderung der Rebellion wurde nicht ihnen, sondern ihren Widersachern von der Marine zugesprochen.[24]
Dabei nehmen sie Miss Bloody Sunday mit, die sich unbemerkt an Bord geschlichen hat, um ihrerseits der Verhaftung durch die Marine zu entgehen. Nachdem sie ihre Identität offenbart hat und erklärt, dass Ruffy sie in den Katakomben vor dem sicheren Tod bewahrte, wird sie in der Bande aufgenommen. [25]
Nachdem der Strohhutbande ein vom Himmel herabstürzendes und mehrere hunderte Jahre altes Schiffswrack auf hoher See beinahe auf den Kopf fällt, machen sich Ruffy und seine Freunde auf, die Legende um die Himmelsinseln aufzuklären. Die erste Station auf ihrem neuen Abenteuer ist das Piratennest „Jaya“, in dem sie einigen Hinweisen nachgehen und schließlich auf Maron Cricket treffen.[25][26]
Mit seiner Hilfe wird die „Flying Lamb“ umgebaut, so dass es ihrer Besatzung möglich ist, die Himmelsinseln über den „Knock-up-Stream“, einer senkrecht in den Himmel gerichteten Wasserströmung, zu erreichen. Allerdings gerät die Bande gleich in Schwierigkeiten, als sie keinen Zoll für die Einreise zahlen und so gleich als Schwerverbrecher gebrandmarkt sind, womit sie nicht nur die Aufmerksamkeit der „Weißen Baretts“ – Skypias Polizeitruppe – erregen, sondern auch die des Gotts von Skypia – Enel – und seinen vier Priestern, die die einzige Landmasse in Skypia – den „Upper Yard“ – besetzen und damit das ursprünglich dort lebende Volk – die „Shandia“ – von dort vertrieben haben, während die restliche Bevölkerung auf Wolkeninseln verteilt lebt.[27]
Die Bande wird schließlich getrennt, findet aber wieder zusammen, als sich Ruffy, Sanji und Lysop dem Priester Satori und dessen Prüfung der Bälle stellen. Es stellt sich heraus, dass der Upper Yard ein Teil der Insel Jaya ist, der wahrscheinlich durch einen gewaltigen „Knock-Up-Stream“ hinauf nach Skypia befördert wurde. Da hier auch die Goldene Stadt vermutet wird, wittern die Piraten eine fette Beute, woraufhin sich die Bande in zwei Gruppen aufteilt: Während ein Teil auf dem Schiff bleibt und die Flucht vorbereitet, soll der zweite Teil der Bande nach dem Gold suchen.[28] Allerdings werden die Goldsucher in verschiedene Kämpfe sowohl mit Enels Anhängern als auch den Shandia verwickelt, die um den „Upper Yard“ kämpfen.[29][30]
Als die Piraten schließlich entdecken, dass Enel Skypia vernichten will, stellen sie sich ihm entgegen, allerdings ist Ruffy der einzige, der Enel etwas entgegensetzen kann: Enel hat von der Donnerfrucht gegessen, die ihm die Kraft verleiht, Blitze zu schleudern und sich auch selbst in einen Blitz zu verwandeln – Ruffy ist als „Gummimensch“ gegen Elektrizität immun, so dass Enel gegen ihn in zwei Kämpfen schließlich den Kürzeren zieht.[31][32][33]
Der „Flying Lamb“ sind mittlerweile die Strapazen der letzten Monate anzusehen. Die Bande sieht ein, dass das Schiff gründlich überholt werden muss, sollte man weiterhin mit ihm die Grand Line befahren wollen. Im Zuge dessen steuert die Bande die Insel „Water Seven“ an, auf der es eine berühmte Schiffswerft gibt, von der man sich erhofft, dass die Dockarbeiter das Schiff wieder flottmachen können.
In guter Hoffnung machen sich Ruffy, Lysop und Nami auf, um die Beute aus Skypia in Bargeld einzutauschen und wenden sich direkt an den Dockarbeiter „Ecki Zugluft“, der das Schiff auch gleich inspiziert.[34] Allerdings kehrt er mit keiner guten Nachricht zurück: Die „Flying Lamb“ ist nicht mehr zu retten und kann nicht mehr instandgesetzt werden. Der Schock sitzt noch immer tief, als Nami und Ruffy bemerken, dass zwei Drittel ihres Geldes plötzlich fehlen. Auf der Suche nach den 200 Millionen Berry findet Nami schließlich Lysop, der von der Franky-Familie zusammengeschlagen wurde. Aus Rache blasen Ruffy, Zorro, Sanji und Chopper zum Gegenangriff und nehmen das Hauptquartier der Franky-Familie auseinander – doch das Geld bleibt verloren.
Die Bande ist schließlich wieder auf dem eigenen Schiff und berät darüber ein neues Schiff zu kaufen. Doch Lysop will es nicht wahrhaben, dass die „Flying Lamb“ aufgegeben werden muss, provoziert einen Streit und verkündet seinen Austritt, während der Rest der Bande das Schiff verlässt und in einem Hotel Quartier bezieht.
In der Zwischenzeit hat sich die Lage in „Water Seven“ verändert: Ein unbekannter Angreifer hat ein Attentat auf Bürgermeister Eisberg verübt, das dieser nur knapp überlebt hat. Da Eisberg Nico Robin als Attentäterin identifiziert, soll die Strohhutbande zur Verantwortung gezogen werden. Ruffy versucht sowohl mit den Dockarbeitern als auch mit Eisberg selbst zu sprechen, jedoch muss er einsehen, dass Nico Robin die Bande offenbar verraten und nach Choppers Aussage ebenfalls verlassen hat.[35]
Als die Strohhutbande Robin vor ihrem zweiten Attentat stellen will, offenbaren sich die wahren Hintermänner: Die „Cipherpol 9“ – eine geheime Spezialeinheit der Marine, aus der sich vier Mitglieder (Lucci, Ecki, Bruno und Kalifa) als Dockarbeiter der „Galeera Company“ getarnt hatten – hat den Auftrag, die Konstruktionspläne für ein mächtiges Schlachtschiff zu erlangen, das „Pluton“ genannt wird. Gegen die Kampfkunst der CP9 haben Ruffy und seine Freunde zunächst keine Chance und müssen sowohl Robin als auch die Marineagenten ziehen lassen, die daraufhin Franky und Lysop gefangennehmen und mit dem Seezug „Puffing Tom“ nach „Enies Lobby“ bringen, während die anderen nur knapp der „Aqua Laguna“, einer gewaltigen Welle, entkommen.[36][37]
Da kein normales Schiff durch die Fluten der „Aqua Laguna“ gelangen kann, nehmen sowohl die Strohhutbande als auch die Franky-Familie und die restlichen Dockarbeiter der Galeera mit „Puffing Toms“ Prototypen die Verfolgung auf: „Rocketman“.[38]
Auf dem Weg nach Enies Lobby gelingt es Sanji, der sich als Blinder Passagier in „Puffing Tom“ schmuggelte, bereits die Marine-Einheiten in den hinteren Waggons des Seezugs unentdeckt von den anderen auszuschalten und befreit Lysop und Franky. Während für Franky klar ist, dass er mit Sanji zusammenarbeitet, meint Lysop jedoch nur, dass er an dem Kampf nicht mehr teilnehmen wird, da er schließlich aus der Bande ausgetreten sei. Als Franky und Sanji entdeckt werden, erscheint ein neuer Kämpfer, der sich Sogeking nennt, hinter dem sich aber Lysop verbirgt, der sein Gesicht lediglich mit einer Maske verdeckt.
Den dreien gelingt es bis zu Robin und der CP9 vorzurücken, jedoch nicht, sie zu retten – Franky gerät dabei erneut in Gefangenschaft, während Sanji und Sogeking später von den Verfolgern aufgelesen werden.[39]
Auf der Justizinsel „Enies Lobby“ weigert sich die in Handschellen festgesetzte Robin zunächst, sich von Ruffy und seinen Freunden retten zu lassen und hat bereits allen Lebensmut verloren. Erst als sie sich an ihre Kindheit und den Rat ihres ersten guten Freundes, dem Riesen Sauro, erinnert, sich starke Kameraden zu suchen, die sie beschützen, findet sie ihren Willen zu leben wieder, woraufhin die Agenten der CP9 jedoch ein Spiel mit der Strohhutbande beginnen: Es bleiben sechs Agenten der CP9 im Turm der Gerechtigkeit zurück. Jeder von ihnen besitzt einen Schlüssel für Robins Handschellen, die derweil von den Anführern der CP9 – Spandam und Rob Lucci – fortgebracht wird. Nur einer von ihnen passt, so dass die Strohhutbande sich aufteilen muss und den Kampf Mann gegen Mann sucht, um die Schlüssel einen nach dem anderen zu erbeuten.
Es gelingt der Bande schließlich, ihre Freundin zu befreien und zu einem auf der abgewandten Seite von Enies Lobby liegenden Marine-Konvoyschiff zu gelangen – doch Spandam hat bereits das Marine-Hauptquartier alarmiert, das den „Buster Call“ – eine Flotte von zehn Schlachtschiffen, vollbesetzt mit unzähligen Marinesoldaten und fünf Vizeadmirälen, die in der Lage ist, eine ganze Insel wegzublasen – zur Justizinsel entsendet. Trotz alledem gelingt es der Bande ausgerechnet mit der „Flying Lamb“ zu entkommen, nachdem Ruffy in einem Kampf den Leopardenmensch Lucci besiegen konnte; doch auf halbem Weg zurück nach Water Seven beginnt das Schiff auseinanderzubrechen.
Die Bande kehrt nach dem Abschied von der „Flying Lamb“ mit einem Schiff der Galeera Company zurück nach Water Seven. Aus Dank und um eine zusätzliche Schuld zu begleichen, baut Franky für die Piraten ein neues Schiff die „Thousand Sunny“ und schließt sich dann der Bande an.
Auf dem Weg zur Fischmenscheninsel durchquert die Strohhutbande das „Florianische Triangle“ und begegnet schließlich dem Skelettmensch „Brook“. Dabei stoßen sie mit ihrem neuen Schiff – der „Thousand Sunny“ – bei der Vorführung seiner technischen Besonderheiten auf Thriller Bark, ein anderes gigantisches Schiff, das die Größe einer Insel hat. Dieses gehört einer Zombiemannschaft, die alle vom legendären Arzt Dr. Hogback erschaffen wurden und die unter der Führung ihres Kapitäns – Gecko Moria, einem der Sieben Samurai – die Schatten anderer Piraten stehlen, um so die eigene Mannschaft weiter zu verstärken, indem sie die erbeuteten Schatten auf neue Zombies übertragen. Zu Morias Opfern, der die Teufelskraft besitzt, den Schatten einer Person zu entfernen, zählen Ruffy, Zorro, Sanji und Brook.
Als Moria von Ruffy besiegt wird, wodurch jeder seinen Schatten wiederbekommt, erhält ein weiterer Samurai namens Bartholomäus Bär von der Weltregierung den Auftrag, alle Zeugen der Niederlage Morias zu beseitigen, also auch die Strohhutbande. Der Kampf beginnt schließlich, doch Ruffys geschwächte Freunde scheinen keine Chance gegen ihren neuen Gegner zu haben, der sich als von Dr. Vegapunk geschaffener Cyborg entpuppt und die Teufelskraft der Tatz-Frucht besitzt. Dennoch lässt der Samurai Ruffys Bande ziehen, nachdem er sich vergewissert hat, dass Ruffys Kameraden ihrem Kapitän derart treu ergeben sind, dass sie sich für ihn opfern würden.
Auf dem Weg zur Neuen Welt, dem zweiten Teil der Grand Line muss die Strohhutbande nun die Redline überwinden, die einzige kontinentale Landmasse in der Welt von One Piece. Dabei gilt die „Fischmenscheninsel“ neben der heiligen Stadt Mary Joa als einzige Möglichkeit einer Passage. Da die heilige Stadt der Sitz der Weltregierung ist, entschließen sich Ruffy und seine Freunde, die Route über die Fischmenscheninsel zu nehmen, die jedoch auf dem Meeresgrund liegt. Bei einer ersten Erkundung begegnet die Bande dabei der Meerjungfrau Kamy und dem sprechenden Seestern Pappag, seines Zeichens der berühmteste Modedesigner der Fischmenscheninsel, die die Bande um Hilfe bitten, einen Freund aus der Gefangenschaft einer Gemeinschaft von Sklavenhändlern zu befreien, die sich auf die Entführung von Fischmenschen und Meerjungfrauen spezialisiert haben.
Dieser Freund entpuppt sich schließlich als ehemaliger Gegner: Der Oktopus-Fischmensch Okta, der Arlongs Bande angehörte, aber der Gefangenschaft durch die Marine entkommen konnte, ist für seine Befreiung derart dankbar, dass er die Bande zu einem nahegelegenen Archipel, Sabaody-Archipel genannt, führt, in dem das Schiff der Strohhutbande für die Reise zur Fischmenscheninsel umgerüstet werden soll. Im Laufe ihres Aufenthaltes sehen sie viele Piraten, die von den Weltaristrokaten wie Tiere behandelt werden. Ebenso versuchen sie die Meerjungfrau Kamy zu retten, die von Sklavenhändlern entführt wurde und nun auf den Sklavenmarkt auf einer Auktion verkauft werden soll.
Über einen anderen Teil des Archipels werden von der Weltregierung Flugblätter verteilt, auf denen steht, dass die Hinrichtung von Puma D. Ace beschlossen sei. Ein Pirat meint daraufhin, dass es Krieg geben wird, und in Mary Joa werden die Sieben Samurai der Meere zusammengerufen, um gegen den mobil machenden Whitebeard gerüstet zu sein.
Die Ereignisse überschlagen sich schließlich als Ruffy und seine Bande die Auktion erreichen, zu dem sich auch weitere Piratenbanden und einige Weltaristrokraten einfinden. Dem Gebot eines Weltaristrokraten können sie jedoch nichts entgegensetzen, und als Okta als Fischmensch enttarnt und von dem gleichen Weltaristrokraten angeschossen wird, lässt sich Ruffy dazu hinreißen ihn mit einem Faustschlag niederzustrecken. Dieser Frevel ruft nun die Marine auf den Plan, die ihren Admiral Kizaru entsendet, noch während sie selbst dabei ist, sich auf den anstehenden Krieg vorzubereiten.
Als er das Sabaody-Archipel erreicht, ist die Strohhutbande mit dem ehemaligen Ersten Offizier aus Gold Rogers Bande von der Auktion getürmt, der sich als Silvers Rayleigh einen Namen gemacht hatte. Während zwei Mitbewerber Ruffys auf der Suche nach dem One Piece – Eustass Kidd und Trafalgar Law – sich dem plötzlich erschienenen Samurai Bartholomäus Kuma stellen müssen, erzählt Rayleigh Ruffys Bande in seinem Unterschlupf von den alten Zeiten und den Grund dafür, warum der einstige Piratenkönig hingerichtet wurde: Er stellte sich, nachdem er unheilbar erkrankte. Zuvor löste sich seine Bande bereits immer weiter auf, so dass auch Shanks und Buggy ihren Weg als Piraten weiterverfolgen konnten.
In den Vorbereitungen für die Reise zur Fischmenscheninsel wird die Strohhutbande von Kizaru und seinem Assistenten, sowie einigen Pacifista-Cyborgs, die nach dem Vorbild von Bartholomäus Kuma gebaut wurden aufgerieben, und auch Rayleigh, der sich Kizaru in den Weg stellt, um der Strohhutbande die Flucht zu ermöglichen, kann kaum etwas ausrichten. Schließlich erscheint der echte Kuma und lässt mit seinen Kräften ein Mitglied von Ruffys Bande nach dem anderen verschwinden.
Durch Kumas Fähigkeiten fliegen die Mitglieder von Ruffys Bande für drei Tage durch die Luft, ohne dies in irgendeiner Art und Weise beeinflussen zu können. Und so landet Ruffy schließlich auf einer Insel die von einem Amazonenstamm bewohnt ist, deren Angehörige bislang noch keinen Mann gesehen haben.
In der Spalte Name sind jeweils der deutsche Name, der Originalname in japanischen Schriftzeichen, der japanische Name nach dem Hepburn-System romanisierter lateinischer Schrift falls abweichend von der deutschen Schreibweise und das Alter des Charakters angegeben.
| Monkey D. Ruffy モンキー・D・ルフィ monkī D rufi 17 Jahre[40][41] |
Ruffy ist der Kopf der Strohhutbande. Er hat als Kind von der Gum-Gum-Frucht gegessen und besitzt deswegen einen extrem dehnbaren Gummikörper. Sein größtes Vorbild ist der Rote Shanks, von dem er seinen Strohhut geschenkt bekommen hat, den er über alles liebt. Sein Ziel ist es, Piratenkönig zu werden. Ruffy erscheint auf den ersten Blick immer wieder lebhaft, sorg- und ziellos und hat immer wieder einen besonderen Appetit, findet er aber ein Ziel lässt er es nicht mehr aus den Augen und gibt keinesfalls auf. Diese Eigenschaft hat er von seinem Großvater, Vizeadmiral Monkey D. Garp, der ihn in seiner Kindheit mit strenger Hand erzog und sogar immer wieder in Lebensgefahr brachte, um ihn besonders hart werden zu lassen. Darüber hinaus lässt er sich schnell für ein Abenteuer begeistern, ohne groß darüber nachzudenken, dass es unter Umständen sehr schwierig wird, überhaupt dieses Abenteuer zu starten. |
| Lorenor Zorro ロロノア・ゾロ roronoa zoro 19 Jahre[40][41] |
Zorro ist ein ehemaliger Kopfgeldjäger und schwört als erstes Ruffy seine Treue. Er hat das Ziel, der beste Schwertkämpfer der Welt zu werden, wobei ihn der Schwur gegenüber seiner verstorbenen Rivalin Kuina antreibt, die er nie im Kampf schlagen konnte.
Dabei ist er der einzige bekannte Schwertkämpfer, der gleichzeitig mit drei Schwertern kämpft, was ihm einen gewissen legendären Ruf beschert hat. Zorro ähnelt in gewisser Hinsicht seinem Kapitän in puncto Willensstärke. Allerdings ist er kritischer, was die einzelnen Mitglieder der Bande betrifft und hinterfragt immer wieder, was die Zuverlässigkeit und Loyalität der anderen angeht. Einen Verrat verzeiht er nur schwer. Eines seiner größten Probleme ist wohl sein mangelhafter Orientierungssinn. |
| Nami ナミ 18 Jahre[40][41] |
Nami ist die Navigatorin und Kartografin der Mannschaft, bezeichnet sich anfangs aber als auf Piraten spezialisierte Diebin. Hintergrund ist dabei ihre Vereinbarung mit dem Fischmenschen Arlong, von dem sie ihr Heimatdorf zurückkaufen will. Als Ruffy Arlong besiegt, der ihr Heimatdorf Kokos terrorisierte und ihre Ziehmutter Bellemere ermordete, schließt sie sich endgültig der Strohhutbande an.
Sie ist sehr temperamentvoll und liebt nichts mehr als ihre Orangen und Schätze. Ihr Traum ist es, einmal eine perfekte Weltkarte zu zeichnen. |
| Lysop ウソップ usoppu 17 Jahre[40][41] |
Lysop, der sich gerne als Kapitän sieht, ist in Wirklichkeit der von Ruffy ernannte Vizekapitän und außerdem Schütze, Schiffstechniker und Waffenspezialist. Lysop ist normalerweise ein Feigling und Lügner, trotzdem kann man sich in brenzligen Situationen auf ihn verlassen. Sein Ziel ist es, ein tapferer „Krieger der Meere“ zu werden, und sein Vorbild ist sein Vater Yasopp, der Mitglied in der Bande des Roten Shanks ist. Genau wie sein Vater besitzt auch Lysop sehr gute Augen und trifft fast immer sein Ziel. Anders als Yasopp, der Pistolen benutzt Lysop aber lieber seine Schleuder, um seine Gegner außer Gefecht zu setzten, für die er eine sehr große Sammlung von verschiedenen Geschossen hat.
Auf Water 7 trennt er sich für kurze Zeit von der Crew, weil sie die „Flying Lamb“, ihr altes Schiff nicht behalten können, die zu stark beschädigt ist, um noch repariert zu werden. Doch nach dem Abenteuer auf Enies Lobby, an dem Lysop als Sogeking teilnahm, stieß er wieder zu der Gruppe und segelte mit ihnen auf ihren neuen Schiff weiter. |
| Sanji サンジ 17 Jahre[40], 19 Jahre[41] |
Sanji ist der Smutje auf Ruffys Schiff. Er hat eine Schwäche für schöne Frauen und flirtet mit jedem hübschen Mädchen, wobei er sich oft auch sehr kindisch anstellt. Sanji kämpft ausschließlich mit den Füßen, um seine zum Kochen benötigten Hände zu schonen.
Sein großes Ziel ist es, den legendären All Blue zu finden – einen Ozean, in dem alle Fische der Welt zu finden sein sollen. |
| Tony Chopper トニートニー・チョッパー tonītonī choppā 15 Jahre[40][41] |
Chopper ist ein Elch, der von der Mensch-Mensch-Frucht gegessen hat und dadurch zum Elchmenschen wurde. Er ist der Schiffsarzt der Strohhutbande. Chopper wurde aufgrund seiner blauen Nase aus seiner Herde verstoßen, von Doc Bader aufgenommen und als Arzt ausgebildet. Er ist sehr introvertiert, dementsprechend schüchtern und kann nur schwer mit Komplimenten umgehen, besitzt aber die Fähigkeit, mit Tieren zu sprechen. Durch seine Naivität und Begeisterung für banale Kleinigkeiten und Ereignisse wirkt er zudem häufig wie ein kleiner Junge. Sein Ziel ist es, die ultimative Medizin zu entwickeln.
Im japanischen Original ist Chopper ein Rentier, die Gründe für die abweichende deutsche Übersetzung sind nicht bekannt. |
| Nico Robin ニコ・ロビン 28 Jahre[25][42] |
Nico Robin ist Archäologin und das drittälteste Mitglied der Crew. Bereits als junges Mädchen war sie ein Bücherwurm und aß schließlich von der Flora-Flora-Frucht, die ihr die Fähigkeit verlieh, an allen möglichen Stellen Teile ihres Körpers wachsen zu lassen. Als ihre Heimat, die Insel Ohara, von der Marine durch den „Buster Call“ ausgelöscht wurde, gelang ihr die Flucht, die fortan ihre Jugend prägte, da das hohe Kopfgeld auf sie, diejenigen, bei denen sie Unterschlupf zu finden glaubte, immer wieder dazu verleitete, sie an die Marine auszuliefern. Über die Jahre, in denen sie immer wieder von anderen betrogen wurde, verließ sie das Vertrauen in andere Menschen.
Bevor sie der Strohhutbande beigetrat, war sie unter dem Decknamen Miss Bloody Sunday Mitglied und Vizechefin der Baroque-Firma. Ihr Boss Sir Crocodile bot ihr als Samurai der Meere einen gewissen Schutz vor der Marine und der Weltregierung, die sie aufs Tiefste verachtet. Ihr Ziel ist es, das Rio-Porneglyph zu finden, eine Steintafel, auf der die Wahrheit über die Welt geschrieben stehen soll. |
| Franky (Cutty Framm) フランキー (カティ・フラム) 34 Jahre[42] |
Franky ist ein Cyborg und der Schiffszimmermann der Strohhutbande nachdem diese ihn und ihre Kameradin Robin von der Justizinsel Enies Lobby gerettet haben.
Als Kind wurde er von seinen Eltern, ihrerzeit Piraten, auf der Insel Water 7 ausgesetzt, wo ihn der legendäre Schiffbauer Tom unter seine Fittiche nahm. Sein Traum ist es, ein Schiff zu bauen, mit dem er die Welt umsegeln kann. Dieses Schiff soll das neue Schiff der Strohhutbande sein, welches die Bande als Dankeschön erhalten hat. |
| Brook ブルック mindestens 80 Jahre |
Brook ist ein lebendes Skelett und war Mitglied der Rumba-Piratenbande, auf deren Riesenwal La Boum Ruffys Bande bereits am Kap der Zwillinge stieß. Dass er ein lebendes Skelett ist, verdankt er seiner Teufelskraft, die es seiner Seele ermöglichte, nach seinem physischen Tod wieder in seinen Körper zurückzukehren. Allerdings irrte seine Seele zu lange umher, so dass sein Körper in der Zwischenzeit verweste.
Brooks Markenzeichen ist sein Afro, und es ist der Traum des Musikers, seinem Freund La Boum vom Schicksal seiner mittlerweile verstorbenen Kameraden der Rumba-Piratenbande zu erzählen. |
| Die Weltregierung (jap. 世界政府 Sekai Seifu) |
Die Weltregierung besteht aus der Mehrzahl von Staatsoberhäuptern der Welt den Bewohnern der legendären Stadt Mary Joa, und den Fünf Weisen, hoch angesehenen alten Männern. Mit der Gründung der Weltregierung endet ein aus den Geschichtsbüchern verbannter Zeitraum von mehreren Jahrhunderten. |
| Tenryuubito | Die Tenryuubito sind die Bewohner der legendären Stadt Mary Joa und die Nachfahren der Könige, die 800 Jahre vor Beginn der Handlung die Weltregierung gegründet haben. Halten sie sich außerhalb ihrer Stadt auf, tragen sie eine Atemglocke, um nicht die gleiche Luft wie aller anderen zu atmen, die ihrer Ansicht nach lediglich existieren dürfen um sie zu amüsieren. Aufgrund ihrer Stellung genießen sie den Schutz der Marine: Sollten sie angegriffen werden, erscheint üblicherweise ein Admiral der Marine um sie zu beschützen. |
| Die Marine (jap. 海軍 Kaigun) |
Die Marine stellt die Polizei auf den Meeren dar, ist hierarchisch aufgebaut und vertritt nach eigenen Angaben die absolute Gerechtigkeit. Ein wichtiges Werkzeug hierbei sind sowohl die Geheimpolizei „Cipherpol“, die sich in acht bekannte und einer streng geheimen Einheit aufteilen, als auch eine Spezialflotte von Kriegsschiffen, die der „Buster Call“ genannt wird und die ganze Länder erbarmungslos vernichtet. |
| Die Sieben Samurai der Meere (jap. 七武海 Shichibukai) |
Die Sieben Samurai sind mächtige Freibeuter, die andere Piratenbanden bekämpfen, ausnehmen und der Weltregierung einen Anteil an der Beute abtreten und deshalb von dieser offiziell geduldet werden. Als Ruffy und seine Bande die Grand Line erreichen gehören ihnen Mihawk „Falkenauge“ Dulacre, der beste Schwertkämpfer der Welt, der Cyborg Bartholomäus Bär, der Fischmensch Jimbei, Don Quichotte de Flamingo, Gecko Moria, Sir Crocodile, Chef der Baroque-Firma und die Piratenkaiserin und Herrscherin von Amazon Lily Boa Hankock an.
Nachdem Sir Crocodiles Machenschaften in Alabasta aufgedeckt wurden, entließ man ihn aus der Gruppe der Samurai und sperrte ihn in das Hochsicherheitsgefängnis auf Impel Down. Sein Platz wird von dem bis dahin unbekannten Blackbeard (eigentlich Marshall D. Teach) eingenommen, nachdem er der Marine Puma D. Ace auslieferte. |
| Die vier Kaiser (jap. 四皇 Yonkō) |
Neben der Weltregierung und den Sieben Samurai gelten diese vier Piraten als Teil der sogenannten Dreimacht, welche die Welt im Gleichgewicht hält. Zu ihnen gehören Whitebeard (Edward Newgate), Kaidō und der Rote Shanks, von dem Ruffy seinen Strohhut hat sowie eine bis dato unbekannte Person. |
| Die Revolutionäre (jap. 革命家 Kakumeika) |
Die Revolutionäre sind eine Gruppierung von Aufständischen, die gegen die Weltregierung opportunieren. Unter der Führung von Monkey D. Dragon schlossen sich bereits einige Staaten dem Widerstand gegen die Weltregierung an. |
Aufgrund von Legendenbildung oder ihrer Taten innerhalb des Mangas werden folgende wiederkehrende Nebencharaktere als bedeutsam für das Geschehen in der Handlung genannt:
| Gol D. Roger (auch bekannt als Gold Roger) | Er war der König der Piraten. Nachdem er das One Piece versteckt hatte, wurde er 22 Jahre vor Beginn der Handlung in seiner Geburtsstadt Loguetown hingerichtet. Sein Tod läutete das Große Piratenzeitalter ein. |
| Whitebeard | Whitebeard (eigentlich Edward Newgate) gehört zu den vier Kaisern und gilt als der zurzeit stärkste Pirat der Welt, obwohl er aufgrund seines starken Alkoholkonsums ständig die Pflege mehrerer Krankenschwestern benötigt und war einst einer der erbittertsten Gegner von Gold Roger. Man sagt, dass er mit den drei anderen Kaisern über die Neue Welt herrscht. |
| Monkey D. Dragon | Der meistgesuchte Revolutionär agiert hauptsächlich im Hintergrund daran, die Weltregierung zu stürzen und ist dementsprechend auch Ziel von Geheimdienstaktionen, etwa beispielsweise einem Attentat durch Agenten der Cipherpol 9. Er half seinem Sohn Ruffy bereits unerkannt in Loguetown und ist nach dessen neuem Kopfgeld nach dem Vorfall auf Enies Lobby allmählich bereit sich mit seinem Sohn zu treffen. |
| Der Rote Shanks | Der Rote Shanks ist einer der vier Kaiser und der Piratenkapitän, dem Ruffy seinen Strohhut zu verdanken hat. Er verlor seinen linken Arm, als er vor einigen Jahren Ruffy das Leben rettete, wie er später gegenüber Whitebeard in einem Gespräch meint in der Hoffnung auf die kommende Generation. Shanks war früher Mitglied in Gold Rogers Piratenbande. |
One Piece erscheint seit 1997 in Einzelkapiteln im japanischen Manga-Magazin Weekly Shōnen Jump. Diese Einzelkapitel fasst der Shueisha-Verlag regelmäßig zu Sammelbänden zusammen, wovon bisher 50 erschienen sind. Die von ihm zuvor verfassten Pilotgeschichten, die beide den Titel Romance Dawn tragen, wurden ebenfalls veröffentlicht. Während die erste Geschichte im Sonderband One Piece Red abgedruckt wurde, findet die zweite ihren Platz im Kurzgeschichtenband Wanted!, der weitere Geschichten von Eiichiro Oda enthält.
Auf Deutsch wird One Piece seit Januar 2001 von Carlsen Comics veröffentlicht, bisher sind 47 Bände und die beiden ersten Sonderbände erschienen. Seit Band 38 werden neue Übersetzer eingesetzt.
Außer in Japan und im deutschsprachigen Raum erscheinen die One-Piece-Mangas unter anderem auch in Frankreich, Italien, Spanien, Singapur, Taiwan, Brasilien und den USA.
Hauptartikel One Piece (Anime)
Nach dem erfolgreichen Start als Manga-Serie wurde die Serie auch als Anime umgesetzt: Zunächst als OVA, später dann als Fernsehserie und als jährlich erscheinende Serie von Kinofilmen.
Zusätzlich zum Manga veröffentlichte Eiichiro Oda bislang drei Artbooks unter dem Titel Color Walk und auch drei Sonderbände One Piece Red, One Piece Blue und One Piece Yellow, von denen bislang der aktuellste Sonderband noch auf seine Veröffentlichung in Deutschland wartet.
Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums erschienen in Japan die Sonderbände One Piece Rainbow als Bonus zur Anime-Serie und One Piece: 10th Treasures. In ihm gratulieren alle bekannten japanischen Mangaka – unter ihnen Akira Toriyama, Takeshi Obata und Nobuhiro Watsuki – und steuern eine Zeichnung ihrer Lieblingscharaktere aus der Serie bei, die in ihrem eigenen Stil gehalten sind.
In Japan erschienen im Laufe der Jahre eine ganze Reihe von Soundtrack-CDs, die sowohl die verwendeten Themen aus der Fernsehserie und den Kinofilmen enthalten. Darüber hinaus gibt es auch von den Seiyū gesungene Charakter-Songs, die neben den Openings und Endings des Animes als Single-CDs verkauft werden. Allerdings wurde keines der Medien im deutschen Sprachraum veröffentlicht. Neben der Möglichkeit diese zu importieren, gibt es noch eine für den deutschen Raum veröffentlichte Soundtrack-CD, der 2003 durch die CTM Concept- TV & Merchandising GmbH lizenziert wurde und von der BMG Ariola GmbH vertrieben wird. Produktionsstudio sind die Toyco Studios, produziert wurden die enthaltenen Stücke von Andy Knote.
Nach dem anhaltenden Erfolg der Fernsehserie erschienen auch etliche Konsolenspiele für die Playstation, Playstation 2, den GameBoy Advance, den GameCube und die Wii. Während in Japan die Liste der Titel vielfältig und lang ist, wurden bislang im deutschen Raum lediglich die Titel für die Playstation-Systeme veröffentlicht. Die erschienenen Titel sind:
Die Titel erschienen dabei mit einer englischen Synchronisation.
Ähnlich wie bei anderen erfolgreichen Serien wurde für die Serie ein Trading Card Game konzipiert und zunächst von BANDAI in Japan auf den Markt gebracht. Die deutsche Umsetzung findet durch die AMIGO Spiel + Freizeit GmbH statt.
Von beiden Schiffen der Strohhutbande gibt es Replica: Die Karavelle Going Meri – in der deutschen Fassung Flying Lamb genannt – kreuzt als motorbetriebene Fähre in der Bucht vor Tokyo. Im Jahr 2005 wurde das Aussehen der Replica an den Stand im Manga angepasst.
Anlässlich der Einführung des neuen Schiffs Thousand Sunny und dem 10-jährigen Jubiläum des Mangas wurde ein „One Piece Beach House“[43] errichtet, an dem eine verkleinerte Replica des Bugs der Thousand Sunny angebaut ist.[44]
Eiichiro Oda führt seine Begeisterung für Piraten auf die Anime-Serie Wickie und die starken Männer zurück, die er als Kind gesehen hat. Laut einem Interview mit der Zeitschrift Shonen Jump USA hat er sich bei One Piece unter anderem vom Zeichenstil der US-Cartoon-Serie Tom und Jerry inspirieren lassen. Beim Handlungsaufbau diente die Manga-Serie Dragonball des Zeichners Akira Toriyama als Vorbild.
Einen Vorläufer von One Piece zeichnete Oda 1996 unter dem Titel Romance Dawn. Der 48-seitige Manga erschien in Shōnen Jump und später im Sonderband One Piece Red. Darüber hinaus verfasste er im Vorfeld einige Kurzgeschichten, die im Kurzgeschichtenband „Wanted!“ veröffentlicht wurden und von denen einige in den aktuellen Manga einfließen – so zum Beispiel der Samurai Ryūma, der im Thriller-Bark-Abenteuer als Zombie wiedererweckt wurde und dessen Abenteuer hier eine Legende ist.
Die in den Manga-Kapiteln 195 und 196 (Band 21 und 22) auftauchende Felsenfestung ist in Anlehnung an den US-amerikanischen Film Die Kanonen von Navarone (1961) gestaltet.
Eiichiro Oda ging zunächst bei einer anfänglichen Schätzung davon aus, dass „One Piece“ in etwa 40 Bände umfassen sollte, allerdings sind in Japan bereits nunmehr über 48 Bände erschienen. Äußerungen im Manga selbst – etwa die, dass die Grandline in zwei Hälften unterteilt sei und sich die Strohhutbande bisher nur auf dem ersten Teil aufgehalten hätte – lassen darauf schließen, dass sich die Anzahl der Bände noch durchaus verdoppeln könnte.
Einige Namen in der Serie stammen von echten Piraten, die im 17. und 18. Jahrhundert vor allem die Karibik heimsuchten. So leitet sich Zorros Name „Lorenor“ (im Original „Roronoa“) von dem französischen Piraten Jean-David Nau ab, bekannter unter seinem Pseudonym François l’Ollonais.
Auf Edward Teach, auch bekannt als Blackbeard, beziehen sich gleich zwei Charaktere: Die Piraten Marshall D. Teach, der auch hier die Rolle des Blackbeard inne hat und Edward D. Newgate, welcher in der Welt von One Piece als Whitebeard bekannt ist.
Die Namen verschiedener weiblicher Nebencharaktere haben im Japanischen zugleich eine Bedeutung als Vogelname. So unterstreichen die Namen Kuina (水鶏 kuina, jap. Wasserralle) und Tashigi (田鴫 tashigi, jap. Bekassine) die äußere Ähnlichkeit der beiden Charaktere, stellt aber gleichzeitig klar, dass beide grundverschieden sind. Weitere Namen mit einer Zweitbedeutung sind Aissa, Hina, Kaya und Nojiko.[41][45]
Neben den Realbezügen, gibt es auch eine Reihe von Namensschöpfungen. Miss Doublefingers Feiertagsname ist als Neujahr zu verstehen: Hält man die beiden Zeigefinger in die Höhe, sieht dies aus wie „1 – 1“, also der 1. Januar. Lysops Name stammt von dem berühmten Fabeldichter Aesop. Im Original setzt Usoppu sich aus dem japanischen Wort für Lüge (嘘 uso) und dem Namen des Dichters zusammen, wodurch der Satz „ore wa usoppu“ sowohl mit „Ich bin Lysop“ als auch mit „Ich bin ein Lügner“ übersetzt werden kann.
One Piece steht in Japan gegenwärtig auf Platz 7 der erfolgreichsten Manga-Serien aller Zeiten: Im Februar 2005 konnte dort der Verkauf des hundertmillionsten Bandes gefeiert werden. Damit ist One Piece zugleich auch diejenige Manga-Serie, die diese „magische Grenze“ bisher am schnellsten erreicht hat. Im Juli 2002 wurden in Japan von Band 24 der Manga-Serie 2,52 Millionen Exemplare gedruckt, was die höchste jemals erreichte Startauflage eines einzelnen Manga-Bandes darstellt. Im deutschsprachigen Raum zählt One Piece ebenfalls zu den erfolgreichsten Mangas; 2006 war die Serie nach verkauften Exemplaren pro Band die meistverkaufte japanische Comicserie im deutschsprachigen Raum. Die deutschsprachigen Taschenbuchveröffentlichungen von Carlsen haben sich über 2,5 Millionen mal verkauft.[46]
Die Serie war von 2000 bis 2002 für den Osamu-Tezuka-Kulturpreis nominiert, musste sich aber alle drei Male anderen Manga geschlagen geben. Sie erhielt 2005 den Sondermann-Publikumspreis der Frankfurter Buchmesse in der Kategorie „Manga/Manhwa international“.
Omatsuri-danshaku to Himitsu no Shima, der sechste One-Piece-Kinofilm aus dem Jahr 2005, spielte 1,2 Milliarden Yen (etwa 8,7 Millionen Euro) ein und war in Japan sechs Wochen lang in den Kino-Top-Ten. Die ersten drei Filme zählten im Inland zu den jeweils zehn erfolgreichsten japanischen Produktionen des Jahres.[47]